{"id":8275,"date":"2018-08-16T13:44:59","date_gmt":"2018-08-16T11:44:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?page_id=8275"},"modified":"2026-03-27T16:25:13","modified_gmt":"2026-03-27T15:25:13","slug":"meinung-leserbriefe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?page_id=8275","title":{"rendered":"Leserbriefe"},"content":{"rendered":"<p>Auf der Leserbriefseite der Pax Christi-Homepage werden zugesandte Leserbriefe und Statements von Mitgliedern und Sympathisanten ver\u00f6ffentlicht. Damit soll das Engagement f\u00fcr eine \u00f6ffentliche Meinungsbildung unterst\u00fctzt werden.<br \/>Die Leserbriefe m\u00fcssen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion entsprechen.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Kommentar &#8222;auferstehung einer toten friedensbewegung&#8220; von Gerhard Bila<\/strong><\/p>\r\n<p><a href=\"https:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Artikel-gegen-Militarisieurng-Diakon-Bila-Maerz-2026.pdf\">https:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Artikel-gegen-Militarisieurng-Diakon-Bila-Maerz-2026.pdf<\/a><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Leserbrief &#8222;F\u00fcr eine Welt ohne Bombe&#8220; von Mag. Dieter Kurz, 13.10.2024<\/strong><\/p>\r\n<p>Der Friedensnobelpreis 2024 f\u00fcr die japanische Basisbewegung Nihon<br \/>Hidankyo und das Friedensmuseum in Hiroshima, die sich f\u00fcr ein<br \/>weltweites Verbot von Atomwaffen einsetzen, ist sehr zu begr\u00fc\u00dfen und<br \/>leider auch \u00fcberaus aktuell angesichts neuer atomarer Aufr\u00fcstungspl\u00e4ne<br \/>in Ost und West nach der K\u00fcndigung des INF Vertrags 2019 durch die USA<br \/>und Russland. Der INF Vertrag von 1987 zwischen Gorbatschow und Reagan<br \/>verlangte den Abbau und die Entsorgung von Kurz-und<br \/>Mittelstreckenraketen mit Atomsprengk\u00f6pfen in Europa. 2.692 St\u00fcck wurden<br \/>in den Folgejahren auch tats\u00e4chlich aus den Arsenalen entfernt und<br \/>vernichtet.<br \/><br \/>Aber Vertrauensbildung, Abr\u00fcstungsabkommen und R\u00fcstungskontrolle, zu<br \/>denen sich die Atomm\u00e4chte im Atomwaffensperrvertrag (Artikel VI)<br \/>verpflichtet haben, sind derzeit abgemeldet, So erstaunt es nicht,dass<br \/>die &#8222;Weltuntergangsuhr&#8220; des &#8222;Bulletin of Atomic Scientists&#8220;,die die<br \/>Gefahren durch Atomwaffen und weitere internationale Krisen anzeigt,<br \/>seit 2023 90 Sekunden vor Mitternacht anzeigt, was die Pr\u00e4sidentin der<br \/>Vereinigung,Rachel Bronson, mit &#8222;so kurz vor einer globalen Katastrophe,<br \/>wie noch nie&#8220; erkl\u00e4rte.<br \/><br \/>Diese symbolische Uhr will wachr\u00fctteln und den Einsatz f\u00fcr eine<br \/>sicherere und lebenswertere Welt st\u00e4rken. Lesetipp zum Thema: John<br \/>Hersey: &#8222;Hiroshima&#8220;,2023 , eine neue deutsche Ausgabe<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>H\u00f6rerbrief zur Sendung &#8222;Punkt Eins&#8220; vom 18.04.2024 von Peter \u00d6fferlbauer<\/strong><\/p>\r\n<div dir=\"ltr\" data-setdir=\"false\">Leider hat der Iran mit dem Beschuss Israels die Chance vertan, durch den Gang zum Internat. Gerichtshof wegen des Beschusses seines Botschaftsareals den Konflikt auf eine andere Ebene zu heben.<\/div>\r\n<div dir=\"ltr\" data-setdir=\"false\">Wenn man sah, wie zuwider es Israel war durch S\u00fcdafrika wegen Genozids vor den IGH gezogen zu werden, l\u00e4sst sich leicht sehen, wie der Iran auch hier moralisch h\u00e4tte punkten k\u00f6nnen.\u00a0\u00a0<\/div>\r\n<div dir=\"ltr\" data-setdir=\"false\">Aber leider wird diese Alternative LAW NOT WAR weder in den Medien, noch sonst in der \u00f6ffentlichen Diskussion und leider auch in Ihrer Diskussion nicht in Erw\u00e4gung gezogen. Warum nur ausschlie\u00dflich dieses reflexhafte Denken in gewaltsamer Vergeltung &#8211; und das in aller \u00d6ffentlichkeit ?<\/div>\r\n<div dir=\"ltr\" data-setdir=\"false\">Das w\u00e4re doch die einzige zivilisierte Alternative!<\/div>\r\n<div dir=\"ltr\" data-setdir=\"false\">\u00a0<\/div>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Leserbrief zu &#8222;Atomwaffen bringen keine Sicherheit&#8220; vom 01.03.2024 von Mag. Dieter Kurz<\/strong><\/p>\r\n<p>Sie\u00a0bringen\u00a0nicht\u00a0nur\u00a0keine\u00a0Sicherheit,\u00a0sondern<br \/>gef\u00e4hrden\u00a0unser\u00a0\u00dcberleben\u00a0auf\u00a0extreme\u00a0Weise.\u00a0Die\u00a0&#8222;Atomuhr&#8220;\u00a0der\u00a0&#8222;Physiker<br \/>gegen\u00a0einen\u00a0Atomkrieg&#8220;\u00a0steht\u00a0derzeit-\u00a0wie\u00a0schon\u00a0im\u00a0Krisenjahr\u00a01962-auf<br \/>90\u00a0Sekunden\u00a0vor\u00a0Zero.<br \/><br \/>Leider\u00a0wird\u00a0dieses\u00a0Thema\u00a0in\u00a0den\u00a0Medien\u00a0wenig\u00a0aufgegriffen\u00a0oder\u00a0unkundig<br \/>verharmlost.\u00a0Nach\u00a0Noam\u00a0Chomsky\u00a0ist\u00a0die\u00a0fortdauernde\u00a0atomare<br \/>&#8222;Modernisierung&#8220;\u00a0neben\u00a0den\u00a0Folgen\u00a0des\u00a0Klimawandels\u00a0die\u00a0gr\u00f6\u00dfte<br \/>Herausforderung\u00a0f\u00fce\u00a0das\u00a0\u00dcberleben\u00a0der\u00a0n\u00e4chsten\u00a0Generationen.\u00a0Die<br \/>Nachr\u00fcstung\u00a0mit\u00a0Mittelstreckenraketen\u00a0in\u00a0Europa\u00a0war\u00a0in\u00a0den\u00a080er\u00a0Jahren<br \/>das\u00a0Hauptmotiv\u00a0f\u00fcr\u00a0das\u00a0Entstehen\u00a0einer\u00a0starken\u00a0Friedensbewegung.\u00a0Die<br \/>Gef\u00e4hrdungslage\u00a0ist\u00a0heute\u00a0wieder\u00a0gegeben\u00a0und\u00a0sollte\u00a0neuerlich\u00a0eine<br \/>starke\u00a0zivile\u00a0Freidensbewegung\u00a0erm\u00f6glichen\u00a0und\u00a0motivieren.<br \/><br \/>Ein\u00a0Hoffnungszeichen\u00a0ist\u00a0der\u00a0Atomwaffenverbotsvertrag,\u00a0den\u00a0bisher\u00a093<br \/>Staaten\u00a0unterzeichnet\u00a0haben.\u00a0Zu\u00a0den\u00a0Unterzeichnerstaaten\u00a0innerhalb\u00a0der<br \/>EU\u00a0geh\u00f6ren\u00a0ausschlie\u00dflich\u00a0neutrale\u00a0Staaten(\u00d6sterreich,\u00a0Irland,\u00a0Malta).<br \/>Die\u00a0Mitgliedschaft\u00a0im\u00a0transatlantischen\u00a0NATO\u00a0B\u00fcndnis\u00a0verhindert\u00a0offenbar<br \/>einen\u00a0Beitritt.<br \/><br \/>Papst\u00a0Franziskus\u00a0betont\u00a0immer\u00a0wieder,\u00a0dass\u00a0schon\u00a0die\u00a0Herstellung\u00a0und<br \/>Stationierung\u00a0dieser\u00a0Massenvernichtungswaffen\u00a0ein\u00a0lebensfeindliches<br \/>Verbrechen\u00a0darstellt.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Leserbrief zur Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs vom 07.07.2023 von Mag. Dieter Kurz<\/strong><\/p>\r\n<p>Es ist schon ein starkes St\u00fcck, wenn NEOS-Mitbegr\u00fcnder Veit Dengler in seiner Glosse \u00fcber KI und Jobs die \u00f6sterreichische Neutralit\u00e4t ver\u00e4chtlich mit Mozartkugeln und Lippizanern als \u00fcberholtes Traditionsgut gleichsetzt.<\/p>\r\n<p>Wer, wenn nicht ein neutraler Staat, kann die Funktion eines Pufferstaats zwischen Milit\u00e4rbl\u00f6cken \u00fcbernehmen, Gastgeberrollen bei Verhandlungen und Sicherheitskonferenzen \u00fcbernehmen und Vermittlert\u00e4tigkeiten anbieten? So hat das neutrale \u00d6sterreich z.B. die f\u00fcr die \u00dcberwindung des &#8222;Kalten Krieges&#8220; wichtigen Helsinki-Vertr\u00e4ge 1975 mit auf den Weg gebracht und war Gastgeber der Verhandlungen der Atomenergiebeh\u00f6rde mit dem Iran. 2017 stimmten 123 UNO Staaten, darunter der Vatikan, f\u00fcr die \u00c4chtung und Abschaffung der Atomwaffen. Das neutrale \u00d6sterreich hat diesen Vertrag 2021 ratifiziert, was keinem NATO Land erm\u00f6glicht wurde.<\/p>\r\n<p>Die gro\u00dfen Krisen unserer Gegenwart erfordern globale Zusammenarbeit und gemeinsame L\u00f6sungen, die nur m\u00f6glich werden, wenn Vertrauen jenseits milit\u00e4risch gest\u00fctzter Machtbl\u00f6cke aufgebaut werden kann. Deshalb halte ich eine aktive Neutralit\u00e4tspolitik f\u00fcr besonders zeitgem\u00e4\u00df und notwendig, wenn wir das Risiko eines dritten gro\u00dfen Krieges verringern\/vermeiden wollen.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Leserbrief zu \u00d61 Praxis Spezial vom 3.5.2023 von Peter \u00d6fferlbauer<\/strong><\/p>\r\n<p>Sie haben heute ausf\u00fchrlich auch die M\u00f6glichkeiten er\u00f6rtert, dass Kriegsverbrechen vor Gericht kommen.\u00a0<\/p>\r\n<p>Leider kann das im heutigen Kontext als einseitig propagandistisch aufgefasst werden ohne Erw\u00e4hnung zB der US-Kriegsverbrechen im Irak. Immerhin hat die SZ v. 18.2.23 einen 2-Spalter zum Irak: &#8222;Krieg ohne S\u00fchne&#8220;.<\/p>\r\n<p>Ich denke, Sie sind glaubw\u00fcrdiger, wenn Sie fordern: gleiches Recht f\u00fcr alle Kriegsverbrecher. Sonst bleibt es leider beim Recht des St\u00e4rkeren&#8230;des Westens.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Leserbrief\u00a0 &#8222;Mangelnder Friedenswille&#8220; vom 14.3.2023 an die Kleine Zeitung von Franz S\u00f6lkner<\/strong><\/p>\r\n<p>Am aktuellen Friedenswillen Putins darf man zweifeln. Aber der fehlt auch auf Seite des Westens. W\u00e4ren die USA als westliche F\u00fchungsmacht ernsthaft friedenswillig, so w\u00fcrden sie dem Kreml anbieten: Sofortiger Stopp der Waffenlieferungen und der Sanktionen gegen einen sofortigen Waffenstillstand und anschlie\u00dfenden Friedensverhandlungen. Das abzulehnen w\u00fcrde Putin bei seinem eigenen Volk und international in Rechtferigungsnotstand bringen. Passiert aber nicht, weil offensichtlich die USA in der Ukraine einen Stellvertreter-Krieg um die Wirtschaftshegemonie im rohstoffreichen nordosteurop\u00e4isch-nordasiatischen Raum f\u00fchren. Und wie die in den Himmel schie\u00dfenden Aktiengewinne der westlichen R\u00fcstungskonzerne zeigen, l\u00e4sst sich daran auch ebenso pr\u00e4chtig verdienen, wie mit dem dann notwendigen Wiederaufbau des zerst\u00f6rten Landes.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Leserbrief vom 14.3.2023 an die O\u00d6Nachrichten zur Rede von Bundeskanzler Nehammer von Hans Riedler\u00a0<\/strong><\/p>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">Herr Bundeskanzler, welche zum \u00dcberleben dringend erforderlichen Sozialleistungen wollen Sie armutsgef\u00e4hrdeten Menschen, die nicht bei uns in \u00d6sterreich geboren sind, noch k\u00fcrzen oder wegnehmen? Au\u00dferdem: Kennen Sie die derzeit geltenden gesetzlichen Bestimmungen? Ich m\u00f6chte Sie daran erinnern und berichtigen:<\/p>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\"><i>\u201e<\/i><i>EU- bzw. EWR-B\u00fcrger*innen haben in \u00d6sterreich dann einen uneingeschr\u00e4nkten Anspruch auf die Sozialhilfe, fr\u00fcher Mindestsicherung, wenn sie sich als\u00a0Arbeitnehmer*innen\u00a0in \u00d6sterreich aufhalten\u201c \u2013\u00a0<\/i>und nicht erst nach 5 Jahren<i>.<\/i><i><\/i><\/p>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">Die<i>\u00a0\u201eorganisierte Kriminalit\u00e4t\u201c<\/i>\u00a0k\u00f6nnen Sie mit ihren Pl\u00e4nen nicht\u00a0<i>\u201ezerst\u00f6ren\u201c.<\/i>\u00a0Ihnen geht es in erster Linie auch nicht darum, sondern Sie erwarten sich, durch die Ank\u00fcndigung dieser unmenschlichen Ma\u00dfnahmen den Freiheitlichen Stimmen wegzunehmen. Das finde ich bedauerlich. W\u00e4ren Sie endlich bereit, \u00fcber die Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6gens- und Erbschaftssteuer zumindest zu diskutieren, k\u00f6nnten wir in Zukunft mit Leichtigkeit allen in \u00d6sterreich lebenden Menschen ein menschenw\u00fcrdiges Leben erm\u00f6glichen. Ich gebe die Hoffnung noch immer nicht auf!<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Leserbrief vom 14.12.2022 an die O\u00d6Nachrichten von Dr. Meinrad Schneckenleithner<\/strong><\/p>\r\n<p>Ich teile die Einsch\u00e4tzung des Chefs der Energie-AG in den O\u00d6N vom 14.12.:\u00a0 &#8222;Die USA haben Interesse, dass weiter gek\u00e4mpft werde. Sie verdienen an Fl\u00fcssiggas, schw\u00e4chen Russland, verdienen am Aufr\u00fcsten und verhindern, dass Russland und Europa zusammenwachsen.