{"id":6332,"date":"2015-01-29T15:21:25","date_gmt":"2015-01-29T14:21:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?page_id=6332"},"modified":"2022-04-21T10:25:32","modified_gmt":"2022-04-21T08:25:32","slug":"gebet-des-monats","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?page_id=6332","title":{"rendered":"Gebete &#8211; Predigten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auf dieser Seite werden Gebete und Texte ver\u00f6ffentlicht, die uns in unserer Arbeit begegnen und die auch f\u00fcr andere von Interesse sein k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Haben oder Sein<br \/>\nOstergedanken von Kaplan Franz Sieder<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem ber\u00fchmten Psychologen Erich Fromm ist der Mensch entweder vom Habenmodus oder vom Seinsmodus gepr\u00e4gt. Beim Habenmodus geht es um das \u201emehr haben wollen\u201c. Der Mensch findet seine Erf\u00fcllung in der Gier, im \u201ereicher werden\u201c, im Konsum und im \u201eSpa\u00dfhaben\u201c.\u00a0 Auch das Karrierestreben und das \u201e\u00fcber andere Menschen herrschen m\u00f6chten\u201c sind vom Charakter und von der Gesinnung des Habenmodus gepr\u00e4gt. Der sogenannte \u201eSeinsmodus\u201c ist gepr\u00e4gt vom Dienen, vom Einsatz f\u00fcr andere und von der Bereitschaft, f\u00fcr eine gerechtere Welt zu k\u00e4mpfen und daf\u00fcr Opfer zu bringen. Der Habenmodus zerst\u00f6rt den Menschen in seinem innersten Wesen und er ist negativ. Der Seinsmodus veredelt den Menschen, er bringt den Menschen zur Entfaltung, er gibt dem Leben der Menschen einen Sinn, er l\u00e4sst uns das Leben als eine Berufung sehen. Der Seinsmodus ist gelebte Liebe. Ich denke, dass kaum ein Mensch nur vom Seinsmodus und ein andere \/ eine andere nur vom Habenmodus gepr\u00e4gt ist. Ich denke, dass in unserer Gesellschaft der Habenmodus \u00fcberwiegt, weil unsere Gesellschaft vom kapitalistischen Denken gepr\u00e4gt ist und im Kapitalismus z\u00e4hlt nur das \u201eMehrhaben\u201c. Der Motor des Kapitalismus ist der Egoismus, ist das Herrschen \u00fcber andere, ist die Gewinnmaximierung. Das ist der gesellschaftliche Trend und unsere Gehirne sind von diesem kapitalistischen denken infiziert. Meistens geht auch die Erziehung der Kinder schon in diese Richtung. Jedes Kind soll es zu etwas bringen. Das \u201ezu etwas bringen\u201c hei\u00dft Wohlstand, berufliche Karriere und das Leben genie\u00dfen k\u00f6nnen. Um den \u201eSeinsmodus\u201c zu leben, muss ich oft gegen den Strom schwimmen. Um den Seinsmodus zu leben brauche ich auch eine innere Spiritualit\u00e4t. Diese Spiritualit\u00e4t kann aus der Religion oder auch aus einer sozialdemokratischen Gesinnung kommen. Wenn wir jetzt Ostern, das Fest der Auferstehung feiern, dann kann auch der Osterglaube helfen, der Gier und dem Drang zum \u201eMehrhaben\u201c zu wiederstehen. Ostern sagt uns nicht nur, dass Christus vom Tod auferstanden ist, sondern dass auch wir nach dem Tod auferstehen zu einem neuen Leben. F\u00fcr den Menschen, f\u00fcr dem \/ f\u00fcr die der Tod das absolute Ende seines \/ ihres Lebens ist, dessen \/ deren Lebensphilosophie kann nach normaler Logik eigentlich nur jene sein, dass er \/ sie das Leben auspresst wie eine Zitrone und aus diesem Leben herausholt, was er \/ sie herausholen kann. Er \/ sie ist kein \u00f6sterlicher Mensch. Der \u00f6sterliche Mensch ist ein \u201eSeinsmensch\u201c. Frohe und gesegnete Ostern.