{"id":7029,"date":"2015-10-07T09:34:46","date_gmt":"2015-10-07T07:34:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?page_id=7029"},"modified":"2025-12-22T11:44:41","modified_gmt":"2025-12-22T10:44:41","slug":"buecher","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?page_id=7029","title":{"rendered":"B\u00fccher"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jakob Fr\u00fchmann, Cristina Yurena Zerr (Hg.): Brot und Gesetz brechen. Christlicher Antimilitarismus auf der Anklagebank<\/strong><br \/>\n<em>Mandelbaum Verlag, Wien 2021, 284 Seiten, \u20ac17,00<\/em><\/p>\n<p>Ordensschwestern, Gro\u00dfm\u00fctter, Priester oder Postangestellte, die in Milit\u00e4rbasen einbrechen, um gegen dort stationierte Atombomben zu protestieren und so Ver\u00e4nderungen globaler Gewaltverh\u00e4ltnisse zu fordern. Die Pflugscharbewegung wurde zum Symbol radikal christlicher und gewaltfreier Praxis. So etwa im deut\u00adschen B\u00fcchel, wo US\u00ad-Atomwaffen gelagert werden, oder in Kings Bay (USA), einer Basis f\u00fcr U\u00adBoote mit nuklearen Sprengk\u00f6pfen. An beiden Orten fanden 2018 Einbr\u00fcche statt, um mittels zivilem Ungehorsam gegen die Gewalt und Autorit\u00e4t des Staates Widerstand zu leisten \u2013 die Konsequenz waren Prozesse und mehrj\u00e4h\u00adrige Haftstrafen.<br \/>\nDas Buch gibt die bemerkenswerten Abschlusspl\u00e4doyers der angeklagten Aktivist*innen wieder und versam\u00admelt Beitr\u00e4ge zur Frage von Abr\u00fcstung von unten, zur Geschichte christlich-\u00adantimilitaristischen Widerstands und zu blinden Flecken in der Linken. Es liefert in Zeiten zunehmender Aufr\u00fcstung Impulse f\u00fcr eine neue Friedensbewegung fernab b\u00fcrgerlicher Religiosit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Helmut Kurz: In Gottes Wahrheit leben. Religi\u00f6se Kriegsdienstverweigerer im Zweiten Weltkrieg<\/strong><br \/>\n<em>Donat-Verlag, Bremen 2020, 320 Seiten, \u20ac19,95<\/em><\/p>\n<p>Es gibt B\u00fccher, die an die Nieren gehen. Sie f\u00fchren uns vor Augen, wozu Menschen f\u00e4hig sind. Im Guten wie im Schlechten. \u201eKrieg ist etwas, das nicht mehr sein darf!\u201c \u2013 forderte Hans Paasche schon vor dem Ersten Weltkrieg. Doch nicht der Frieden, sondern der Krieg galt den meisten Deutschen, vor allem den Eliten, als Ernstfall. Gewaltdenken, Schwertglauben und der Wille, die Welt zu beherrschen, zeugten Tod, Elend, Mord, Zerst\u00f6rung und unermessliches Leid. Ein Weltkrieg hat vielen unserer Vorfahren nicht gereicht. Der Botschaft des \u201eNie wieder Krieg!\u201c zu folgen, waren sie nicht bereit. Unz\u00e4hlige Menschen sind davon betroffen gewesen. Nicht zuletzt jene, die aus religi\u00f6sen, humanen oder politischen Gr\u00fcnden \u201eNein!\u201c sagten und im Zweiten Weltkrieg den Kriegsdienst verweigerten. Ihr Schicksal und Verm\u00e4chtnis in Erinnerung zu rufen, verdeutlicht uns besonders eindringlich, wohin Militarismus und Nationalismus, Juden- und Fremdenhass f\u00fchren, wenn ihnen nicht rechtzeitig, entschieden und kraftvoll Einhalt geboten wird. \u201eIn Gottes Wahrheit leben\u201c \u2013 so der Titel eines neuen Buches von Helmut Kurz \u00fcber die Kriegsdienstverweigerung im Zweiten Weltkrieg \u2013 stellt uns weitgehend unbekannte Widerst\u00e4ndige vor. Sie gingen sehenden Auges in den Tod, wollten nicht schuldig werden und hielten an dem T\u00f6tungsverbot des christlichen Glaubens fest. Von der Milit\u00e4rjustiz verurteilt und zumeist hingerichtet, waren sie zuversichtlich, das Richtige zu tun und gottgef\u00e4llig zu handeln. Wer ihre Abschiedsbriefe liest, wird nicht unber\u00fchrt bleiben von einer Haltung, die Respekt und Achtung, ja Bewunderung abverlangt. Was aber haben Michael Lerpscher, Richard Reitsamer, Vinzenz Schaller oder Leander Josef Zrenner veranlasst, ihrem Gewissen treu zu bleiben? Und was genau haben Franz J\u00e4gerst\u00e4tter, Wilhelm Kempa oder Hermann St\u00f6hr bewogen, Hitler die Gefolgschaft zu verwehren und lieber selber zu sterben als andere in