&#8220; Der letzte Aspekt erscheint mir besonders wichtig. Ich kann mich noch erinnern wie in den 80er Jahren in Deutschland und \u00d6sterreich gegen die Aufstellung von US-amerikanischen Raketen (Pershing 2 und Marschflugk\u00f6rper) protestiert wurde, um in Mitteleuropa nicht Opfer eines vielleicht auch ungeplanten Atomwaffeneinsatzes zu werden. Jetzt, mit einem NATO-Beitritt der Ukraine, w\u00e4re die USA:Russland-Frontlinie um ca 2000 km nach Osten vorger\u00fcckt. Das kann niemand wollen der an Frieden in Europa interessiert ist. Es sei denn, er will R\u00fcstungsausgaben anfeuern und \u00fcber Energiepreise und Sanktionen den europ\u00e4ischen Rivalen schaden. Wir sollten am Ziel \u201aEin gemeinsamen Haus Europa\u2018 festhalten, auch wenn es den transatlantischen Playern nicht gef\u00e4llt!<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief vom 7.11.2022 mit dem Titel <strong>&#8222;Bedrohung durch Atomr\u00fcstung: Auch wir k\u00f6nnen ein bisschen Verantwortung \u00fcbernehmen&#8220;<\/strong> von Mag. Dieter Kurz<br \/><br \/>Rudi\u00a0Anschober\u00a0berichtet\u00a0in\u00a0&#8222;Wendepunkte&#8220;\u00a0vom\u00a06.11.\u00a0\u00fcber\u00a0die\u00a0zwei<br \/>mutigen\u00a0sowjetischen\u00a0Offiziere,\u00a0die\u00a0w\u00e4hrend\u00a0des\u00a0Kalten\u00a0Krieges\u00a0durch<br \/>eigenverantwortliches\u00a0Handeln\/Befehlsverweigerung\u00a0einen\u00a0Nuklearkrieg<br \/>verhindert\u00a0haben.<br \/><br \/>Dem\u00a0entspricht\u00a0die\u00a0Einsicht\u00a0des\u00a0Oberbefehlshabers\u00a0des\u00a0US<br \/>Atomwaffenarsenals\u00a01991-93\u00a0General\u00a0George\u00a0Lee\u00a0Butler,\u00a0die\u00a0er\u00a0in\u00a0einem<br \/>Aufruf,\u00a0dem\u00a0sich\u00a0weltweit\u00a060\u00a0Gener\u00e4le\/Admir\u00e4le\u00a0anschlossen,\u00a0so<br \/>formulierte:\u00a0&#8222;Wir\u00a0sind\u00a0im\u00a0Kalten\u00a0Krieg\u00a0dem\u00a0atomaren\u00a0Holocaust\u00a0nur\u00a0durch<br \/>eine\u00a0Mischung\u00a0aus\u00a0Sachverstand,Gl\u00fcck\u00a0und\u00a0g\u00f6ttlicher\u00a0F\u00fcgung\u00a0entgangen,<br \/>und\u00a0ich\u00a0bef\u00fcrchte,\u00a0das\u00a0Letztere\u00a0hatte\u00a0den\u00a0gr\u00f6\u00dften\u00a0Anteil\u00a0daran.\u00a0Seine<br \/>Schu\u00dffolgerung:\u00a0&#8222;Der\u00a0einzige\u00a0Weg\u00a0den\u00a0Atomkrieg\u00a0auf\u00a0lange\u00a0Sicht\u00a0zu<br \/>verhindern,\u00a0ist\u00a0die\u00a0v\u00f6llige\u00a0Beseitigung\u00a0von\u00a0Atomwaffen\u00a0und\u00a0ihre<br \/>v\u00f6lkerrechtliche\u00a0\u00c4chtung.&#8220;<br \/><br \/>Klingt\u00a0utopisch,\u00a0muss\u00a0es\u00a0aber\u00a0nicht\u00a0sein:\u00a02017\u00a0erkl\u00e4rten\u00a0123\u00a0UNO<br \/>Mitgliedsstaaten\u00a0die\u00a0v\u00f6lkerrechtliche\u00a0\u00c4chtung\u00a0der\u00a0Atomwaffen.\u00a0Dank<br \/>unserer\u00a0Neutralit\u00e4t\u00a0konnte\u00a0\u00d6sterreich\u00a02021-im\u00a0Gegensatz\u00a0zu\u00a0den\u00a0NATO<br \/>Staaten\u00a0und\u00a0den\u00a0neun\u00a0Atomm\u00e4chten-\u00a0diesen\u00a0\u00c4chtungsvertrag\u00a0ratifizieren.<br \/><br \/>Als\u00a0&#8222;Mayors\u00a0for\u00a0peace\/B\u00fcrgermeister\u00a0f\u00fcr\u00a0den\u00a0Frieden&#8220;\u00a0setzen\u00a0sich\u00a0heute<br \/>weltweit\u00a0etwa\u00a08200\u00a0Kommunen\u00a0f\u00fcr\u00a0eine\u00a0\u00c4chtung\u00a0dieser\u00a0Waffen\u00a0ein,\u00a0darunter<br \/>116\u00a0\u00f6sterreichische.\u00a0Und\u00a0das\u00a0kann\u00a0jede\/r\u00a0von\u00a0uns\u00a0machen:\u00a0Fragen\u00a0Sie<br \/>Ihren\u00a0B\u00fcrgermeister\/Ihre\u00a0B\u00fcrgermeisterin,\u00a0ob\u00a0er\/sie\u00a0sich\u00a0schon\u00a0dieser<br \/>Initiative\u00a0,\u00a0die\u00a0von\u00a0den\u00a0B\u00fcrgermeistern\u00a0von\u00a0Hiroshima\u00a0und\u00a0Nagasaki<br \/>ausgeht,\u00a0angeschlossen\u00a0haben!<br \/><br \/>N\u00e4heres:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.friedensakademie.at\/mayorsforpeace\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.friedensakademie.at\/mayorsforpeace<\/a><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief vom 19.10.2022 mit dem Titel &#8222;<strong>Die Notwendigkeit atomarer Abr\u00fcstung<\/strong>&#8220; von Mag. Dieter Kurz<br \/><br \/>&#8222;Der einzige Weg, den Atomkrieg auf lange Sicht zu verhindern, ist die v\u00f6llige Beseitigung von Atomwaffen und ihre v\u00f6lkerrechtliche \u00c4chtung.&#8220; So fasste der Oberbefehlshaber des US Atomwaffenarsenals von 1991-1993 General George Lee Butler seine Einsicht in einem Aufruf zusammen, dem sich weltweit 60 Gener\u00e4le\/Admir\u00e4le anschlossen.<br \/><br \/>&#8222;Wir sind im Kalten Krieg dem atomaren Holocaust nur durch eine Mischung aus Sachverstand, Gl\u00fcck und g\u00f6ttlicher F\u00fcgung entgangen, und ich bef\u00fcrchte, das Letztere hatte den gr\u00f6\u00dften Anteil daran.&#8220;<br \/><br \/>Inzwischen wehren sich zahlreiche Staaten und Kommunen gegen diese Ausrichtung auf Selbstzerst\u00f6rung. 2017 erkl\u00e4rten 123 UNO Mitgliedsstaaten die v\u00f6lkerrechtliche \u00c4chtung der Atomwaffen. Das neutrale \u00d6sterreich ratifizierte 2021 diesen \u00c4chtungsvertrag, im Gegensatz zu den NATO Staaten und den neun Atomm\u00e4chten.<br \/><br \/>Als &#8222;Majors for peace\/B\u00fcrgermeister f\u00fcr den Frieden&#8220; setzen sich etwa 8200 Kommunen weltweit f\u00fcr eine \u00c4chtung dieser Waffen ein, darunter 115 \u00f6sterreichische. Graz geh\u00f6rt noch nicht dazu, aber der Antrag ist schon eingebracht, dass sich das \u00e4ndert.<br \/><br \/><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief vom 28.04.2022 mit dem Titel &#8222;<strong>Ukrainekrieg und Atomr\u00fcstung<\/strong>&#8220; von Mag. Dieter Kurz<br \/><br \/>Wenn\u00a0der\u00a0Milit\u00e4rstratege\u00a0Gerald\u00a0Karner\u00a0eine\u00a0nukleare\u00a0Ausweitung\u00a0des<br \/>Ukrainekriegs\u00a0f\u00fcr\u00a0unwahrscheinlich\u00a0h\u00e4lt,\u00a0so\u00a0kann\u00a0man\u00a0nur\u00a0hoffen,\u00a0dass<br \/>seine\u00a0Einsch\u00e4tzung\u00a0realistisch\u00a0ist.<br \/><br \/>Jedenfalls\u00a0sollten\u00a0wir\u00a0die\u00a0folgenden\u00a0Fakten\u00a0nicht\u00a0verdr\u00e4ngen.\u00a0General<br \/>George\u00a0Lee\u00a0Butler,\u00a01991\u00a0bis\u00a01993\u00a0Oberbefehlshaber\u00a0des\u00a0gesamten\u00a0US<br \/>Atomwaffenarsenals,\u00a0in\u00a0einem\u00a0Aufruf,\u00a0dem\u00a0sich\u00a060\u00a0Gener\u00e4le\u00a0und\u00a0Admir\u00e4le<br \/>weltweit\u00a0anschlossen:\u00a0&#8222;Der\u00a0einzige\u00a0Weg,\u00a0den\u00a0Atomkrieg\u00a0auf\u00a0lange\u00a0Sicht\u00a0zu<br \/>verhindern,\u00a0ist\u00a0die\u00a0v\u00f6llige\u00a0Beseitigung\u00a0von\u00a0Atomwaffen\u00a0und\u00a0ihre<br \/>v\u00f6lkerrechtliche\u00a0\u00c4chtung&#8230;Wir\u00a0sind\u00a0im\u00a0Kalten\u00a0Krieg\u00a0dem\u00a0atomaren<br \/>Holocaust\u00a0nur\u00a0durch\u00a0eine\u00a0Mischung\u00a0von\u00a0Sachverstand,Gl\u00fcck\u00a0und\u00a0g\u00f6ttlicher<br \/>F\u00fcgung\u00a0entgangen,\u00a0und\u00a0ich\u00a0bef\u00fcrchte,\u00a0das\u00a0Letztere\u00a0hatte\u00a0den\u00a0gr\u00f6\u00dften<br \/>Anteil\u00a0daran.&#8220;<br \/><br \/>Der\u00a0v\u00f6lkerrechtlichen\u00a0\u00c4chtung\u00a0der\u00a0Atomwaffen\u00a0sind\u00a0wir\u00a0durch\u00a0den<br \/>Friedensnobelpreis\u00a02017\u00a0an\u00a0ICAN\u00a0(Intern.Kampagne\u00a0zur\u00a0Abschaffung\u00a0der<br \/>Nuklearwaffen)\u00a0und\u00a0einen\u00a0UN-Vertrag\u00a0\u00fcber\u00a0das\u00a0Verbot\u00a0von\u00a0Atomwaffen,\u00a0den<br \/>122\u00a0Nationen-ohne\u00a0die\u00a09\u00a0Atomm\u00e4chte-\u00a0aushandelten\u00a0und\u00a0der\u00a02021\u00a0von\u00a051<br \/>L\u00e4ndern,\u00a0darunter\u00a0\u00d6sterreich,\u00a0ratifiziert\u00a0wurde,\u00a0n\u00e4her\u00a0gekommen.\u00a0In<br \/>Europa\u00a0haben\u00a0den\u00a0Vertrag\u00a0nur\u00a0der\u00a0Vatikan,\u00a0San\u00a0Marino,Malta,\u00a0Irland\u00a0und<br \/>\u00d6sterreich\u00a0unterzeichnet-\u00a0also\u00a0keine\u00a0NATO\u00a0Staaten,\u00a0da\u00a0in\u00a0einigen\u00a0US<br \/>Atomwaffen\u00a0gelagert\u00a0werden.<br \/><br \/>Wir\u00a0k\u00f6nnen\u00a0uns\u00a0Abstumpfung\u00a0nicht\u00a0leisten,\u00a0es\u00a0geht\u00a0um\u00a0unser\u00a0aller\u00a0\u00dcberleben.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief vom 16.02.2022 mit dem Titel &#8222;<strong>Die \u00d6kos\u00fcnden der Digitalindustrie<\/strong>&#8220; von Mag. Dieter Kurz<br \/><br \/>Danke f\u00fcr den sehr informativen Artikel zu einem Thema, das die meisten<br \/>Medien kaum bringen. Genaueres dazu habe ich in &#8222;Le Monde<br \/>diplomatique&#8220;,Okt. 2021 erfahren: &#8220; Die Digitalindustrie verbraucht so<br \/>viel Wasser, Rohstoffe und Energie, dass ihr \u00f6kologischer Fu\u00dfabdruck 3x<br \/>so gro\u00df ist wie der von L\u00e4ndern wie Frankreich oder Gro\u00dfbritannien. Die<br \/>digitalen Technologien verbrauchen inzwischen 1\/10 des weltweit<br \/>erzeugten Stroms und sind f\u00fcr fast 4% des weltweiten CO2 Aussto\u00dfes<br \/>verantwortlich- knapp doppelt soviel wie der weltweite zivile<br \/>Luftverkehr&#8230;&#8220;<br \/><br \/>Hier gilt es also durch Information Bewusstsein zu schaffen, denn ohne<br \/>Druck von unten tut sich die Politik sehr schwer gegen die \u00fcberm\u00e4chtigen<br \/>IT Konzerne \u00f6kologische und soziale Ziele durchzusetzen.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>ORF &#8211; Journalpanorama vom 3.2.2022: Thema &#8218;<strong>Ukraine-Konflikt<\/strong>&#8218; von Dr. Peter \u00d6fferlbauer, Wels<\/p>\r\n<p>Werte Diskussionsrunde, ich habe mir diese \u00d61-Zusammenfassung der Veranstaltung der \u00d6st.Ges.f.Europapolitik angeh\u00f6rt &#8211; war das Gebotene die Zeit wert? Wurden Hintergr\u00fcnde oder Auswege geboten?<br \/>Wie Herr Sporrer bemerkte, ist die Krise bisher v.a. wochenlange bellicose Rhetorik und westliche Sanktionsdrohungen&#8230;<br \/>Wer einmal l\u00fcgt, dem glaubt man nicht, sagt die Volksweisheit. Obwohl die USA die gr\u00f6\u00dften Kriege der j\u00fcngeren Zeit mit ihren Kriegsl\u00fcgen von den Massenvernichtungswaffen und der Brutkastenlegende vom Zaum brachen, machen wieder alle unsere Medien vorbehaltslos mit, auch Sie in dieser Runde. (Inzwischen unterstellen die USA den Russen Videos mit Schauspielern von angeblichen ukrainischen \u00dcbergriffen zu drehen f\u00fcr einen fabrizierten Vorwand zum Eingreifen &#8211; ganz nach dem eigenen Vorbild der Brutkastenlegende.) Von der sog. Stiftung Wissenschaft und Politik verlangt Frau Major (nomen est omen?) vom Akademiker intellektuelle Redlichkeit, Ross und Reiter zu nennen. Tut sie das selber? &#8222;Souver\u00e4n oder nicht souver\u00e4n, Punkt&#8220;, bellt sie, ohne die 200-j\u00e4hrige Monroe-Doktrin zu erw\u00e4hnen samt den unz\u00e4hligen US-Interventionen in Lateinamerika, wo Cuba immer noch gepiesackt wird. Ist das redlich, sine ira et studio, oder Propaganda?<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief von Dieter Kurz mit dem Titel &#8222;<strong>Nachhaltige Atomenergie?<\/strong>&#8222;, ver\u00f6ffentlicht am 16. Dezember 2022<br \/><br \/>Wenn Ursula von der Leyen Atomenergie als &#8222;nachhaltig&#8220; und deshalb mit<br \/>EU-Geldern f\u00f6rdernswert bezeichnet und die neue niederl\u00e4ndische<br \/>Regierung neue AKWs bauen will, so zeigt das nur die Effektivit\u00e4t der<br \/>Lobbyarbeit dieser immer noch finanziell \u00e4u\u00dferst potenten Industrie.<br \/>Hier setzt sich die Spitzenpolitik \u00fcber alle moralischen Grunds\u00e4tze<br \/>hinweg. Tschernobyl und Fukushima haben doch l\u00e4ngst bewiesen, dass diese<br \/>Technologie nicht wirklich beherrschbar ist und eine Endlagerung des<br \/>strahlenden Abfalls nur eine immense Belastung zuk\u00fcnftiger Generationen<br \/>bedeutet. Wo bleiben bei solchen Entscheidungen die in Sonntagsreden so<br \/>oft beschworenen &#8222;europ\u00e4ischen Werte&#8220;?