{"id":10482,"date":"2024-11-11T08:32:32","date_gmt":"2024-11-11T07:32:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=10482"},"modified":"2024-11-11T08:33:34","modified_gmt":"2024-11-11T07:33:34","slug":"oesterreichische-bischofskonferenz-das-heilige-land-braucht-endlich-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=10482","title":{"rendered":"\u00d6sterreichische Bischofskonferenz: &#8222;Das Heilige Land braucht endlich Frieden"},"content":{"rendered":"<p><em>Zum Abschluss der Herbst-Vollversammlung hat die \u00d6sterreichische Bischofskonferenz auch eine Erkl\u00e4rung zur Situation in Israel und Pal\u00e4stina abgegeben und eindringlich zu Frieden und Dialog aufgefordert.<\/em><\/p>\n<p>Auszug aus der Abschlusserkl\u00e4rung (Art. 4):<\/p>\n<p>Das Heilige Land braucht endlich Frieden Der Krieg im Heiligen Land aufgrund des \u00dcberfalls der Terrororganisation Hamas vor einem Jahr am 7. Oktober hat eine Eskalation der Gewalt ausgel\u00f6st, die uns fassungslos macht: Zerst\u00f6rung und Tod, Hass, Rache und scheinbar un\u00fcberbr\u00fcckbare gegenseitige Ressentiments bestimmen die Region, die f\u00fcr den Glauben von Juden, Christen und Muslime zentral ist. <!--more-->Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, spricht von einem &#8222;Tsunami des Hasses&#8220;, der \u00fcber die gesamte Region hinwegfegt. Nicht nur dort, sondern weltweit hat die Radikalisierung zugenommen. Auch in \u00d6sterreich ist die Anzahl antisemitischer Vorf\u00e4lle signifikant gestiegen. Einmal mehr unterstreichen wir Bisch\u00f6fe das Existenzrecht Israels und betonen das Recht Israels, sich zu verteidigen. Gleichzeitig halten wir fest, dass die Menschenrechte sowie das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht und das Kriegsv\u00f6lkerrecht von allen Seiten ohne Ausnahme zu achten ist.<\/p>\n<p>Dieser Krieg bringt weder f\u00fcr Israelis noch f\u00fcr Pal\u00e4stinenser Sicherheit und Frieden. Auf Gewalt folgt stets weitere Gewalt. Durch die Ausweitung der kriegerischen Auseinandersetzungen auf den Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wurde jetzt auch noch der Libanon in die Gewaltspirale mit hineingezogen. Patriarch Pizzaballa hat mehrfach darauf hingewiesen, dass sich jede Seite als Opfer f\u00fchlt, und zwar als einziges Opfer des Konflikts. Als Christen sind wir aber verpflichtet, allen Opfern von Gewalt, Terror und Unrecht beizustehen und uns ihnen zuzuwenden.<\/p>\n<p>Daher treten wir Bisch\u00f6fe mit Papst Franziskus einmal mehr f\u00fcr die unverz\u00fcgliche Freilassung aller noch in Gaza festgehaltenen Geiseln und einen sofortigen Waffenstillstand an allen Fronten ein. Wir verurteilen alle Gewaltakte gegen Zivilistinnen und Zivilisten, sei es in Gaza, in Nordisrael, im Westjordanland oder im Libanon, und wir betonen die Einhaltung des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts. Das betrifft den Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung, des medizinischen Personals und humanit\u00e4rer Helferinnen und Helfern sowie der zivilen Infrastruktur, insbesondere der Krankenh\u00e4user und Schulen. Diese d\u00fcrfen weder f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke missbraucht werden, noch Ziele milit\u00e4rischer Angriffe sein.<\/p>\n<p>Unsere Gebete und Gedanken sind auch bei den Christen im Heiligen Land, bei jenen, die unter unvorstellbaren Bedingungen in Gaza eingeschlossen sind, bei jenen, die im Westjordanland leiden, bei jenen, die Opfer des Krieges im Libanon sind, und bei jenen, die in Israel von der Gewalteskalation betroffen sind. Ihr Schicksal und das Leid aller Menschen vor Ort d\u00fcrfen uns nicht gleichg\u00fcltig sein.<\/p>\n<p>Wir rufen eindringlich zum Gebet f\u00fcr Frieden und Gerechtigkeit auf und zu noch mehr humanit\u00e4rer Hilfe f\u00fcr die Opfer des Krieges. Die \u00f6sterreichischen Bisch\u00f6fe schlie\u00dfen sich der Forderung unserer Caritas nach einem sicheren und nachhaltigen Zugang f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe in den Gazastreifen an, einschlie\u00dflich der Bereitstellung lebensrettender Hilfsg\u00fcter, Medikamente, Lebensmittel, Wasser und Treibstoff, aber auch psychosozialer Dienste.<\/p>\n<p>Den UNO-Organisationen und anderen Hilfswerken muss die Arbeit erm\u00f6glicht werden. Wir verurteilen in diesem Zusammenhang auch den j\u00fcngsten Raketenbeschuss auf das UNIFIL-Camp Naqoura im S\u00fcdlibanon. Dabei wurden auch acht \u00f6sterreichische Blauhelme leicht verletzt. Es ist inakzeptabel, dass UN-Kr\u00e4fte, die zum Frieden beitragen sollen und wollen, angegriffen werden.<\/p>\n<p>Wir sind \u00fcberzeugt: Zu einer gerechten politischen Ordnung im Heiligen Land, die Israelis und Pal\u00e4stinensern gleicherma\u00dfen ein Leben in W\u00fcrde und mit Zukunftsperspektiven erm\u00f6glicht, gibt es keine Alternative. Und so eine Ordnung kann nur durch Dialog erarbeitet werden, so schwierig das derzeit auch erscheinen mag.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.katholisch.at\/dl\/onsmJmoJLLmlJqx4KJKJmMJkKnML\/biko_pressemappe_herbst2024_pdf\">Die vollst\u00e4ndige Abschlusserkl\u00e4rung finden Sie hier.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Abschluss der Herbst-Vollversammlung hat die \u00d6sterreichische Bischofskonferenz auch eine Erkl\u00e4rung zur Situation in Israel und Pal\u00e4stina abgegeben und eindringlich zu Frieden und Dialog aufgefordert. 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