<\/p>\n<p><em>Kaplan Franz Sieder ist em. Betriebsseelsorger in Amstetten und arbeitet u.a. bei Amnesty International, bei der\u00a0 Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) und bei Pax Christi Wien mit.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Gedanken zum dritten Sonntag der Fastenzeit, 24. M\u00e4rz 2019<\/p>\n<h3>Der zweite Atemzug \u2013 Ruf, Verantwortung zu \u00fcbernehmen<\/h3>\n<p><em>Von Rev. Paul Lansu, Senior Politikberater von Pax Christi International<\/em><br \/>\n<em>\u00dcbersetzung Gerhilde Merz<\/em><\/p>\n<p>Exodus 3:1-8a, 13-15; Psalm 103 (102); 1. Korr. 10:1-6, 10-12; Luk 13:1-9<\/p>\n<p>In die W\u00fcste rufen. Wir alle kennen dieses Gef\u00fchl. Niemand h\u00f6rt uns, keiner leiht uns sein Ohr. Wenn wir doch eine Antwort bekommen, finden wir den zweiten Atemzug. Mit dem zweiten Atemzug k\u00f6nnen wir wieder rufen, uns wieder engagieren, wieder glauben. Wir h\u00f6ren, dass Mose einen zweiten Atemzug findet, nachdem Gott ihn durch den brennenden Dornbusch ruft. Und \u2013 wir lesen, dass der Weing\u00e4rtner einen zweiten Atemzug findet und sich einl\u00e4sst auf den bis dahin kahlen Feigenbaum.<\/p>\n<p>Mitglieder von Gerechtigkeits- und Friedensgruppen und sozialen Organisationen brauchen ein sich-Einlassen auf lange Sicht, einen zweiten Atemzug, um sich auf Dauer zu engagieren. Einen zweiten Atemzug, den Gott immer gibt.<\/p>\n<p>In allem, was geschieht, halten wir immer Ausschau nach der Verantwortlichkeit anderer, und wir schauen weniger kritisch nach unserem eigenen Anteil. Wenn wir eine bessere, friedliche und gerechtere Zukunft bauen wollen, muss jede\/r von uns seine\/ihre eigene Verantwortung wahrnehmen. Fehler machen ist sehr menschlich. Irrt\u00fcmer ausbessern kannst du nicht (oder sie ausbessern lassen). Aber keine Verantwortung \u00fcbernehmen, oder sogar die Schuld dem\/der anderen geben, ist schlecht und eine Schande.<\/p>\n<p>Moses muss seine Verantwortlichkeit annehmen. Er wei\u00df, dass sein Volk in der Sklaverei in \u00c4gypten lebt; es l\u00e4sst ihn nicht aus. Im brennenden Dornbusch h\u00f6rt er den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs: \u201eIch habe das Elend meines Volkes gesehen. Ich kenne sein Leiden. Ich komme, um mein Volk zu befreien\u201c. Mose fragt nach dem Namen dieses Gottes. Aber dieser Gott kann nicht eingefangen werden in Worte und Bilder. Mose muss sich begn\u00fcgen mit: \u201eIch bin, der ich bin.\u201c<\/p>\n<p>Das Wort Gottes umgeht die Verantwortlichkeit nicht. Jesus erz\u00e4hlt die Geschichte vom Feigenbaum, einer Metapher f\u00fcr die Stadt Jerusalem. Der Feigenbaum bringt keine Fr\u00fcchte; Jerusalem ist korrupt, spielt das Spiel der M\u00e4chtigen (Nationen) rundherum, ist keine Stadt des Friedens. Jesus ist streng, er dautet hin auf die schlechte Situation, aber er l\u00e4sst ein T\u00fcrchen offen f\u00fcr einen Neuanfang. So erh\u00e4lt der Feigenbaum eine zweite Chance und Jerusalem einen zweiten Atemzug.