<br \/><br \/>Kein Wunder, dass das Vertrauen breiter Bev\u00f6lkerungsschichten in die<br \/>politischen Repr\u00e4sentanten zunehmend schwindet.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief von Kaplan Franz Sieder mit dem Titel &#8222;Ist Impfverweigerung eine S\u00fcnde?&#8220;, ver\u00f6ffentlicht am 1. Dezember 2021<\/p>\r\n<p>\u00a0Grunds\u00e4tzlich muss ich sagen, dass die Impfverweigerung eine S\u00fcnde ist. Sie ist deshalb eine S\u00fcnde, weil sie eine Verletzung der Liebe ist. Jede und jeder, der \/ die sich nicht impfen l\u00e4sst, muss sich bewusst sein, dass unser Gesundheitssystem schon zusammen gebrochen w\u00e4re, wenn alle Impfverweigerer\/Impfverweigerinnen w\u00e4ren. Die Spit\u00e4ler k\u00f6nnen niemand mehr aufnehmen. Sich nicht impfen lassen, ist daher egoistisch und die Verweigerer\/Verweigerinnen haben keine Sensibilit\u00e4t f\u00fcr das Leid anderer Menschen. Es ist auch ein Grundsatz der christlichen Moral, dass das Gemeinwohl Vorrang hat vor privaten Interessen. Eine S\u00fcnde begehe ich nicht nur dann, wenn ich ein Gebot oder eine Vorschrift \u00fcbertrete. <strong>Wir s\u00fcndigen sogar mehr durch das, was wir nicht tun als durch das, was wir tun. <\/strong>Wenn ich Mitverursacher \/ Mitverursacherin bin, dass das Gesundheitssystem zusammenbricht und tausende Menschen sterben, dann ist das lieblos und s\u00fcndhaft. Der Theologe Johannes Baptist Metz sagt: \u201eS\u00fcnde ist nichts anderes als die Verweigerung der Menschen, am Leid der anderen Anteil zu nehmen.\u201c<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief von Peter \u00d6fferlbauer zu einem Beitrag des \u00d61 Mittagsjournal, ver\u00f6ffentlicht am 26. November 2021<\/p>\r\n<p>Sehr geehrter Herr Hazivar,<\/p>\r\n<p>das BH stockt also seine Ausbildung der Streitkr\u00e4fte von Mali auf, obwohl diese von der EU ausgebildeten k\u00fcrzlich 2x geputscht haben, obwohl diese lt. ACLED mehr Zivilisten get\u00f6tet haben als die Djihadisten, die sie zu bek\u00e4mpfen vorgeben.\u00a0<\/p>\r\n<p>Es gibt also Parallelen zu Afghanisten, aus denen man lernen sollte.<\/p>\r\n<p>Als die Kooperation Malis mit der S\u00f6ldnertruppe Wagner bekannt wurde, hat sogar die deutsche Verteidigungsministerin den Mali-Einsatz infrage gestellt.<\/p>\r\n<p>Insofern kann ich den heutigen Journalbeitrag nicht als kritisch oder ausgeglichen empfinden. H\u00e4tte nicht AUCH jemand aus nicht-milit\u00e4rischer Sicht geh\u00f6rt werden sollen? aus der Friedensforschung?<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">Leserbrief von Hans Riedler zu Corona, ver\u00f6ffentlicht Mitte November 2021<\/p>\r\n<p>\u201eMeine Freiheit \u2013 deine Freiheit\u201c \u201eFreiheit\u201c &#8211; kaum ein Begriff wird in Zeiten wie diesen so strapaziert wie dieser, vor allem von den Impfgegnern. Sie vergessen dabei aber leider auf ihre Wegbegleiter, auf ihre Familienmitglieder, ihre Freund*innen und Arbeitskolleg*innen, ja auf alle, die dadurch in ihrem Recht auf Unversehrtheit massiv eingeschr\u00e4nkt werden k\u00f6nnen. Immanuel Kant, einer der bekanntesten Philosophen der Aufkl\u00e4rung des 18. Jhdt., formulierte dies mit folgenden klaren Worten: \u201eDie Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt, sie hat ihre Grenze in der Freiheit der anderen\u201c \u2013 das hei\u00dft f\u00fcr mich frei \u00fcbersetzt, \u201emeine Freiheit endet dann, wenn durch mein Verhalten die Freiheit meiner Mitmenschen eingeschr\u00e4nkt wird bzw. darunter leidet\u201c. Wer sich dar\u00fcber hinwegsetzt (Menschen mit bestimmten Krankheiten ausgenommen), handelt nicht nur unsolidarisch, sondern auch verantwortungslos. Ist das allen Impfgegnern bewusst? Ich kann es nicht glauben.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">Leserbrief von Hans Riedler zur Steuerreform, ver\u00f6ffentlicht am 4. Oktober 2021<\/p>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">Finanziell Schw\u00e4chere in unserer Gesellschaft profitieren von der Steuerreform kaum<\/p>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">Die Regierung verk\u00fcndet die beschlossene Steuerreform als die \u201egr\u00f6\u00dfte Steuerentlastung der 2. Republik&#8220;. Ich kann mich diesem Jubel nicht uneingeschr\u00e4nkt anschlie\u00dfen. Bei den Ma\u00dfnahmen die Umwelt und das Klima betreffend stimmt die Richtung. \u00a0F\u00fcr die finanziell Schw\u00e4cheren in unserer Gesellschaft bringt diese Steuerreform aber neuerlich kaum eine Entlastung bzw. wegen der weiterhin bestehenden \u201ekalten Progression&#8220; gr\u00f6\u00dftenteils nur kurzfristig. Die Erh\u00f6hung des Familienbonus wird wieder \u2013 wie schon bei der Einf\u00fchrung &#8211; nur bei den Familien mit h\u00f6heren Einkommen sp\u00fcrbar wirksam.\u00a0Die Senkung der K\u00f6rperschaftsteuer bringt f\u00fcr viele Klein- und\u00a0Mittelbetriebe keine Entlastung,\u00a0weil sie als Personengesellschaften (z.\u00a0B. Einzelunternehmer*innen) gef\u00fchrt werden und somit keine\u00a0K\u00f6rperschafts-,\u00a0sondern Einkommensteuer bezahlen.\u00a0Besserverdienende, Konzerne und Verm\u00f6gende jubeln zu Recht, denn diese Steuerreform ist ein sp\u00fcrbares Geschenk f\u00fcr sie. Die Minderbemittelten in unserer Gesellschaft haben leider keine entsprechende Lobby. Schade!<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">Leserbrief von Hans Riedler zu 9\/11, ver\u00f6ffentlicht am 11. September 2021<\/p>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">\u201eDie Hoffnung darf nicht sterben&#8220;<\/p>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">9\/11 ist derzeit verst\u00e4ndlicherweise in allen Medien umfangreich pr\u00e4sent. Es wird dieser schrecklichen Ereignisse vor 20 Jahren mit den vielen Toten und Verletzten gedacht. \u00a0Gewalt, Folter und Terroranschl\u00e4ge als Vergeltung f\u00fcr diese grauenhaften Taten und das dadurch verursachte Leid werden kommentiert und analysiert. Die Folgen sind katastrophal, Frieden stiftende Konsequenzen sind nicht in Sicht. Es gibt noch immer zu wenige Menschen, geschweige denn Entscheidungstr\u00e4ger in Politik und Wirtschaft, die folgende \u00fcberzeugenden Worte der \u00f6sterreichischen Schriftstellerin und Friedensforscherin Bertha von Suttner ernst nehmen und entsprechende Taten setzen bzw. Entscheidungen treffen:\u00a0<i>\u201eRache und immer wieder Rache! Keinem vern\u00fcnftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte oder \u00d6lflecken mit \u00d6l wegzuwaschen. Nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden&#8220;.<\/i><\/p>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">Vielleicht bin ich naiv &#8211; trotzdem: Die Hoffnung stirbt nicht, sie darf nicht sterben und sie wird nicht sterben, wenn wir in diesem Vertrauen dazu den f\u00fcr uns m\u00f6glichen Beitrag leisten.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief von Dr. Peter \u00d6fferlbauer an Ursula Schr\u00f6der von der Uni Hamburg, 10. September 2021; Thema: 9\/11, Diskussion im Deutschlandfunk (DF) am 8.9.2021<\/p>\r\n<p>Sehr geehrte Frau Professorin,<\/p>\r\n<p>noch ganz unter dem Eindruck der Diskussion, die mir seltsam orientierungslos vorkam, erlaube ich mir, Ihnen einige Fragen zu stellen:<\/p>\r\n<p>&#8211; Kann man 9\/11 quasi als Nullpunkt behandeln, ohne die lange Vorgeschichte, die dazu gef\u00fchrt hat? n\u00e4mlich die lange, im wesentlichen unprovozierte Aggression des Westens gegen die islamische Welt, insbes. der USA?<\/p>\r\n<p>&#8211; Die Orientierungslosigkeit der Diskussion: das UN-Gewaltverbot wurde nie erw\u00e4hnt, w\u00e4re es nie eine Alternative f\u00fcr die Realpolitik? Wo doch der Westen so gerne &#8222;seine&#8220;(?) Werte beschw\u00f6rt?\u00a0<\/p>\r\n<p>Die Stimmung in den USA 2001 als Entschuldigung? Wenn Hitlers &#8222;Deutschland \u00fcber alles..&#8220; falsch war, muss die Welt dann nicht auch sagen: &#8222;America first&#8230;&#8220;, US-Chauvinismus ist falsch? (hat ja nicht erst Trump erfunden)<\/p>\r\n<p>Wenn die Welt nicht am deutschen Wesen genesen kann &#8211; kann sie es dann am American way of life??<\/p>\r\n<p>&#8211; diese Orientierungslosigkeit erscheint mir als realpolitischer Relativismus, Opportunismus, Mangel an festem Standpunkt, letztlich Gewissenslosigkeit. In Redewendungen hei\u00dft es : Unrecht Gut gedeihet nicht, nichts so fein gesponnen&#8230;, L\u00fcgen haben kurze Beine..<\/p>\r\n<p>zeigt sich darin nicht eine Gewissheit einer moralischen Struktur, die auch eine Supermacht nicht aushebeln kann? Dass also verbrecherische Angriffskriege sich auf Dauer nicht lohnen werden? Krieg jedenfalls nur das letzte Mittel zur Verteidigung sein darf?<\/p>\r\n<p>Im Diskussionspunkt &#8222;Glaubw\u00fcrdigkeitsverlust&#8220; reflektierte sich das von mir gemeinte, unzerst\u00f6rbare Moralische am ehesten. War diese nicht schon un\u00fcbersehbar mit 9\/11 1973, den Kriegsl\u00fcgen zu den Irakkriegen: Brutkastenlegende, Massenvernichtungswaffen&#8230;verspielt? vielleicht schon mit Hiroshima, Golf von Tonkin &#8211; Vietnam?<\/p>\r\n<p>Die USA wollten mit der Aufr\u00fcstung der Mudschahedin der UdSSR ein Vietnam bereiten &#8211; nur haben sie es sich selbst eingebrockt &#8211; kann, muss man darin nicht eine Art h\u00f6herer Gerechtigkeit der Weltgeschichte erblicken?<\/p>\r\n<p>Warum hat noch kein ma\u00dfgeblicher Europ\u00e4er laut gesagt, dass sich die USA nicht als (Nato-)Verb\u00fcndter benehmen, wenn sie vor der europ\u00e4ische Haust\u00fcr Fl\u00e4chenbr\u00e4nde legen?<\/p>\r\n<p>Warum tut sich die Wahrheit vor den M\u00e4chtigen so schwer??<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">Leserbrief von Hans Riedler, 14.August 2021: Abschiebungen nach Afghanistan<\/p>\r\n<p class=\"v1MsoNormal\">Wie viele Menschen m\u00fcssen in Afghanistan von den radikalislamischen Taliban noch get\u00f6tet bzw. St\u00e4dte erobert werden, damit Innenminister Nehammer seine unverst\u00e4ndliche, unmenschliche, ja menschenverachtende Haltung \u00e4ndert und ebenfalls wie bereits viele europ\u00e4ische Staaten Abschiebungen nach Afghanistan stoppt? So einen eiskalten Innenminister und im Hintergrund seine t\u00fcrkisen,\u00a0angeblich christlich sozialen\u00a0Parteifreunde hat sich die Mehrheit der \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher nicht verdient. Ich sch\u00e4me mich f\u00fcr alle, die ihn trotzdem unterst\u00fctzen.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Brief von Karl Helmreich, 9. Juli 2021 an Herrn Botschafter Mordechai Rodgold<\/p>\r\n<p><a href=\"https:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Silwan_und_Sheikh_Jarrah.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Silwan und Sheikh Jarrah <\/a><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief von Wolfgang Himmler, 18. Juni 2021 in der Kleinen Zeitung<\/p>\r\n<p>Der\u00a0 Antrag der Neos f\u00fcr die &#8220; Liberalisierung der Laden\u00f6ffnungszeiten&#8220; ist eine Ohrfeige f\u00fcr das jahrelange Bem\u00fchen der Gewerkschaften und Kirchen bez\u00fcglich eines arbeitsfreien Sonntags,dort wo es m\u00f6glich ist. Der Handel kann auch von Montag bis Samstag wieder in &#8222;Schwung gebracht werden&#8220;. Der Sonntag ohne Erwebsarbeit schafft Lebensqualit\u00e4t durch gemeinsame freie Zeit, daher ist der aktuelle Vorsto\u00df der Neos aus meiner festen \u00dcberzeugung abzulehnen.