verbrecherischen Kriegen zu t\u00f6ten? Es sind ersch\u00fctternde Zeugnisse von Mut, Wahrhaftigkeit, Gottvertrauen und dem Festhalten an christlichen Grundwerten. Die gro\u00dfen Kirchen, f\u00fcr einen \u201egerechten Krieg\u201c und Gehorsam gegen\u00fcber der Obrigkeit predigend, lie\u00dfen sie allein. Ne[1]ben bekanntem Material sind erstmals Dokumente wie Briefe, Fotos und weitere pers\u00f6nliche Zeugnisse ver\u00f6ffentlicht. Des Weiteren sind in einem Kapitel die Mechanismen und Ma\u00dfnahmen der Wehrmachtsjustiz beschrieben. Ebenso ist der Weg nachgezeichnet, wie nach langem Vergessen die einstmals diskriminierten und verfemten \u201eDr\u00fcckeberger\u201c, Feiglinge\u201c und \u201eWehrkraftzersetzer\u201c zu Vorbildern geworden sind und viele von ihnen heute in den Kirchen als M\u00e4rtyrer gelten. Ein Buch, das noch immer weit verbreitete Vorurteile widerlegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Markus A. Weingardt (hg.): Warum schl\u00e4gst du mich? Gewaltlose Konfliktbearbeitung in der Bibel. Impulse und Ermutigung<\/span><\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 2015,\u00a0224 Seiten,<\/span><\/span><strong><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/span><\/strong><em style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 14px; line-height: 22.4px; text-align: justify;\">\u20ac19,99<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Angst, Gier, Rache, Terror &#8230; heutige Gewaltursachen, ob zwischen Menschen oder Staaten,\u00a0sind der Bibel keineswegs fremd. Doch schon vor Jahrtausenden gab es\u00a0Alternativen, und sie sind von erstaunlicher Aktualit\u00e4t. Von Abraham \u00fcber Jakob oder den Propheten Oded zu Jesus und der Ehebrecherin: Die Bibel birgt eine F\u00fclle von Erz\u00e4hlungen, in denen die \u00bb\u00fcblichen\u00ab Kon\ufb02iktdynamiken gewaltlos durchbrochen werden. Nicht naiv und weltfremd, sondern kreativ und konstruktiv.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Dieses Buch versammelt unterschiedlichste Auslegungen zu solchen, oft wenig beachteten biblischen \u00dcberlieferungen. So vielf\u00e4ltig wie die Beispiele sind die Autorinnen, Autoren und ihre Gedanken. Es ist eine Fundgrube an spannenden Interpretationen: Anregend, ermutigend, lehrreich und hoch aktuell!<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Manfred Scheuer: Wider den kirchlichen Narzissmus. Ein spirituell-politisches Pl\u00e4doyer<\/span><\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2015,\u00a0208 Seiten,<\/span><\/span><strong><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/span><\/strong><em style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 14px; line-height: 22.4px; text-align: justify;\">\u20ac19,95<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"border: 0px; margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; font-size: 14px; background: transparent;\"><span style=\"border: 0px; margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; font-family: verdana, geneva, sans-serif; background: transparent;\">Bischof Manfred Scheuer, Pr\u00e4sident von Pax Christi \u00d6sterreich, richtet in seinem neuen\u00a0Buch die Aufmerksamkeit auf die Brennpunkte \u00f6ffentlicher Auseinandersetzung, in denen Christinnen und Christen mit ihren Antworten gefragt sind.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"border: 0px; margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; font-size: 14px; background: transparent;\"><span style=\"border: 0px; margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; font-family: verdana, geneva, sans-serif; background: transparent;\">Das erste Kapitel widmet sich Migrationsbewegungen: h\u00f6chst aktuell. Bischof Manfred nimmt Bezug auf\u00a0 Papst Franziskus. Ein\u00a0Wandel der Einstellung aller gegen\u00fcber Migranten und Fl\u00fcchtlingen sei notwendig:\u00a0&#8222;der \u00dcbergang von einer Haltung der Verteidigung und der Angst, des Desinteresses oder der Ausgrenzung \u2013 was letztlich genau der &#8218;Wegwerf \u2013 Mentalit\u00e4t&#8216; entspricht \u2013 zu einer Einstellung,\u00a0deren Basis die Kultur der Begegnung&#8216; ist\u201c (11). Fremdenfeindlichkeit h\u00e4nge mit negativen Lebensentw\u00fcrfen zusammen: \u201eAlles, was im Gegensatz zum Eigenen, Nahen,\u00a0Bekannten, Gewohnten und Vertrauten steht, ist dann nicht geheuer und wird als Bedrohung erfahren.