<\/p>\n<p>In dieser Fastenzeit kommt das Thema des Exodus zur\u00fcck, ein Symbol jeder Stra\u00dfe, die von der Sklaverei zur Befreiung f\u00fchrt, von der Ungerechtigkeit zur Gerechtigkeit, von der Gewalt zur Gewaltlosigkeit. Versuchungen fehlen nicht an dieser Stra\u00dfe. Trotz Gottes st\u00e4ndiger F\u00fcrsorge erliegen ihnen die Israeliten und sterben in der W\u00fcste. ChristInnen sind auch nicht immun gegen\u00fcber den Gefahren des B\u00f6sen. Die heutigen Formen des B\u00f6sen sind Armut, Hunger, Vertreibung, Gewalt, Unterentwicklung, Diskriminierung, Rassismus und so weiter<\/p>\n<p>ChristInnen sollten einander st\u00e4ndig inspirieren und ermutigen, die menschliche W\u00fcrde hochzuhalten, im menschlichen Wachsen wie auch im menschlichen Leiden und Sterben. Gegenseitige Liebe soll die Kultur der Menschen sein.<\/p>\n<p>Leset die Zeichen der Zeit<\/p>\n<p>Das bedeutet, unentwegt Nahrung und \u201eQuellenstudium\u201c aufzunehmen, sich nach der Bibel orientieren, und der biblischen Tradition unseren Zweck abzulesen. Das Evangelium fordert uns auf, regelm\u00e4\u00dfig die Zeichen der Zeit zu \u00fcberpr\u00fcfen und zu erkl\u00e4ren. Was passiert dauernd in der Welt, und was ist dessen tieferer Grund? Immer wagen, die Frage zu stellen: Wie schaut unsere Gesellschaft heute aus und was muss getan werden, um gemeinsam alle Menschen in dieser Gesellschaft zu besseren Menschen zu machen?<\/p>\n<p>Das niemals endende Bem\u00fchen der Menschen, mit anderen zusammen zu leben und eine wahre Gesellschaft zu bilden bedeutet, das gute Leben einer Person tr\u00e4gt auch zum guten Leben einer anderen bei. Einander helfen ist ganz wichtig in diesem Prozess. Unter anderen Dingen geht es um F\u00fcrsorge, gutes Leben, N\u00e4chstenliebe, Mitleid, Solidarit\u00e4t und um sich gegenseitig unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Manchmal geht es dar\u00fcber hinaus und man hat die Pflicht, Menschen in Not zu helfen, sogar jenen \u201eunbekannten\u201c Menschen, die Hilfe ben\u00f6tigen. Das f\u00fchrt oft zu Dilemna: Wo liegen die Grenzen der menschlichen oder der individuellen Verantwortung und wo beginnt die Verantwortlichkeit des Staates? Dilemnas sind nicht negativ oder bedrohend, sie machen das Leben eher interessant.<\/p>\n<p>Freiwillige Arbeit ist wie die Hefe im Teig<\/p>\n<p>Pax Christi International ist ihrem Wesen nach eine Friedensbewegung der Ehrenamtlichen. \u201eFreiwilliges Handeln\u201c kann verstanden werden als eine wesentliche Komponente in sozialer Verpflichtung zum gegenseitigen Beistand, zur Hingabe, Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und Verantwortung. FriedensarbeiterInnen brauchen immer den zweiten Atemzug. Friedensarbeit hat schlie\u00dflich immer eine unfertige Agenda, ungl\u00fccklicherweise. Ihre \u00dcberzeugungskraft und Verantwortlichkeit machen sie zu Agenten f\u00fcr den Wechsel \u2013 eine Anstrengung, die mit dem biblischen Bild als \u201eTreibmittel im Teig\u201c ausgedr\u00fcckt wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gerechtigkeit und Frieden arbeiten geschieht aus dem Verst\u00e4ndnis, dass der Mensch kein Einzelwesen ist, sondern auf Gemeinsamkeit angelegt und dass seine oder ihre integrale Entwicklung vor allem Beziehungen braucht, um sein\/ihr Schicksal zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Frieden bauen ist nicht nur etwas, das f\u00fcr und durch \u201eProfessionelle\u201c geschieht. Am Frieden zu arbeiten ist die