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief von Dr. Meinrad Schneckenleithner, Do. 10. Juni 2021 in den O\u00d6N<\/p>\r\n<p>In dem in den O\u00d6N abgedruckten Interview nimmt Au\u00dfenminister Schallenberg eine auffallend einseitige Position zu den letzten Kriegshandlungen Israels gegen\u00fcber Gaza und den Pal\u00e4stinenser ein. Keine Spur von Neutralit\u00e4t, sondern Einseitigkeit pro Israel &#8211; bis hin zum Hissen der Israelfahne am Au\u00dfenministerium. Den Ausgangspunkt dieses letzten Aufwallens des jahrelangen Konflikts siedelt er nicht in Israel an, wo eine Wochen vor dem Raketenbeschuss Israel in dem von ihm besetzten und annektierten Ostjerusalem H\u00e4user von pal\u00e4stinensischen Familien zerst\u00f6rt und dann &#8211; am Ende des Ramadan &#8211; auch die Zug\u00e4nge zur Al Aksa-Mosche blockiert. Alles zusammen Handlungen die nur verst\u00e4ndlich werden wenn man die damalige missliche innenpolitische Lage Nethanjahus mitbedenkt, von der er mit dem Raketenbeschuss Gazas ablenken wollte. Wenn Schallenberg diese radikal-zionistischen Handlungen unterst\u00fctzt, dann kann das nicht die Position \u00d6sterreichs sein!<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief &#8222;<strong>Scheideweg<\/strong>&#8220; von Wolfgang Himmler, 28. Mai 2021<\/p>\r\n<p>Die Zwentendorf-Volksabstimmung am 5.11.1978, die erste der Zweiten Republik, ist f\u00fcr mich und viele andere keineswegs ein &#8222;Scheitern&#8220;. Die Inbetriebnahme wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt. Bei einer Wahlbeteiligung von 62 Prozent machten 30.000 Stimmen den Unterschied.\u00d6sterreich war auf dem Scheideweg und der Geist hat sich durchgesetzt, der nicht bereit war, den k\u00fcnftigen Generationen kaum absehbare Risiken und Gefahren aufzub\u00fcrden.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief zu \u201e<strong>Inzidenz und Koinzidenz \u2026<\/strong>&#8222;: Reaktion auf den <em>Leserbrief von Dr. Johann Hahn, O\u00d6N v. 11. Februar 2021<\/em><\/p>\r\n<p><em>\u00a0<\/em>Herr Dr. Hahn, ich gratuliere Ihnen, Sie sind ein an vielen aktuellen Problemen interessierter, fremdwortkundiger und \u201eaus Sicht der O\u00d6N willkommener Leserbriefschreiber\u201c, da fast w\u00f6chentlich, zumindest alle 14 Tage, einer Ihrer Briefe erscheint. Ich bin nicht neidisch, aber Ihre Ansichten so zu bevorzugen, \u00fcberrascht mich doch etwas. Sie sind z.B. gegen die Aufnahme von zumindest einigen Kindern und Familien, die in unmenschlichsten Verh\u00e4ltnissen auf der Insel Lesbos im Fl\u00fcchtlingslager Kara Tepe \u201ehausen\u201c \u2013 \u201eleben\u201c kann man das wohl nicht bezeichnen. Sie sprechen in diesem Zusammenhang Bischof Hermann Glettler u.a. den erforderlichen \u201eHausverstand\u201c ab, obwohl sich der Bischof pers\u00f6nlich vor Ort auf der Insel Lesbos ein Bild von der katastrophalen Situation machte und im Gegensatz zu Ihnen wie auch BK Kurz \u00fcberzeugt ist: <em>\u201eNur Hilfe vor Ort reiche nicht aus. Die Zeit des geduldigen Wartens gehe zu Ende\u201c. <\/em>Und Bischof Glettler erg\u00e4nzt: <em>\u201eWer einen Heimatlosen aufnimmt, nimmt mich auf\u201c. <\/em>Herr Dr. Hahn, das m\u00fcsste doch auch Ihnen als Christ zu denken geben \u2013 oder nicht?<\/p>\r\n<p><em>\u00a0<\/em><em>Hans Riedler, <\/em><em>4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/em><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief <strong>&#8222;Die Schande Europas&#8220; <\/strong>vom 25.1.2021 in den O\u00d6N<\/p>\r\n<p>Es ist hinreichend bekannt: Die Menschen in den Fl\u00fcchtlingslagern auf der Insel Lesbos leben in unw\u00fcrdigen, unmenschlichen Verh\u00e4ltnissen. Der bekannte Schweizer Soziologe Jean Ziegler schreibt in seinem neuesten Buch &#8222;Die Schande Europas&#8220; u.a. &#8222;Wir m\u00fcssen die sofortige und endg\u00fcltige Schlie\u00dfung aller Hotspots durchsetzen, wo immer sie sich befinden. Denn sie sind die Schande Europas.&#8220;\u00a0<\/p>\r\n<p>Herr BK Kurz, wie lange halten Sie es noch aus? K\u00f6nnen Sie tats\u00e4chlich noch ruhig schlafen?\u00a0<\/p>\r\n<p>Die Pandemie ist herausfordernd, aber diese notleidenden Kinder und Familien in Kara Tepe haben auch ein Recht auf Leben, wof\u00fcr auch wir verantwortlich sind. Eine chassidische Weisheit\u00a0sagt: &#8222;Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt&#8220;. Retten Sie zumindest ein Leben.\u00a0<\/p>\r\n<p>Hans Riedler\u00a0<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief zur Abschiebung von in \u00d6sterreich geborenen Kindern, Ende J\u00e4nner in den O\u00d6N<\/p>\r\n<p>Unglaublich und brutal. Die Abschiebung der in Oesterreich geborenen Kinder ist ein Skandal, Herr Innenminister. Ihre Begr\u00fcndung, die Abschiebung sei aufgrund gesetzlicher Bestimmungen erfolgt, stimmt angeblich, ist aber trotzdem unmenschlichst und eine Schande f\u00fcr Oesterreich: &#8222;Und nach diesem Gesetz m\u00fcssen sie sterben&#8220; &#8211; wie vor\u00a0<a href=\"tel:+432000\">2.000<\/a>\u00a0Jahren. Leben wir nicht im 21. Jahrhundert? Herr BM Nehammer, ich flehe Sie an, sorgen Sie umgehend daf\u00fcr, dass dieses uns OesterreicherInnen nicht w\u00fcrdige Gesetz ehesten ge\u00e4ndert wird.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler, <a href=\"tel:+434040\">4040<\/a>\u00a0Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p><span style=\"font-size: small;\">Eurozentrischer Blick &#8211; Leserbrief (30. Nov.) an die Kleine Zeitung zu &#8222;Salafisten sind ehrlicher&#8220; (Kl.Ztg. 29.Nov. S. 14f)<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: small;\">Mit einem Amalgam von Vermutungen und Unterstellungen befeuert Lorenzo Vidino die Angst vor den Muslimbr\u00fcdern. <\/span><span style=\"font-size: small;\">Gerade so, als st\u00fcnden da ein paar hundert Leute, denen in Europa keinerlei Gewalttaten nachgewiesen werden k\u00f6nnen, vor der Machtergreifung in \u00d6sterreich.<\/span><span style=\"font-size: small;\"> Das ist l\u00e4cherlich. Was mir tats\u00e4chlich Sorge macht, ist die sich ausbreitende antislamische Hysterie, auf deren Grundlage sich l\u00e4ngerfristig ein autorit\u00e4rer Staat aufsatteln l\u00e4sst.\u00a0 Tats\u00e4chlich angstmachend ist auch der eurozentristisch verengte Blick auf die Vorg\u00e4nge in Westasien und Nordafrika. Dieser Unwille, die <\/span><span style=\"font-size: small;\">Radikalisierung von Teilen der muslimischen Welt<\/span><span style=\"font-size: small;\"> konkret mit der zur\u00fcckliegenden katastrophalen Politik des Westens <\/span><span style=\"font-size: small;\">in Afghanistan, \u00c4gypten, Irak, Iran, Jemen, Pal\u00e4stina, Syrien, usw. <\/span><span style=\"font-size: small;\">zu verorten, kritisch zu reflektieren und daraus einen anderen Weg des Umgangs mit unseren geopolitischen Nachbarn zu finden, ist mit ein Garant daf\u00fcr, dass viele Probleme dort und hier ungel\u00f6st bleiben werden.\u00a0 <\/span><\/p>\r\n<h5>Franz S\u00f6lkner<\/h5>\r\n<hr \/>\r\n<h1><b><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Book Antiqua ,serif',serif;\">\u201eWie gro\u00dfartig sind wir Menschen?\u201c<\/span><\/b><\/h1>\r\n<p><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Book Antiqua ,serif',serif;\">zum Leitartikel \u201eErsch\u00f6pft, fehlbar, verwirrt\u201c <\/span><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Book Antiqua ,serif',serif;\">von Gerald Mandlbauer \u2013 O\u00d6N v. 5. Dez. 2020<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Book Antiqua ,serif',serif;\">\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Book Antiqua ,serif',serif;\">Herr Mandlbauer, Sie haben Recht, wir alle sind einmal mehr (besonders in Zeiten wie diesen) und einmal weniger <i>\u201eersch\u00f6pft, fehlbar, verwirrt\u201c<\/i>. Ja, wir sind unvollkommen und handeln nicht selten egoistisch und unmenschlich. Einige von uns sind sogar zu Gewalt, Ausbeutung, Mord und Totschlag f\u00e4hig. Unser freier Wille dazu macht dies m\u00f6glich. Wir k\u00f6nnen uns\u00a0 f \u00fc r\u00a0 oder\u00a0 g e g e n\u00a0 jemand\/etwas entscheiden. \u00a0Ohne diesen freien Willen, ohne diese unsere Entscheidungsfreiheit g\u00e4be es jedoch auch die Liebe nicht. Bei diesen \u201eUnmenschen\u201c handelt es sich meiner Meinung nach aber um eine Minderheit, denn nicht wenige von ihnen werden zu diesen unmenschlichen Taten gezwungen. \u00a0Der Gro\u00dfteil der Menschheit besteht meiner Erfahrung nach aus<i> \u00a0<\/i>g r o \u00df a r t i g e n \u00a0Gesch\u00f6pfen jenes Geistes, den gl\u00e4ubige Menschen Gott nennen. Was viele dieser einmaligen Gesch\u00f6pfe in ihrem Aufgaben- und Zust\u00e4ndigkeitsbereich gerade in Zeiten wie diesen leisten, ist gro\u00dfartig &#8211; \u00a0von den Pflege- und Sicherheitskr\u00e4ften bis zu den Wissenschaftler*innen &#8211; sie alle aufzuz\u00e4hlen sprengt diesen Leserbrief. F\u00fcr mich, Herr Mandlbauer <i>\u201ef\u00e4llt daher die Gro\u00dfartigkeit als Individuum bei n\u00e4herer Betrachtung<\/i>\u00a0 <b>n i c h t<\/b>\u00a0 <i>in sich zusammen<\/i>\u201c. Ich bin hoffnungsvoll und stimme jenen zu, die \u00fcberzeugt sind und sagen: \u201eGemeinsam schaffen wir es, denn es gibt sehr viele \u00a0<b>g r o \u00df a r t i g e<\/b> \u00a0Menschen\u201c.<\/span><\/p>\r\n<p>Hans Riedler, Linz<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p><b><span style=\"font-size: 18.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Wie w\u00e4r&#8217;s mit Dialog?<\/span><\/b><\/p>\r\n<p>&#8222;Locker vom Hocker&#8220; beurteilt der Historiker Heiko Heinisch unsere Aktivit\u00e4ten als &#8222;\u00e4u\u00dferst problematisch&#8220;. Gemeint ist wohl unsere seit Jahren ge\u00fcbte Kritik an Israels vielfach menschen- und v\u00f6lkerrechtswidrigen Umgang mit dem\u00a0 pal\u00e4stinensischen Volk. Dass Herr Heinisch da selbst auf der anderen Seite steht, ist uns durch seine in Internet sichtbare enge Vernetzung mit der proisraelischen Mena-Watch in Wien durchaus bewusst.<\/p>\r\n<p>Die von Heinisch\u00a0 \u00fcber uns &#8222;erforschten&#8220; Fakten, interessieren uns nat\u00fcrlich. Sonderbarerweise hat er aber mit uns nie Kontakt genommen. Das ist f\u00fcr einen Historiker, der doch auch m\u00f6glichst nah an seinem Forschungsobjekt dran sein sollte, zumindest sonderbar. Anders als bei weit zur\u00fcckliegenden Akteuren historischer Ereignisse, die oft m\u00fchsam zu rekonstruieren sind, sind wir aber quicklebendig. Wir hoffen von Herrn Heinisch auch einmal direkt &#8222;begutachtet&#8220; zu werden. In Vorfreude!<\/p>\r\n<p>F\u00fcr die Steirische Friedensplattform,<\/p>\r\n<p>Franz S\u00f6lkner, 19.11.2020<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief an die Kleine Zeitung vom 9. 11.2020<\/p>\r\n<p><strong>Seichte Analyse<\/strong><\/p>\r\n<p>In ihrer Kritik an der &#8222;toxischen M\u00e4nnlichkeit&#8220; und deren Neigung zur Gewalt ist Frau Liepold recht zu geben. Aber ihre Analyse des &#8222;Ph\u00e4nomens Terror&#8220; bleibt eurozentristisch-oberfl\u00e4chlich. Tieferliegende\u00a0 strukturgeschichtliche Hintergr\u00fcnde eines politisch oder religi\u00f6s motivierten Terrors\u00a0 bleiben\u00a0 unterbelichtet. Ein derartiger Ansatz vermag\u00a0 auch nicht zu erkl\u00e4ren, warum Teilgruppen von Gesellschaften und Religionen zu bestimmten Zeiten fundamentalistische Entwicklungen nehmen und den Ausweg in manifester Gewalt suchen. Die Arroganz des Westens, seine nach wie vor gegebenen global-neokolonialistischen Wirtschaftsstrukturen und milit\u00e4risch abgesicherten Machtprojektionen werden ausgeblendet. Vollkommen inakzeptabel ist schlie\u00dflich die v\u00f6llig undifferenzierte Zuschreibung terroristischer Verhaltensweisen an ganze V\u00f6lker, wie den Pal\u00e4stinensern und Tschetschenen. So als ob deren oft verzweifelter Widerstand nicht selbst in einer langen Geschichte harter Unterdr\u00fcckung begr\u00fcndet w\u00e4re. Derlei Analysen tragen nichts zur\u00a0 L\u00f6sung an den strukturellen Wurzeln der Probleme bei. Sie sind eher Voraussetzung f\u00fcr dauerhaften Unfrieden und das Weiterdrehen von Gewaltspiralen.