\u201c (12)<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"border: 0px; margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; font-size: 14px; background: transparent;\"><span style=\"border: 0px; margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; font-family: verdana, geneva, sans-serif; background: transparent;\">Auf dem biblischen\u00a0Hintergrund des Postulates der Gastfreundschaft betont Bischof Manfred: \u201eEuropa darf sich nicht in Form einer Festung in seinem Wohlstand abkapseln, sondern soll in der Lage sein, den Austausch von Gaben mit anderen Regionen der Erde besser voranzutreiben und seinen Beitrag zu Gerechtigkeit und Frieden zu leisten.\u201c(16) Er kritisiert auch das in den letzten Jahren entstandene B\u00fcndel von Ma\u00dfnahmen, welche den Zugang von Fremden Drittstaaten in die EU m\u00f6glichst zu verhindern, zudem eine \u201eSperrhaltung gegen alles Fremde, grunds\u00e4tzliches Misstrauen, eine grunds\u00e4tzliche Abwehrreaktion. (\u2026)\u00a0Wer keine Hiesiger ist, gilt als suspekt&#8220;.(21)<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"border: 0px; margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; font-size: 14px; background: transparent;\"><span style=\"border: 0px; margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; font-family: verdana, geneva, sans-serif; background: transparent;\">Was es brauche, sei eine Spiritualit\u00e4t des Friedens, eine Abr\u00fcstung des Denkens:\u00a0\u201eEine Spiritualit\u00e4t des Friedens muss an die Wurzeln von Konflikten und Kriegen gehen.\u201c (35)<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"border: 0px; margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; font-size: 14px; background: transparent;\"><span style=\"border: 0px; margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; font-family: verdana, geneva, sans-serif; background: transparent;\">Nicht zuletzt betont Bischof Manfred Scheuer: \u201eZum G\u00f6tzen kann auch das Sicherheitsbed\u00fcrfnis werden, z.B. wenn von der R\u00fcstung ein hohes Ma\u00df an Intelligenz absorbiert, Kapital gebunden und damit indirekt ein Krieg gegen die Armen gef\u00fchrt wird.\u201c (37)<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><strong>Walter Wink: Die Verwandlung der M\u00e4chte.\u00a0<span id=\"productTitle\" class=\"a-size-large\">Eine Theologie der Gewaltfreiheit<\/span><\/strong><br \/>\n<em>Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2014,\u00a0172 Seiten,\u00a0\u20ac19,95\u00a0 <\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Starke \u201eM\u00e4chte und Gewalten\u201c strukturieren unser allt\u00e4gliches Handeln: Sie begegnen uns in den Schulen, Krankenh\u00e4usern, Einkaufszentren, usw. Alle Organisationen, Institutionen und Systemen unserer kapitalistisch gepr\u00e4gten Gesellschaft sind von der Logik der Herrschaft durchdrungen.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Zu ihrer Legitimation bedient sich das Herrschaftssystem des Mythos der erl\u00f6senden Gewalt: Er suggeriert <em>\u201edass Gewalt rettet, dass Krieg Frieden bringt, dass Macht Recht schafft\u201c<\/em>. Dieser Mythos ist tief in unserer Kultur verankert und wird in der Erziehung und in allen Medien permanent vermittelt. Auch der christlichen Kirchen und der christlichen Botschaft hat er sich bem\u00e4chtigt.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Jesu Lehre von der Gewaltfreiheit will jedoch eine fundamentale Abkehr von der Logik der Herrschaft: Sie will nicht eine Herrschaft durch eine andere, gerechtere Herrschaft ersetzen, sondern skizziert im Bild vom \u201eReich Gottes\u201c auf Erden eine herrschaftsfreie Ordnung. <em>\u201eWeil die wirtschaftliche Ungleichheit die Grundlage von Herrschaft ist, zielt das Evangelium Jesu auf Gleichheit ab. Rang, Status und soziale Klasse basieren gro\u00dfenteils auf der durch angeh\u00e4uften Reichtum erworbene Macht.