Verantwortung jedes Einzelnen. Zum Frieden ist jede Person gerufen. Das ist es, warum wir \u201ealle Menschen guten Willens\u201c zur Mitarbeit auffordern. Der gemeinsame Rahmen ist die Notwendigkeit eines friedlichen und gerechten Lebens. Jede Person und jede Bev\u00f6lkerungsgruppe hat das Recht auf Frieden und Sicherheit. Ich bin sicher, \u00fcberzeugt, dass ich mich nur sicher und gut f\u00fchle, wenn andere dieses Gef\u00fchl teilen. Christliche Friedensarbeit bietet eine Plattform, wo Menschen einander treffen und kommunizieren k\u00f6nnen und \u2013 was wichtig ist \u2013 potentielle Unstimmigkeiten vermeiden.<\/p>\n<p>Es ist eine Tugend, Menschen zusammen zu bringen. Eine gute Gesellschaft ist charakterisiert durch eine fruchtbare Spannung zwischen Raum f\u00fcr Unterschiedlichkeit und die Suche nach dem, was wir gemeinsam haben. Die politische Gemeinsamkeit ist so im Dienst der menschlichen Gemeinschaft. Das erfordert soziale Pluralit\u00e4t, sodass eine Unterschiedlichkeit der G\u00fcter zu ihrem ganzen Vorteil gezeigt werden kann.<\/p>\n<p>Der Sektor von Gerechtigkeit und Frieden braucht nicht nur viele Professionelle, sondern auch viele, die aus einer notwendigen Dringlichkeit leben, das Leben zu suchen und ihm Sinn zu geben.<br \/>\nWiederum sind wir eingeladen, durch diese Fastenzeit im Glauben, in der Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, in der Vers\u00f6hnung und im Dienst zu leben, die im Oster-Mysterium zum H\u00f6hepunkt kommt. Diese Zeit ist gedacht, Fr\u00fcchte in unser Leben zu tragen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Thomasmesse: \u201eOhne Gerechtigkeit keine Zukunft\u201c mit Kaplan Franz Sieder<br \/>\nam Sonntag, 29. Oktober 2018 in Klagenfurt 18:00 Uhr Don Bosco Kirche<br \/>\n9020 Klagenfurt,Bischof Dr. K\u00f6stner Platz 2<\/p>\n<p>Die radikale Botschaft Jesu auf dem Hintergrund unserer heutigen gesellschaftlichen Wirklichkeit zu verk\u00fcnden, war und ist die Intention von Arbeiterpriester Franz Sieder. \u201eMein Herz schl\u00e4gt links\u201c, so der Titel seines letzten Buches. \u201eLinks hei\u00dft f\u00fcr mich, auf Seite der Schwachen der Gesellschaft zu stehen und links hei\u00dft f\u00fcr mich auch, sich einzusetzen f\u00fcr ein Mehr an Gerechtigkeit in unserer Welt. Wenn ich links so definiere, dann war Jesus zweifellos ein Linker und dann ist auch der jetzige Papst Franziskus ein Linker.\u201c<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Sieder-ThomasMesse.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Predigt Franz Sieder<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=7890\">PREDIGT: EUROPA BRAUCHT EINE SEELE (Franz Sieder,Sommerakademie auf der Friedensburg Schlaining 2017<\/a><\/p>\n<p>JERUSALEM GEBET<\/p>\n<p>Ein Gebet von Patriarch Emeritus Michel Sabbah<br \/>\nGeschrieben f\u00fcr die Weltwoche f\u00fcr Frieden in Pal\u00e4stina\/Israel 2016<\/p>\n<p>Barrieren abtragen und Mauern niederrei\u00dfen<\/p>\n<p>So viele weise M\u00e4nner haben gesagt: Die Menschheit braucht Br\u00fccken \u2013 aber keine Mauern.<br \/>\nAber Kriegsherren in unserem heiligen Land haben geantwortet<br \/>\nmit dem Bauen der Trennungsmauer und den Checkpoints, die unser Land zerteilen<br \/>\nin mehr als einen einzigen Ort<br \/>\nund schufen damit mehr Trennung und sch\u00fcrten Hass in den Herzen.