<\/p>\r\n<p>Franz S\u00f6lkner<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>H\u00f6rerbrief an den ORF vom 4.11.2020 zur Sendung &#8222;Ex Libris&#8220; vom 27.10.2020<\/p>\r\n<p>Sehr geehrte Ex-libris-Verantwortliche,<\/p>\r\n<p>in seiner Trakl-Besprechung formuliert Herr Klein &#8222;Eucharistie und \u00e4hnlichen Klimbim&#8220; &#8211; ich bezweifle, dass ihm dies zusteht, auch nicht, wenn s\u00e4mtliche Blasphemieparagraphen abgeschafft w\u00e4ren; auch nicht, wenn sich jetzt nach dem Lehrermord in Frankreich Hinz und Kunz f\u00fcr die Meinungsfreiheit in die Brust werfen.<\/p>\r\n<p>Soll jeder unter dem Titel Meinungsfreiheit respektlos abwerten d\u00fcrfen, was einigen oder vielen heilig oder wichtig ist? Ich kann unter dem Schlenker &#8222;derlei Klimbim&#8220; kein Anliegen, kein h\u00f6heres Gut erblicken, dessentwillen der Urheber in der \u00d6ffentlichkeit eine Kontroverse zu er\u00f6ffnen h\u00e4tte. Zuf\u00e4llig lese ich, Papst Franziskus meine, wir m\u00fcssten vor dem heiligen Boden des anderen die Schuhe ausziehen. Ich denke, dies wird jeder human ausgerichtete Mensch bejahen, gleich welcher Weltanschauung.<\/p>\r\n<p>Wo sind die Grenzen f\u00fcr den ORF? \u00a7 188 StGB m\u00fcsste es jedenfalls sein.<\/p>\r\n<p>Dr.Peter \u00d6fferlbauer, Wels<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief zu \u201eDie Zeiten \u00e4ndern sich\u201c Kommentar von Toni Innauer \u2013 O\u00d6N v. 30. M\u00e4rz 2020 \u2013 Seite 18<\/p>\r\n<p>Ein gro\u00dfes DANKE an Toni Innauer und die O\u00d6N f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung des Kommentars \u201eDie Zeiten \u00e4ndern sich\u201c \u2013 eine sehr pr\u00e4zise Beschreibung der Entwicklungen im Spitzensport, in der Wirtschaft und in der Gesellschaft allgemein. Die Covid-19 Pandemie stellt viele der in den letzten Jahrzehnten immer wichtiger werdenden Werte, besser formuliert Verwerfungen, grundlegend in Frage. Innauer analysiert zutreffend: \u201eDer Durchmarsch des freien Wettbewerbs in s\u00e4mtlichen Bereichen \u2013 nicht nur im Sport \u2013 entwickelte religi\u00f6se Z\u00fcge. Egoismus und Vorteilsdenken sollten sich wie durch Zauberhand wirtschaftlich segensreich auf die Gesellschaft auswirken.\u201c<\/p>\r\n<p>Das Coronavirus macht Gott sei Dank immer mehr Menschen bewusst: Wir alle m\u00fcssen umdenken und in Zukunft dazu beitragen, dass die Werte Solidarit\u00e4t, Verteilungsgerechtigkeit, Gemeinwohl, Entschleunigung usw. \u201eauferstehen und neu erbl\u00fchen\u201c k\u00f6nnen \u2013 aber nicht erst in ferner Zukunft, wenn \u201ealles vorbei ist\u201c \u2013 wir m\u00fcssen bereits heute damit beginnen, auch die Entscheidungstr\u00e4ger in Politik und Wirtschaft. So bewundernswert und unterst\u00fctzungsw\u00fcrdig ihr derzeitiges Engagement ist, m\u00fcssen Fragen erlaubt sein: Was lernen wir wirklich aus all den bedr\u00fcckenden Ereignissen der vergangenen Wochen und Monaten? Wann beginnt z.B. die Diskussion \u00fcber eine bessere, gerechtere Bezahlung jener Berufsgruppen, ohne die wir derzeit nicht \u00fcberleben k\u00f6nnten \u2013 Krankenschwestern, Pflegekr\u00e4fte (auch jene aus dem Ausland mit ihren Kindern, die nicht bei uns leben), Mitarbeiter*innen der verschiedenen Hilfsorganisationen uam. Denn die Angst ist berechtigt, dass alles, wenn wir uns nicht jetzt schon damit besch\u00e4ftigen, so bleibt wie bisher \u2013 und wir wieder auf die wahren \u201eLeistungstr\u00e4ger in unserer Gesellschaft\u201c vergessen.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler 4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief zu \u201eSchwarzmalen, was das Zeug h\u00e4lt\u201c Franz Schellhorn &#8211; Profil Nr. 5 v. 26. J\u00e4nner 2020 &#8211; Seite 25 <br \/>Hans Riedler, 10. Feb. 2020<br \/>Herr Schellhorn, ich kann das Lob des Leserbriefschreibers im letzten profil Nr. 6 zu Ihrem Artikel \u201eSchwarzmalen, was das Zeug h\u00e4lt\u201c (profil Nr. 5 v. 26. J\u00e4nner 2020) nicht teilen. Ihre Frage \u201eK\u00f6nnen viele Wiener Kinder nicht lesen, weil Bill Gates so reich ist?\u201c ist legitim, aber ich empfinde sie als Ablenkung von der nach wie vor bestehenden Ungleichverteilung der aktuell vorhandenen G\u00fcter der Erde. Der \u201eerwirtschaftete Kuchen\u201c wird zwar laufend gr\u00f6\u00dfer und auch die Armen profitieren davon. Trotzdem werden die Reichen immer reicher und die Armen immer \u00e4rmer. \u00dcber nichts anderes wollte Oxfam informieren. Dies als \u201eSchwarzmalen, was das Zeug h\u00e4lt\u201c zu diffamieren, empfinde ich ungerecht und als eine Beleidigung und Dem\u00fctigung der Betroffenen. Von den ca. 70 Millionen Menschen, die j\u00e4hrlich weltweit sterben, ist bei 19 % von ihnen die Todesursache Hunger \u2013 und das in einer Welt, die von Reichtum \u00fcberquillt.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler, 4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>2019-11-18_Leserbrief von Franz S\u00f6lkner in der Kleinen Zeitung_Thema: Pal\u00e4stina-Israel<\/p>\r\n<p>Betreff: Ein Rabbi \u00f6ffnet verschlossen T\u00fcren am Golf<br \/>Datum: Mon, 18 Nov 2019 19:01:47 +0100<br \/>Von: Franz S\u00f6lkner &lt;franz.soelkner@thalbeigraz.at&gt;<br \/>Antwort an: franz.soelkner@thalbeigraz.at<br \/>An: Ingo Hasewend &lt;ingo.hasewend@kleinezeitung.at&gt;&lt;\/ingo.hasewend@kleinezeitung.at&gt;&lt;\/franz.soelkner@thalbeigraz.at&gt;<\/p>\r\n<p>Sehr geehrter Herr Hasewend,<br \/>ihr Artikel &#8222;Ein Rabbi \u00f6ffnet verschlossene T\u00fcren am Golf&#8220;\u00a0 in der gestrigen Sonntagsbeilage veranlasst mich Ihnen zu schreiben. Er passt sehr gut in jenes grunds\u00e4tzlich proisraelische Konflikt-Narrativ, das sich immer wieder in der Kleinen Zeitung lesen l\u00e4sst. Der Bericht liegt deutlich in der Tendenz jener &#8222;L\u00f6sung&#8220; die Jared Kushner im Auftrag seiners Schwiegervaters und eng abgestimmt mit der Israelischen Regierung anpeilt.\u00a0 Mit einer auch nur ann\u00e4hernd fairen Verhandlungsl\u00f6sung, bei der man ja den Pal\u00e4stinenserinnen zumindest einigermassen auf Augenh\u00f6he begegnen m\u00fcsste, hat das nichts zu tun.\u00a0Es wird eine Diktat werden und wird daher nicht zum Frieden f\u00fchren sondern den schier unendlichen bitteren Konklikt und das damit verbundene unermessliche Leid nur verl\u00e4ngern.<br \/>Ja, nat\u00fcrlich: Israel geh\u00f6rt zur Realit\u00e4t im Nahen Osten. Aber darf man deshalb der stark \u00fcberlegenen Seite in diesem von einem enormen Machtungleichgwicht gepr\u00e4gten Konflikt denn gar nichts abfordern? Sehr bezeichnend war ja der vorletzte Satz, dass &#8222;die arabischen Staaten positiv auf die Pal\u00e4stinenser einwirken k\u00f6nnten.&#8220; Wof\u00fcr? Damit sie sich endg\u00fcltig mit Ihrer Entrechung mit einer Bantustan-L\u00f6sung von Israels Gnaden abfinden? Ja, dass w\u00e4re dann wirklich ein weiterer gro\u00dfer &#8222;Gewinn\u00a0 f\u00fcr Israel&#8220;, nur L\u00f6sung im Sinne des V\u00f6lkerrechts wird es keine sein und sie wird auch keinen Frieden bringen.<br \/>Rabbi Marc Schneier und ihr Artikel folgt einer reinen Logik der Macht. Das Schicksal des pal\u00e4stinesischen Volkes spielt bei diesen machtpolitischen Kalk\u00fclen keine Rolle. Die v\u00f6llige Entsolidarisierung der \u00fcberwiegend despotischen arabischen Staats-F\u00fchrungen ist ein Trauerspiel. Notwendig w\u00e4re die Wahrnahme einer Schutzfunktion, so wie \u00d6sterreich sie im S\u00fcdtirol-Konflikt zugunsten der Rechte der Tiroler und Ladiner gegen\u00fcber Italien wahrgenommen hat. Die S\u00fcdtirol-Paket-L\u00f6sung mit der Streitbeilegungsklausel h\u00e4tte es ohne diese damals von der Regierung Kreisky gut gespielten Rolle schlicht und einfach nicht gegeben.<br \/>Was also im &#8222;Nahen Osten&#8220; &#8211; wegen seiner ausgepr\u00e4gt eurozentristischen Pr\u00e4gung bevorzuge ja eher den Begriff des Mashrek, leider ist der Begriff weithin unbekannt, ich denke aber, wir sollten anfangen ihn \u00f6fter erkl\u00e4rend unter die Leute zu bringen &#8211; absehbar ist, ist eine Wiederholung jener Politik Israels und westlich orientierter Arabischer Staaten, die diese als &#8222;Friedenspolitik&#8220; verstehen. Frieden zwischen den Nachbarstaaten, aber auf Kosten des pal\u00e4stinensischen Nachbarvolkes. Die Pal\u00e4stinensische Frage und die v\u00f6lkerrechtlich verb\u00fcrgten\u00a0 Anspr\u00fcche des pal\u00e4stinensischen Volkes auf eine lebensf\u00e4hige Eigenstaatlichkeit auszuklammern, war \u00fcbrigens auch das Muster der Friedensvertr\u00e4ge Israels mit \u00c4gypten (1979) und Jordanien (1994).<br \/>Gern w\u00fcrde ich mich einmal mit Ihnen bei einem Kaffee (Kosten &#8211; auch f\u00fcr die Mehlspeis &#8211; gehen auf mich) l\u00e4nger \u00fcber diesen Konflikt und unsere\u00a0 offensichtlich sehr unterschiedliche Sicht auf ihn, reden.\u00a0<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Denkt die EU die europ\u00e4ischen Sicherheitsinteressen ohne das Thema &#8218;Naher Osten&#8216;?<br \/>Reaktion v Peter \u00d6fferlbauer\/Wels zur Stellungnahme von Brigadier Feichtinger in der \u00d61-Journalpanorama-Sendung &#8218;Sicherheit neu denken&#8216;:<\/p>\r\n<p>Sehr geehrter Herr Feichtinger,<br \/>soweit \u00d61 Ihre Veranstaltung wiedergegeben hat, wundert mich die Ausblendung von Nahost in der Sicherheitsbetrachtung. 2013\/14 hat das UNHCR laut und deutlich den Mangel an Mitteln zur Versorgung der Vertriebenen in und um Syrien kundgemacht. Europ. Regierungen haben mit\u00a0 Mittelk\u00fcrzung reagiert und sich dann \u00fcberrascht und unvorbereitet gegeben, als die Flucht einsetzte. Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz haben es gewusst, der Heeresnachrichtendienst wohl auch, wenn er sein Geld wert war. Also blinde oder sich blind stellende Regierungen als erstrangiges Sicherheitsrisiko.<br \/>Dem vorausgehend ist mir keine europ. Regierung in Erinnerung, die sich gegen die beiden mit Kriegsl\u00fcgen (Brutkastenl\u00fcge, Massenvernichtungswaffen) begonnenen Irakkriege gewehrt h\u00e4tte, sie haben bestenfalls nicht mitgemacht (&#8222;Old Europe&#8220;). Niemand ist dagegen in den Sicherheitsrat gegangen, es hat nie eine Nato-Diskussion mit den USA gegeben, dass sie sich nicht als Verb\u00fcndete benehmen, wenn sie vor unserer Haust\u00fcr Fl\u00e4chenbr\u00e4nde legen, dasselbe wieder 2011 in Libyen (samt F und GB). Auch am syrischen Chaos ist der Westen nicht ganz unschuldig, wie Robert Kennedy Jr. zeigt (siehe Anhang, Sie werden das ja kennen, das englische Original Why the Arabs don&#8217;t want us in Syria finden Sie leicht im Netz). Jeder Bewohner eines Hauses versteht, dass er nicht unbehelligt bleibt, wenn die Nachbarschaft brennt &#8211; f\u00fcr L\u00e4nder gilt das analog. Flucht und Terror waren voraussehbar.<br \/>Ich halte diese Vers\u00e4umnisse durch die damals Verantwortlichen f\u00fcr Hochverrat an unseren Sicherheitsinteressen. Das wird nicht besser dadurch, dass sie in der \u00d6ffentlichkeit, den Medien, von der Politik und offenbar auch von Ihrer Veranstaltung nicht angesprochen werden.<br \/>Die gro\u00dfe Flucht 2015 f\u00fcr sich alleine w\u00e4re vielleicht noch keine Sicherheitsgef\u00e4hrdung, w\u00fcrde nicht darauf ein Rechtsruck folgen. Und auch das war vorhersehbar, weil es diese Dumpfbacken-Reaktion noch auf jede Flucht gegeben hat.<br \/>Mir bleibt diese Ausklammerung der durch den Westen ins Chaos gest\u00fcrzte islamisch-arabische Mittelmeer-Nachbarschaft unbegreiflich &#8211; was sagen Sie dazu?