\u201c<\/em> Folglich sei es ein christlicher Grundauftrag <em>\u201edie wirtschaftliche Ausbeutung der Vielen durch die Wenigen zu beenden.\u201c<\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Das Buch des 2012 verstorbenen US-amerikanischen Theologen Walter Wink ist nicht nur theoretisch spannend und herausfordernd. Wink reflektiert darin auch seine pers\u00f6nlichen praktischen Erfahrungen im Umgang mit Gewaltsystemen in Chile und in S\u00fcdafrika. Ein wahrhaft inspirierendes Buch!<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><strong>Uwe Schneidewind, Angelika Zahrnt: Damit gutes Leben einfacher wird. Perspektiven einer Suffizienzpolitik<\/strong><\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><em>Oekom Verlag, M\u00fcnchen 2013, 271 Seiten, <\/em><\/span><\/span><em style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 14px; line-height: 22.4px; text-align: justify;\">\u20ac<\/em><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><em>12,95<\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Einschr\u00e4nken, ma\u00dfhalten, verzichten \u2013 das sind in der Politik verbotene Begriffe. Dabei ist eigentlich allen klar, dass es ein Weiter-so nicht geben kann. Ungebremstes, unbegrenztes Wirtschaftswachstum wird die Erde nicht mehr lange verkraften. Es ist verantwortlich f\u00fcr Klimawandel, Ressourcenknappheit, Nahrungsmittelkrise. Die Probleme sind von der Wissenschaft benannt und der Politik bekannt, dennoch scheut man die Konsequenzen.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Die beiden Autoren versuchen einen neuen Begriff in die Debatte einzuf\u00fchren: die Suffizienz. Das bedeutet so viel wie &#8222;ausreichen&#8220; und fragt, wie viel braucht man eigentlich, um ein gutes Leben zu f\u00fchren. Die Antwort der Sozialwissenschaften ist eindeutig: Sind die Grundbed\u00fcrfnisse wie Essen, Gesundheit und Wohnen befriedigt, f\u00fchren steigendes Wirtschaftswachstum und h\u00f6heres Einkommen kaum noch zu einer Steigerung der Zufriedenheit. Wohlbefinden und materieller Wohlstand sind also nicht aneinandergekoppelt.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Uwe Schneidewind und Angelika Zahrnt pl\u00e4dieren f\u00fcr ein entsprechendes Umdenken in allen Politikfeldern und f\u00fcr eine andere Form des Wirtschaften. Ihr Leitbild ist ein verantwortungsbewusster Kapitalismus. Sie glauben also, dass die innere Logik des Kapitalismus durch alternatives Verhalten der KonsumentInnen korrigiert werden kann. Systemimmanente Kr\u00e4fte, die den Kapitalismus zu immer mehr Wachstum, Ungleichheit und Umweltzerst\u00f6rung treiben, halten sie f\u00fcr \u00fcberwindbar. Das erscheint doch sehr optimistisch. Dennoch: Ein sinnvoller Denkansto\u00df f\u00fcr ein besseres Leben.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jakob Fr\u00fchmann, Cristina Yurena Zerr (Hg.): Brot und Gesetz brechen. 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Die Pflugscharbewegung wurde zum Symbol radikal christlicher und gewaltfreier Praxis. &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.paxchristi.at\/?page_id=7029\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eB\u00fccher\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":6308,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":"","_mc_calendar":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/7029"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7029"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/7029\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10733,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/7029\/revisions\/10733"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6308"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}