<\/p>\n<p>Gott, wir kommen zu Dir: Du bist unser Vater;<br \/>\nDu sorgst f\u00fcr jeden von uns, f\u00fcr Israelis und Pal\u00e4stinenser.<br \/>\nDu siehst diesen trennenden Wall mitten durch das sch\u00f6ne Land,<br \/>\ndas Du zum heiligen auserkoren hast als Deinen Platz mitten unter den Menschen,<br \/>\nden Ort der Vers\u00f6hnung der Menschen mit Dir und miteinander.<\/p>\n<p>Gott, schau auf die vielen Checkpoints, schau auf die vielen Soldaten mit ihren Gewehren,<br \/>\nbereit, um sich zu verteidigen, bereit zu t\u00f6ten.<br \/>\nDie Barrieren, die Du geschaffen hast,<br \/>\nsind Deine pr\u00e4chtigen Berge und fruchtbaren, tiefen T\u00e4ler, die Pl\u00e4tze zum Leben,<br \/>\nwo Natur und Menschen Deine G\u00fcte und Deinen Glanz spiegeln.<\/p>\n<p>Gott, Du siehst die Mauern, die die Sch\u00f6nheit Deines Landes beschmutzen.<br \/>\nOh Gott, schau an, wie die Mauern unsere Olivenb\u00e4ume zerst\u00f6ren, und Deine wunderbare Sch\u00f6pfung.<br \/>\nGott, sieh an, wie die Checkpoints und die Gewehre die Sch\u00f6nheit Deines Ebenbilds<br \/>\nin Deinen S\u00f6hnen und T\u00f6chtern besch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Und tiefer drinnen in den Seelen<br \/>\nsiehst Du die Trennung zwischen Deinen S\u00f6hnen und T\u00f6chtern, Israelis und Pal\u00e4stinensern.<br \/>\nOh Gott, schau auf unsere Bedr\u00e4ngnis, unser Leiden.<\/p>\n<p>\u201eSei mir gn\u00e4dig, Gott, sei mir gn\u00e4dig!<br \/>\nDenn auf Dich vertraut meine Seele,<br \/>\nund unter dem Schatten Deiner Fl\u00fcgel habe ich Zuflucht.<br \/>\nIch rufe zu Gott, dem Allerh\u00f6chsten,<br \/>\nzu Gott, der meine Sache zum guten Ende f\u00fchrt\u201c. (Ps.57\/2-3)<\/p>\n<p>\u201eGott, h\u00f6re meinen Schrei, horche auf mein Gebet\u201c (Ps.61\/2)<\/p>\n<p>(\u00fcbers.: Gerhilde Merz)<\/p>\n<p>Gebet am Vorabend des 1. Weltkrieges<\/p>\n<p>Mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens<\/p>\n<p>Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens.<br \/>\nWo Hass herrscht, lass mich Liebe entfachen.<br \/>\nWo Beleidigung herrscht, lass mich Vergebung entfachen.<br \/>\nWo Zerstrittenheit herrscht, lass mich Einigkeit entfachen.<br \/>\nWo Irrtum herrscht, lass mich Wahrheit entfachen.<br \/>\nWo Zweifel herrscht, lass mich Glauben entfachen.<br \/>\nWo Verzweiflung herrscht, lass mich Hoffnung entfachen.<br \/>\nWo Finsternis herrscht, lass mich Dein Licht entfachen.<br \/>\nWo Kummer herrscht, lass mich Freude entfachen.<br \/>\nO Herr, lass mich trachten:<br \/>\nnicht nur, dass ich getr\u00f6stet werde, sondern dass ich tr\u00f6ste,<br \/>\nnicht nur, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe,<br \/>\nnicht nur, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe,<br \/>\ndenn wer gibt, der empf\u00e4ngt,<br \/>\nwer sich selbst vergisst, der findet,<br \/>\nwer verzeiht, dem wird verziehen,<br \/>\nund wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.<\/p>\n<p>aus der Zeitschrift \u201eLa Clochette, Frankreich, 1913<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dieser Seite werden Gebete und Texte ver\u00f6ffentlicht, die uns in unserer Arbeit begegnen und die auch f\u00fcr andere von Interesse sein k\u00f6nnen. 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