<br \/>Und geh\u00f6rte &#8211; wenn die Klimaforschung recht hat &#8211; der brennende Amazonas nicht auch in eine umfassendere Sicherheitsbetrachtung und damit vor den Sicherheitsrat?<br \/>MfG,<br \/>Dr. Peter \u00d6fferlbauer, Wels<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief<\/p>\r\n<p>\u201eEin menschenunw\u00fcrdiges Gesetz\u201c<\/p>\r\n<p>(ver\u00f6ffentlicht in den O\u00d6N v. 17. Sept. 2019 \u2013 sollte dieser Leserbrief auch in einem anderen Medium erschienen sein, w\u00fcrde ich mich \u00fcber eine kurze Info freuen)<br \/>Das neue Sozialhilfe-Grundsatzgesetz eliminiert viele Verbesserungen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung, benachteiligt verschiedene Bev\u00f6lkerungsgruppen oder schlie\u00dft sie vom Bezug einer Unterst\u00fctzung g\u00e4nzlich aus. Betroffen davon sind vor allem Menschen mit intellektuellen Beeintr\u00e4chtigungen oder Lernbehinderungen, sodass sie ein eigenst\u00e4ndiges, selbstbestimmtes Leben vielfach nicht f\u00fchren k\u00f6nnen. Die Vorgaben dieses Gesetzes m\u00fcssen nun noch in den einzelnen Bundesl\u00e4ndern in einem Sozialhilfe-Ausf\u00fchrungsgesetz konkretisiert und im Detail festgelegt werden. Nach den bisher vorliegenden diesbez\u00fcglichen Entw\u00fcrfen werden diese in Ober- \u00f6sterreich &#8211; und auch in Nieder\u00f6sterreich &#8211; \u00fc b e r e r f \u00fc l l t. Menschen werden ausgegrenzt und es wird ihnen ein menschenw\u00fcrdiges Leben verunm\u00f6glicht. Das ist kein Gesetz, das einer modernen, reichen Gesellschaft w\u00fcrdig ist.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler<br \/>4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<p>Leserbrief zu BDS<\/p>\r\n<p>Israel f\u00fcrchtet Boykottbewegung<\/p>\r\n<p>Israels rechtsextreme Regierungen sind seit einigen Jahren international propagandistisch sehr aktiv. Die harte Unterdr\u00fcckung des pal\u00e4stinensischen Volkes soll tabuisiert und Israel als &#8222;normaler, mit uns befreundeter Staat&#8220; sch\u00f6ngeredet werden. Berechtigte Kritik an ethnonationalistischen, apartheidf\u00f6rmigen und kolonialistischen Elementen der israelischen Politik wird als &#8222;antisemitisch&#8220; diffamiert. Zahlreichen j\u00fcdische KritikerInnen\u00a0 dieser Politik werden unter dem Verdacht des &#8222;Selbsthasses&#8220; pathologisiert.<\/p>\r\n<p>Auch den unkritischen Freunden Israels hierzulande ist die auf gewaltfreien Widerstand setzende BDS-Bewegung ein besonderes \u00c4rgernis. Wie vor 40 Jahren die schlie\u00dflich erfolgreiche Anti-Apartheidbewegung gegen das wei\u00dfe Rassistenregime in S\u00fcdafrika\u00a0 fordert sie die internationale \u00d6ffentlichkeit auf, mitzuhelfen, Israel durch Mitteln des Boykotts, des Desinvestments und mit Sanktionen von seiner v\u00f6lkerrechtswidrigen Siedlungs- und 50-j\u00e4hrigen harten Besatzungspolitik abzubringen.<\/p>\r\n<p>Aus Angst vor einem Imageschaden gehen unsere SpitzenpolitikerInnen vor dem zionistischen Druck reihenweise in die Knie, schweigen oder bet\u00e4tigen sich als Schildknappen der israelischen Politik. Angesichts ihrer braunen Wurzeln und h\u00e4ufiger aktuell-antisemitischer R\u00fclpser\u00a0 versucht die FP\u00d6-F\u00fchrung\u00a0 geradezu krampfhaft\u00a0 sich ein israelfreundliches M\u00e4ntelchen umzuh\u00e4ngen. Zur wechselseitigen Wahlhilfe &#8222;pilgert&#8220;\u00a0Sebastian Kurz &#8211; wie schon 2018 &#8211;\u00a0 auch heuer wieder zu Benjamin Netanyahu.\u00a0 Nicht besser die SP\u00d6: Ex-BK Christian Kern verfolgt in Israel pers\u00f6nliche wirtschaftliche Interessen, die nunmehrige Parteichefin Pamela Rendi-Wagner und ihr Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Drozda sind deutlich prozionistisch orientiert. Ebenso die Parteif\u00fchrungen der Gr\u00fcnen und der Neos.<\/p>\r\n<p>Das Wissen \u00fcber die Geschichte dieses Konflikts ist gering und von den vorherrschenden zionistischen Geschichtsmythen gepr\u00e4gt. Anstatt sich schlau zu machen, pflegt man unter Berufung auf &#8222;unsere Verantwortung aus dem Holocaust&#8220; eine moralisierenden proisraelischen Dogmatismus. Stephane Hessel und Veronique de Keyser &#8211; zwei Menschen mit j\u00fcdischem Hintergrund &#8211; haben die politische Konsequenz dieses ethischen und intellektuellen Mangels mit dem Buchtitel &#8222;Pal\u00e4stina: Das\u00a0 Versagen Europas&#8220; treffend zum Ausdruck gebracht.<\/p>\r\n<p>Unter dieser zynischen machtpolitischen Orientierung am Recht des St\u00e4rkeren begraben, werden die Gerechtigkeits- und Freiheitshoffnungen eines kleinen Volkes, das V\u00f6lkerrecht und die Hilferufe j\u00fcdischer Friedens- und Menschenrechtsgruppen in Israel selbst.<\/p>\r\n<p>Wer BDS als &#8222;antisemitisch&#8220; verleumdet oder gar in die N\u00e4he des Terrors r\u00fcckt, will ganz offensichtlich den Unterdr\u00fcckten ein nicht gewaltf\u00f6rmiges politisches Instrument aus der Hand schlagen. Er hilft mit, das pal\u00e4stinensische Volk weiter in eine hoffnungslose Verzweiflung und &#8211; absehbar &#8211; weiter in die Gewalt\u00a0 zu treiben. Selbstgerecht kann man dann ja wieder auf die &#8222;b\u00f6sen Pal\u00e4stinenserInnen&#8220; zeigen. Sollte der Zionist Elie Rosen daran ein Interesse haben, so m\u00f6ge er es sagen. Ein nicht ideologisierter Blick auf die Geschichte und die aktuelle Lage zwischen Mittelmeer und Jordan legt jedenfalls eine andere Haltung nahe.<\/p>\r\n<p>Franz S\u00f6lkner<\/p>\r\n<p><a href=\"http:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Antiisraelische-Aktionen_KlZtg_20190708.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Antiisraelische-Aktionen_KlZtg_20190708.jpg\" alt=\"\" width=\"1799\" height=\"3355\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/BDS-Ma\u00dfnahmen_KlZtg_20190709.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/BDS-Ma\u00dfnahmen_KlZtg_20190709.jpg\" alt=\"\" width=\"602\" height=\"1225\" \/><\/a><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief zu<\/p>\r\n<p>\u201eDer b\u00f6se Kapitalist und die Wirklichkeit\u201c<\/p>\r\n<p>Ich sch\u00e4tze wie Sie, Herr Mandlbauer und auch Leserbriefschreiber Karl Wirobal \u201einnovative, wagemutige Unternehmer\u201c, die Arbeitspl\u00e4tze schaffen und ihren MitarbeiterInnen, die der wichtigste Faktor f\u00fcr ein erfolgreiches Unternehmen sind, einen entsprechenden Anteil an den gemeinsam erwirtschafteten Ertr\u00e4gen zukommen lassen. Viele von ihnen machen das, aber bei weitem nicht alle und es darf daher ebenso nicht verschwiegen werden, dass die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln des Kapitalismus auch sehr oft zu unsolidarischen, unmenschlichen Verhaltensweisen verf\u00fchren.<\/p>\r\n<p>Es gibt heute nicht mehr das Proletariat der vergangenen Jahrhunderte, aber \u00fcbersehen wir doch nicht die aktuellen Ergebnisse und Folgen des kapitalistischen Wirtschaftens \u2013 immer besser, immer schneller, immer mehr Wettbewerb, Egoismus, Gier, Ma\u00dflosigkeit und damit einhergehendes st\u00e4ndig steigendes Wirtschaftswachstum \u2013 wie lange noch? Wer da nicht mittut oder mitkann, ist selber schuld, Arbeitnehmer- und UnternehmerInnen gleicherma\u00dfen. Ein Verwandter von mir wurde k\u00fcrzlich mit 58 Jahren nach 39 Dienstjahren von einem gr\u00f6\u00dferen Unternehmen von heute auf morgen \u2013 ohne Vorwarnung \u2013 gek\u00fcndigt. Er ist zu teuer und schm\u00e4lert daher den Gewinn.<\/p>\r\n<p>Betroffen davon sind aber nicht nur einzelne Menschen, sondern vor allem auch die Umwelt, ja letztlich der Friede und die Ungerechtigkeiten weltweit, aber auch bei uns. Solidarit\u00e4t und Gemeinwohl sind f\u00fcr viele Entscheidungstr\u00e4ger in Politik und Wirtschaft zu Fremdw\u00f6rtern geworden und keine anstrebenswerten Ziele mehr wie z.B. nach dem 2. Weltkrieg bis in die 70er Jahre. Wir m\u00fcssen uns entscheiden: Unser menschenverachtendes Wirtschaftssystem mit Ablaufdatum fortsetzen oder zur\u00fcck zur menschenfreundlicheren sozialen Marktwirtschaft der Nachkriegszeit.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler<br \/>4040 Linz, Hofmannstrasse 1011.4.2019<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Leserbrief zu<\/p>\r\n<p>Die Regierung k\u00fcrzt am laufenden Band<\/p>\r\n<p>Nun soll nach Pl\u00e4nen der Regierung zus\u00e4tzlich zu den bereits beschlossenen Ma\u00dfnahmen die Mindestsicherung (\u201eSozialhilfe neu\u201c) auch dann gek\u00fcrzt werden, wenn Betroffene Spenden bekommen, z.B. durch die Aktion \u201eLicht ins Dunkel\u201c oder wenn Zusch\u00fcsse bei Mietr\u00fcckst\u00e4nden gew\u00e4hrt werden. Unklar ist auch, ob in Zukunft die Unterst\u00fctzung des Elternvereins f\u00fcr Schikurse oder Schullandwochen von der Sozialhilfe abgezogen wird. Das hei\u00dft: Soziale Organisation oder Vereine k\u00f6nnen armen Familien nicht mehr unter die Arme greifen.<\/p>\r\n<p>Gott sei Dank, diese \u201eEinsparungswut\u201c ist jetzt auch den Soziallandesr\u00e4tInnen zu viel. Und auch die Fl\u00fcchtlingsreferenten sprechen sich in aller Deutlichkeit gegen den geplanten Stundenlohn von Euro 1,50 f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Arbeiten von AsylwerberInnen aus.<\/p>\r\n<p>\u00d6sterreich verabschiedet sich damit vom bisherigen Ziel der Armutsbek\u00e4mpfung &#8211; das ist nicht nur f\u00fcr mich sondern auch f\u00fcr viele meiner FreundInnen und Bekannten ganz schlimm und entschieden abzulehnen. Hoffentlich schlie\u00dfen sich dem immer lauter werdenden Protest noch viele an.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler<\/p>\r\n<p>4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>2.4.2019<\/p>\r\n<p>Leserbrief zu \u201eZumutbar\u201c, Leserbrief von Josef P\u00f6lz in den O\u00d6N v. 29. M\u00e4rz 2019<\/p>\r\n<p>F\u00fcr mich, Herr P\u00f6lz, sind Euro 1,50 Stundenlohn f\u00fcr Asylwerber oder 300 Euro weniger f\u00fcr Asylberechtigte, die nicht gut deutsch sprechen, nicht zumutbar. Au\u00dferdem: Fl\u00fcchtlinge, die als AsylwerberInnen zu uns kommen, erhalten eine Grundversorgung, jedoch keine Mindestsicherung (seit J\u00e4nner 2019 \u201eSozialhilfe neu\u201c), wie von Ihnen irrt\u00fcmlich behauptet.<\/p>\r\n<p>Zu Ihrer Information: Das bekommen AsylwerberInnen wirklich:<\/p>\r\n<p>\u00b7 Eine Asylwerberfamilie mit 3 Kindern in einem Vollversorgungsquartier bekommt als \u201eTaschengeld\u201c 40 \u20ac pro Person und Monat \u2013 ergibt insg. 40 Euro x 5 = 200,- Euro<\/p>\r\n<p>\u00b7 Eine Asylwerberfamilie mit 3 Kindern in einem organisierten Selbstversorgungsquartier von NGOs oder privaten Quartierbetreibern\/-innen bekommt Verpflegungsgeld in der H\u00f6he von 6,00 Euro pro Erwachsenen pro Tag, das sind maximal 186 Euro im Monat; Minderj\u00e4hrige erhalten 132 Euro &#8211; das ergibt insg. 2 x 186 Euro + 3 x 132 Euro = 768,- Euro<\/p>\r\n<p>\u00b7 Ene Asylwerberfamilie mit 3 Kindern in einer Privatwohnung bekommt einen Zuschuss &#8211; f\u00fcr Miete und Betriebskosten maximal 300 Euro, Essenszuschuss f\u00fcr eine erwachsene Person 215 Euro, Essenszuschuss f\u00fcr eine minderj\u00e4hrige Person 100 Euro \u2013 das ergibt insg. 300 Euro + 2 x 215 Euro + 3 x 100 Euro = 1.030,- Euro<\/p>\r\n<p>Ob eine Familie mit diesen Betr\u00e4gen ein halbwegs menschenw\u00fcrdiges Leben f\u00fchren kann, muss jede und jeder f\u00fcr sich beantworten. Besonders schlimm finde ich jedenfalls, wenn immer wieder mit wesentlich h\u00f6heren, aber v\u00f6llig falschen Zahlen argumentiert wird. Das f\u00fchrt zur Spaltung der Gesellschaft, ist unmenschlich und daf\u00fcr sch\u00e4me ich mich besonders.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler, 4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>14.3.2019<br \/>Leserbrief zu Sozialhilfe neu<\/p>\r\n<p>Ohne mit den L\u00e4ndern und Sozialorganisationen ausf\u00fchrliche Gespr\u00e4che zu f\u00fchren und ihre Einw\u00e4nde gegen die Umwandlung der Mindestsicherung in die Sozialhilfe neu ernst zu nehmen, wurden die neuen Bestimmungen am Mittwoch der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. Eine alleinerziehende Mutter (oder Vater) mit 3 Kinder bekommt in Zukunft insgesamt im Durchschnitt pro Person mtl. 313,- Euro neue Sozialhilfe, spricht sie (oder er) nicht gut Deutsch mtl. nur mehr 238,- Euro. F\u00fcr das 3. Kind gibt es konkret nur mehr 1,43 Euro pro Tag. Kann man davon tats\u00e4chlich halbwegs menschenw\u00fcrdig leben und ist das wirklich eine notwendige Ma\u00dfnahme im Interesse der Mehrheit der \u00f6sterreichischen Bev\u00f6lkerung? Ich kann und will es nicht glauben,<\/p>\r\n<p>\u00b7 weil aktuell den 410.355 in \u00d6sterreich beim AMS arbeitsuchend gemeldeten Personen (incl. Schulungsteilnehmer), von denen die meisten sehr gerne arbeiten m\u00f6chten, nur 72.280 sofort verf\u00fcgbare offene Stellen grunds\u00e4tzlich zur Verf\u00fcgung stehen. Das bedeutet in der Realit\u00e4t, dass es im Durchschnitt f\u00fcr je sechs arbeitsuchende Personen nur eine freie Stelle gibt, die au\u00dferdem noch von der Erreichbarkeit und den Arbeitsanforderungen passen muss<\/p>\r\n<p>\u00b7 und weil wir uns als eines der reichsten L\u00e4nder der Welt ein menschenfreundliches Sozialsystem leisten k\u00f6nnen \u2013 vor allem dann, wenn auch die Verm\u00f6genden und vor allem die Konzerne einen entsprechenden Anteil an der Finanzierung unseres Sozial-, Bildungs-, Gesundheits- und Pensionssystems sowie f\u00fcr sinnvolle Integrationsma\u00dfnahmen leisten und die geplante Initiative des Finanzministers gegen Steuerhinterziehung konkrete Formen annehmen w\u00fcrde.<\/p>\r\n<p>Die Sozialhilfe neu ist kein Beitrag zur Bek\u00e4mpfung der Armut, sie bek\u00e4mpft die Armen. Als sozial orientierter \u00f6sterreichischer Staatsb\u00fcrger sch\u00e4me ich mich f\u00fcr diese unsere Bundesregierung. Wachen wir auf und wehren wir uns dagegen.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler<\/p>\r\n<p>4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>11.3.2019<br \/>Leserbrief, 11.3.2019 &#8211; Karfreitag<\/p>\r\n<p>Karfreitag \u2013 Ein Feiertag f\u00fcr alle!<\/p>\r\n<p>Dietmar Neuwirth schreibt in der Presse: \u201eEvangelische und Altkatholische Christen haben ihren arbeitsfreien Karfreitag ruck, zuck verloren. Dabei hat die katholische Kirche , was Hilfe betrifft, keinen Tapferkeitsorden verdient\u201c.<br \/>Ja, die einzige \u00f6kumenische Unterst\u00fctzung in dieser Frage w\u00e4re das Eintreten f\u00fcr einen allgemeinen arbeitsfreien \u201aKarfreitag\u2018 gewesen. Entweder im Abtausch, oder auch einfach zus\u00e4tzlich. Unserer gr\u00f6\u00dferer Nachbar Bayern leistet sich ja angeblich auch einen arbeitsfreien Tag mehr als wir in \u00d6sterreich. Das w\u00e4re nicht nur solidarisch mit unseren christlichen Mitbr\u00fcdern und -schwestern gewesen, sondern auch theologisch sinnvoll. Die Auferstehung Jesu ist ohne die Passion, den Tod, bzw das Opfer Jesu ja nicht zu denken. Aber vielleicht ist in dieser Sache das letzte Wort noch nicht gesprochen. In vielen Gemeinden, katholischen Einrichtungen und beim Bund ist der Tag ja schon jetzt arbeitsfrei. Wir m\u00fcssen den Tag jetzt nur noch alle gemeinsam feierlich begehen. Dann wird es auch bei uns so sein, wie dzt. schon in Deutschland, der Schweiz (au\u00dfer Z\u00fcrich), Spanien, Portugal, den Niederlanden, in Tschechien und der Slowakei \u2013 der Karfreitag, ein arbeitsfreier Feiertag!<\/p>\r\n<p>Mag.Dr. Meinrad Schneckenleithner<br \/>Im Sonnendorf 20<br \/>4040 Lichtenberg<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>4.3.2019<br \/>Leserbrief zu<\/p>\r\n<p>\u201eIn den Kocht\u00f6pfen der Populisten\u201c<\/p>\r\n<p>Leitartikel v. Dietmar Mascher &#8211; 4. Oktober 2019, O\u00d6N,, Seite 4<\/p>\r\n<p>Dietmar Mascher hat vollkommen recht: \u201eUm die Gewaltenteilung in der Demokratie sollten wir k\u00e4mpfen\u201c- ich m\u00f6chte erg\u00e4nzen: m\u00fcssen wir k\u00e4mpfen!<\/p>\r\n<p>Ein mir m\u00f6glicher Beitrag dazu ist dieser Leserbrief. Und ich hoffe sehr, dass der gestern in der TV-Diskussion IM ZENTRUM von den Oppositionsparteien eistimmig angek\u00fcndigte Widerstand gegen die von Innenminister Kickl geplante \u201eSicherungshaft auf Basis von Prognosen durch Beamte des Asylamtes aussprechen zu lassen\u201c aufrecht bleibt.<\/p>\r\n<p>Die im Asylbereich t\u00e4tigen Beamten sind mit wichtigen und oft sehr schwierigen Aufgaben betraut. Die meisten von ihnen leisten eine hervorragende Arbeit bei der Vollziehung der gesetzlichen Vorgaben. Ihnen zus\u00e4tzlich die Entscheidung \u00fcber die Verh\u00e4ngung einer Haft auf der Basis von Prognosen (Vermutungen) aufzulasten, ist nicht nur unmenschlich ihnen gegen\u00fcber, sondern in einer funktionierenden Demokratie mit klarer Gewaltenteilung entschieden abzulehnen.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler<br \/>4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>28.2.2019<\/p>\r\n<p>Thema: NATO und US-Politik im Interesse Europas?<\/p>\r\n<p>Reaktion von Dr. Peter \u00d6fferlbauer, Wels\/O\u00d6, auf ein Interview mit J.Krause im Deutschlandfunk zum Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag ((5.2.2019)<\/p>\r\n<p>Sehr geehrter Herr Professor,<br \/>darf ich Ihnen zu Ihrem Interview einige Fragen stellen?<br \/>Wollten Sie wirklich den Eindruck vermitteln, dass einseitig von Russland Gefahr ausginge? Sie meinten etwa:&#8220;Sorge, dass Russland wieder Planungen anstellt, andere L\u00e4nder zu \u00fcberfallen..&#8220; wie oft hat Russland das schon getan &#8211; und der Westen? Welche US-Intervention der letzten Jahrzehnte h\u00e4tte die Welt besser gemacht?<br \/>Apropos &#8222;\u00fcberfallen&#8220;: die USA haben 2x mit Kriegsl\u00fcgen den Irak \u00fcberfallen und damit eine ganze Region destabilisiert und verw\u00fcstet. Der Nahe Osten geh\u00f6rt aber zu unserer, nicht zur US-Nachbarschaft.<br \/>Was jedem Hausbewohner klar ist: man kann nicht unbehelligt im Haus weiterleben, wenn die Nachbarschaft brennt oder Brandstiftung geplant ist &#8211; das begreifen europ\u00e4ische Politik und Medien offensichtlich \u00fcberhaupt nicht, denn keine europ\u00e4ische Regierung hat sich wirklich gegen diese angesagten Kriege in UNSERER Nachbarschaft gewehrt und den USA klargemacht, dass sie sich nicht wie ein Verb\u00fcndeter benehmen, wenn sie vor unserer Haust\u00fcr Brandstiftung betreiben. Die eigentlich absehbaren Folgen: Flucht, Terror, Rechtsruck treffen diese blinden Politiker und Komplizen der Kriegstreiber also nicht ganz unverdient! Aber leider auch die von diesen Blinden Regierten.<br \/>Nun wiederholt sich das mit dem INF-Vertrag, Aufr\u00fcstung n\u00e4hme Europa wieder zum Aufmarschgebiet zwischen USA und Ru\u00dfland. Ist das in Europas Interesse? Wird das nicht eigentlich durch die Nato und die damit gegebene milit\u00e4rische Pr\u00e4senz der USA in Europa bewirkt? Wie sehr ist also die Nato noch im europ\u00e4ischen Interesse? Soll sich Europa damit dem US-Hegemonie-Interesse opfern?<br \/>Oder denken Sie an das Chaos in Libyen &#8211; w\u00e4re Russland daf\u00fcr verantwortlich, welches Sanktionsget\u00f6se h\u00e4tten wir?? So aber &#8211; offenbar vergessen und vergeben!<br \/>Der mediale mainstream, die westliche Konsensfabrik blendet dies alles aus. W\u00e4re nicht die universit\u00e4re Politologie berufen, \u00f6ffentlich bezahlt und daher dem Gemeinwohl verpflichtet, solche propagandistischen Einseitigkeiten und Auslassungen der &#8222;L\u00fcckenpresse&#8220; auszugleichen statt sie wom\u00f6glich zu verst\u00e4rken?<br \/>Auch Sie scheinen bei &#8222;\u00fcberfallen&#8220; v.a. die Krim im Auge zu haben &#8211; warum wird hiezu in den westlichen Medien nie auf die Art.10 + 11 des Assoziierungsvertrags verwiesen: volle milit\u00e4rische Zusammenarbeit und alle Art von Man\u00f6vern, was den Russen zumutete, eventuell vor ihren damals legalen Schwarzmeerst\u00fctzpunkten auf der Krim Truppen von EU-Nato-Staaten begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen? Hat da Putin nicht noch vergleichsweise moderat reagiert, wenn mans mit Kennedy vergleicht, der auf die Reaktion auf seine auf die USSR gerichteten Raketen in der T\u00fcrkei (Raketen nach Cuba) mit Atomkrieg drohte??<br \/>Hilft es dem Frieden, wenn entgegen westlicher Zusicherungen die Nato sich ostw\u00e4rts ausdehnt? Leider waren diese Zusicherungen &#8211; auch von Baker mehrfach wiederholt: keinen Zentimeter! &#8211; nie verschriftlicht. Aber schaut so eine bona fide, dem Frieden dienende Nachbarschaft aus?<br \/>Ich gr\u00fc\u00dfe Sie mit Franz v.Assisi: Pax et bonum!<br \/>Dr.Peter \u00d6fferlbauer, Wels O\u00d6<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>21.2.2019<br \/>Sehr geehrte Frau Bundesministerin,<br \/>zuf\u00e4llig h\u00f6re ich auf Deutschlandfunk, dass es in Frankreich bereits ein strafbewehrtes Gesetz gegen den Wegwurf von Lebensmitteln in Superm\u00e4rkten gibt, ebenso in der Tschechei. Gab oder gibt es bei uns Bem\u00fchungen in diese Richtung?<br \/>Der massenhafte und obsz\u00f6ne Wegwurf m\u00fcsste gerade f\u00fcr eine christlich-soziale Partei ein \u00c4rgernis sein. Das ist ja auch eine Geringsch\u00e4tzung der Arbeit der Bauern und Produzenten!<br \/>Ich bitte um Auskunft und um Abhilfe!<br \/>Dr.Peter \u00d6fferlbauer, Wels<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>20.12.2018<br \/>Leserbrief<br \/>Weihnachten 2018 \u2013 3 Fragen an den Bundeskanzler<br \/>Die Weihnachtsbotschaft lautet f\u00fcr mich in einfachen Worten ausgedr\u00fcckt: Gott wurde Mensch, um uns ganz nahe zu sein und um ihn \u201ebegreifen\u201c zu k\u00f6nnen. Gott liebt uns alle, ausnahmslos alle, weil wir Menschen sind und nicht, weil wir dies oder jenes bereits geleistet haben. Bei Gott ist jeder Mensch mehr wert als alles Gold der Erde. Aber er erwartet von uns auch, dass wir seinem Beispiel folgen.<\/p>\r\n<p>Das erste Jahr t\u00fcrkis-blaue Regierungsarbeit im Licht dieser Weihnachtsbotschaft zu betrachten, ist nicht nur f\u00fcr uns Betroffene, sondern auch f\u00fcr Sie, Herr Bundeskanzler, sinnvoll und wichtig, da Sie sich ja den christlichen Werten verpflichtet f\u00fchlen, wie Sie bereits mehrfach betont haben.<\/p>\r\n<p>Die Worte von Jesus an seine J\u00fcnger, die wir beim Evangelisten Matth\u00e4us im Kapitel 25 nachlesen k\u00f6nnen, sind meiner Meinung nach eine gute Orientierungshilfe: \u201eIch war hungrig und durstig, und ihr habt mir zu essen und trinken gegeben \u2026 ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen \u2026 was ihr f\u00fcr einen meiner geringsten Br\u00fcder getan habt, das habt ihr mir getan\u201c.<\/p>\r\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen daher, Herr Bundeskanzler, in den Weihnachtsfeiertagen einige stressfreie Stunden, damit Sie in Ruhe u.a. folgenden Fragen nachgehen k\u00f6nnen und dabei versuchen, als Christ eine ehrliche Antwort zu finden:<\/p>\r\n<p>Sind Ihnen tats\u00e4chlich alle Menschen gleich viel wert, ja mehr wert als alles Gold der Erde?\u00a0 Ich beginne daran zu zweifeln:<\/p>\r\n<p>o\u00a0\u00a0 vom Familienbonus bekommen die sogenannten \u201eLeistungstr\u00e4ger\u201c und Verm\u00f6genden bis zu sechs Mal mehr als die unteren EinkommensbezieherInnen<\/p>\r\n<p>o\u00a0\u00a0 die Mindestsicherung wird f\u00fcr viele Betroffene gek\u00fcrzt oder ganz gestrichen, Mehrkindfamilien bekommen f\u00fcr das dritte Kind mtl. sogar nur mehr 43 Euro<\/p>\r\n<p>o\u00a0\u00a0 Personen aus anderen L\u00e4ndern, die bei uns arbeiten und deren Kinder in ihrem Heimatland leben, wird die Kinderbeihilfe gek\u00fcrzt \u2013 obwohl wir viele von ihnen dringend ben\u00f6tigen<\/p>\r\n<p>o\u00a0\u00a0 die Meinung Ihrer Sozialministerin, man k\u00f6nne doch mit 150,- Euro im Monat leben, haben Sie bisher mit keinem Wort korrigiert<\/p>\r\n<p>o\u00a0\u00a0 Ist der 12 Stunden-Arbeitstag tats\u00e4chlich die richtige Antwort auf die brennenden Fragen unserer Zeit (Umwelt, zunehmende Arbeitsbelastung f\u00fcr viele ArbeitnehmerInnen, \u2026) ?<\/p>\r\n<p>o\u00a0\u00a0 \u00d6sterreich ist in der Gruppe der Industrienationen bei den verm\u00f6gensbezogenen Steuern immer noch fast Schlusslicht. Wie lange noch?<\/p>\r\n<p>Viele Fragen, Herr Bundeskanzler, die trotz Ihres \u00fcberaus positiven pers\u00f6nlichen R\u00fcckblicks auf das erste Regierungsjahr auf eine Antwort warten. M\u00f6ge Ihnen die Botschaft von Weihnachten dabei eine Orientierungshilfe sein.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>30. 11. 2018<\/p>\r\n<p>Leserbrief zu<br \/>\u201eFairness f\u00fcr \u00d6sterreich \u2013 Fremde m\u00fcssen warten\u201c<\/p>\r\n<p>\u201eFairness f\u00fcr \u00d6sterreich \u2013 Fremde m\u00fcssen warten\u201c. \u00dcber diese Worte unserer Sozialministerin freuen sich bestimmt viele \u00d6sterreicher und \u00d6sterreicherinnen, wenn man den Umfragen glauben darf. Auch Trump wird sich freuen, weil auch er\u00a0 mit seinem &#8222;Amerika\u00a0 first&#8220; genauso denkt, spricht und handelt. Die Entscheidung der Bundesregierung \u00fcber die nun f\u00fcr alle Bundesl\u00e4nder geltenden Bestimmungen betreffend die Neuregelung der Mindestsicherung ist aber leider alles andere als menschenfreundlich und gerecht. Nicht nur die \u201eFremden\u201c \u2013 Menschen, die um Asyl ansuchen, EU-B\u00fcrger und Drittstaatsangeh\u00f6rige \u2013 sondern auch viele \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher sind von den K\u00fcrzungen und Streichungen bei der Mindestsicherung betroffen.<\/p>\r\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nicht nur arbeitslose und nicht arbeitsf\u00e4hige Personen verlieren durch die K\u00fcrzung der Mindestsicherung teilweise massiv, sondern auch arbeitende Menschen und Menschen im Pensionsalter, die bisher ihr Einkommen auf die H\u00f6he der Mindestsicherung aufstocken konnten.<\/p>\r\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Elternpaare mit mehreren Kindern verlieren sp\u00e4testens ab dem dritten Kind in allen Bundesl\u00e4ndern dramatisch, und zwar unabh\u00e4ngig von der Staatsb\u00fcrgerschaft.<\/p>\r\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Auch alleinstehende Erwachsene mit Pflichtschulabschluss verlieren in einigen Bundesl\u00e4ndern &#8211; in Ober\u00f6sterreich beispielsweise bis zu 700 Euro im Jahr.<\/p>\r\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Frauen, M\u00e4nner und Kinder, die noch keine M\u00f6glichkeit hatten, gut Deutsch zu lernen und einen Sprachnachweis zu erbringen, werden besonders hart getroffen.<\/p>\r\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Elternpaaren mit drei Kindern droht ein j\u00e4hrlicher Verlust von 4.764 Euro, wenn sie Pflichtschulabschluss haben. Ohne Pflichtschulabschluss beziehungsweise ohne gute Deutschkenntnisse drohe Paaren mit drei Kindern ein j\u00e4hrlicher Verlust von 11.964 Euro.<\/p>\r\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 usw.<\/p>\r\n<p>Meiner Meinung nach h\u00e4tte die Regierung die Pflicht, der Bev\u00f6lkerung \u201ereinen Wein\u201c \u00fcber die geplanten K\u00fcrzungen und die drohende Armutsversch\u00e4rfung einzuschenken anstatt nur Lobeshymnen zu verbreiten. Tausenden Frauen, M\u00e4nnern und Kindern in \u00d6sterreich droht bittere Armut bis hin zum Verlust ihrer Wohnung. Die Schere zwischen Arm und Reich wird noch weiter als bisher auseinandergerissen. Das hat auch negative Auswirkungen auf Gesundheit, Bildung, Wohnen und das Zusammenleben.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>17.11.2018<br \/>Leserbrief zu<br \/>\u201e100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges\u201c<\/p>\r\n<p>Wie ist das vereinbar, sich anl\u00e4sslich des Endes des Ersten Weltkrieges hinzustellen, den Frieden zu beschw\u00f6ren und an die anwesenden Regierungschefs zu appellieren, f\u00fcr eine bessere Welt zu k\u00e4mpfen \u2013 und gleichzeitig zu den gr\u00f6\u00dften Waffenproduzenten und Waffenexporteuren zu geh\u00f6ren. Und damit kriegsf\u00fchrende L\u00e4nder, wie z.B. Saudi-Arabien und viele andere auch\u00a0 &#8211; massiv zu unterst\u00fctzen, nur der st\u00e4ndig steigenden Profite der Waffenindustrie und ihrer Lobby wegen? Meine Frage: Sind unsere Regierungen, die EU und auch die UNO nicht in der Lage bzw. zu schwach, gegen die menschenverachtende Waffenlobby entscheidende Ma\u00dfnahmen zu setzen \u2013 um dadurch dem Frieden tats\u00e4chlich wie bei den verschiedenen Feierlichkeiten immer wieder lautstark verk\u00fcndet eine echte Chance zu geben?<\/p>\r\n<p>Hans Riedler<br \/>4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>2.11.2018<\/p>\r\n<p>Leserbrief zum<\/p>\r\n<p>UNO-Migrationspakt<\/p>\r\n<p>Es ist zum Sch\u00e4men, denn jetzt ist es fix: \u00d6sterreich zieht sich als viertes Land \u2013 gemeinsam mit den USA, Ungarn und Australien &#8211; aus dem globalen Migrationspakt der Uno zur\u00fcck und lehnt damit grundlegende Menschenrechte ab. \u00d6sterreich isoliert sich mit dieser Entscheidung global und steht Seite an Seite mit Trump und Orb\u00e1n &#8211; gegen 190 Staaten weltweit. Der Migrationspakt, ein rechtlich nicht bindendes Abkommen, soll als erstes internationales Dokument Grunds\u00e4tze f\u00fcr den Umgang mit Fl\u00fcchtlingen und Migranten, den Einsatz gegen Menschenhandel und die Sicherheit von MigrantInnen festlegen. Er soll auch legale M\u00f6glichkeiten der Migration definieren.<\/p>\r\n<p>Ich will diese Entscheidung \u00d6sterreichs nicht hinnehmen und habe mich daher an der laufenden Aktion beteiligt und stellvertretend f\u00fcr \u00d6sterreich den UNO-Menschenrechtspakt unterzeichnet und mit inzwischen insgesamt mehr als 70.000 an die Vereinten Nationen weitergeleitet.<\/p>\r\n<p>Machen auch Sie bei dieser Aktion mit, klicken Sie untenstehenden Link an und unterschreiben Sie &#8211; es geht um die Menschenw\u00fcrde und das \u00dcberleben von Millionen von Menschen:<\/p>\r\n<p><a href=\"https:\/\/actions.aufstehn.at\/wir-unterzeichnen-den-migrationspakt\">https:\/\/actions.aufstehn.at\/wir-unterzeichnen-den-migrationspakt<\/a><\/p>\r\n<p>Hans Riedler<\/p>\r\n<p>4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>20. Okt. 2018<\/p>\r\n<p>Leserbrief zu<\/p>\r\n<p>\u201eKritik an Abschiebepraxis\u201c<\/p>\r\n<p>Leserbrief in den O\u00d6N von J\u00fcrgen Jauch \u2013 20. Oktober 2018<\/p>\r\n<p>Im Gegensatz zu Ihnen, Herr Jauch, empfinde ich die Kritik von Bischof Manfred Scheuer an der kompromisslosen Abschiebepraxis von Asylwerbern berechtigt, denn die Bestimmungen \u00fcber das humanit\u00e4re Bleiberecht w\u00fcrden mehr Menschlichkeit erlauben als viele Fl\u00fcchtlinge von Verantwortlichen im Asylbereich in der Praxis erfahren. Oder haben Sie noch nie etwas geh\u00f6rt von den oft dem\u00fctigenden Interviews mit Aussagen wie z.B. \u201edas glaub ich dir nicht\u201c, von nicht angek\u00fcndigten Abschiebungen von Familien mit Kleinkindern bei Nacht, von Abschiebungen bereits gut integrierter Lehrlinge usw.?<\/p>\r\n<p>Ganz schlimm und \u00e4u\u00dferst befremdlich finde ich auch, im Gegensatz zu Ihnen Herr Jauch, die Aussagen von Bundeskanzler Kurz \u00fcber die angebliche Zusammenarbeit von Schleppern und NGOs\u00a0 Sind auch Sie tats\u00e4chlich der Meinung, es w\u00e4re gescheiter, diese hilfesuchenden und in schwerer Not befindlichen Fl\u00fcchtlinge dem sicheren Tod zu \u00fcberlassen als sie praktisch in letzter Minute zu retten? Aufgrund meiner Wertvorstellungen stimme ich der klaren Forderung von Papst Franziskus \u2013 der sich auch Bischof Manfred anschloss &#8211; in vollem Inhalt zu: \u201eIm Umgang mit Gefl\u00fcchteten sollten\/m\u00fcssen wir uns vom Ziel leiten lassen, sie aufzunehmen, zu sch\u00fctzen, zu f\u00f6rdern und zu integrieren. Und ich bin auch \u00fcberzeugt, \u201edass die Gesellschaft durch Menschen, die hierbleiben wollen, nicht \u00e4rmer, sondern reicher wird\u201c, trotz der dabei fallweise auftretenden und nicht zu leugnenden Probleme. Dass ich mit dieser Meinung noch immer zur Minderheit geh\u00f6re und jene Politiker, die fast t\u00e4glich das Gegenteil verk\u00fcnden, in den aktuellen Meinungsumfragen oben bleiben, ist f\u00fcr mich unverst\u00e4ndlich und finde ich sehr, sehr schade.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler<\/p>\r\n<p>4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>11. Okt. 2018<\/p>\r\n<p>Menschenrecht auf Zuwanderung &#8211; Kritik an der Bundesregierung<\/p>\r\n<p>Der von der UNO erstellte \u201eMenschenrechtspakt f\u00fcr sichere und regulierte Migration\u201c wird nicht nur von den USA und Ungarn, sondern mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit auch von \u00d6sterreich abgelehnt, weil Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Strache gegen ein Menschenrecht auf Zuwanderung sind. Eine Entscheidung, die der bisherigen Asylpolitik der Bundesregierung voll entspricht und die Erwartung beinhaltet, damit wieder bei vielen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern zu punkten. Leider ist diese Politik bisher erfolgreich und die tats\u00e4chlich in der Bev\u00f6lkerung vorhandenen \u00c4ngste vor Asylanten und Fl\u00fcchtlingen werden dadurch neuerlich gesch\u00fcrt.<\/p>\r\n<p>Wie aber erkl\u00e4ren Sie sich, liebe Mitglieder der Bundesregierung, dass vor allem Menschen, die gar keine Fl\u00fcchtlinge\/Asylanten pers\u00f6nlich kennen, geschweige denn bisher mit ihnen n\u00e4her in Ber\u00fchrung gekommen sind, sich lt. mehrerer Umfragen am meisten f\u00fcrchten? Und jene Menschen, die Fl\u00fcchtlinge\/Asylanten kennen, mit oder neben ihnen wohnen, sich f\u00fcr sie und mit ihnen engagieren, kaum bis \u00fcberhaupt nicht f\u00fcrchten und keine Angst vor diesen \u201eAnderen\u201c haben? K\u00f6nnte es vielleicht doch stimmen, dass Sie, die Mitglieder der Bundesregierung, selbst die Ursache sind, weil erstere, die sich f\u00fcrchten, vor allem bzw. ausschlie\u00dflich Ihre Meinungen \u00fcber die angeblich so gewaltbereiten und kriminellen Fl\u00fcchtlinge\/Asylanten kennen und diese Ihre st\u00e4ndigen angstmachenden Botschaften f\u00fcr wahr halten?<\/p>\r\n<p>Die Ablehnung des von der UNO erstellten \u201eMenschenrechtspakt f\u00fcr sichere und regulierte Migration\u201c ist leider ein weiterer Schritt in dieser unmenschlichen Asylpolitik.<\/p>\r\n<p>Hans Riedler<\/p>\r\n<p>4040 Linz, Hofmannstrasse 10<\/p>\r\n<p><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Leserbriefseite der Pax Christi-Homepage werden zugesandte Leserbriefe und Statements von Mitgliedern und Sympathisanten ver\u00f6ffentlicht. Damit soll das Engagement f\u00fcr eine \u00f6ffentliche Meinungsbildung unterst\u00fctzt werden.Die Leserbriefe m\u00fcssen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion entsprechen. Kommentar &#8222;auferstehung einer toten friedensbewegung&#8220; von Gerhard Bila https:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Artikel-gegen-Militarisieurng-Diakon-Bila-Maerz-2026.pdf &nbsp; Leserbrief &#8222;F\u00fcr eine Welt ohne Bombe&#8220; von Mag. 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