{"id":2171,"date":"2011-07-13T12:04:25","date_gmt":"2011-07-13T12:04:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=2171"},"modified":"2011-07-18T12:25:33","modified_gmt":"2011-07-18T12:25:33","slug":"die-friedensbewegung-trauert-um-werner-ertel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=2171","title":{"rendered":"Die Friedensbewegung trauert um Werner Ertel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Werner Ertel, langj&auml;hriger Journalist beim ORF, und Mitorganisator der Friedensradfahrt von Wien nach Jerusalem<\/strong> ist am Mittwoch den 07.07.2011 <strong>im Alter von 69 Jahren v&ouml;llig unerwartet verstorben.<\/strong> In den vergangenen zwei Jahren ergab sich zwischen Pax Christi und dem in Friedensthemen und Menschenrechtsfragen interessierten und engagierten Nieder&ouml;sterreicher ein positiver Austausch. <strong>Der Vorstand und die Mitglieder von Pax Christi &Ouml;sterreich dr&uuml;cken den Angeh&ouml;rigen und Freunden Werner Ertels ihr Mitgef&uuml;hl und Beileid aus.<\/strong><\/p>\n<p>Lesen Sie hier den Nachruf von Michael Wei&szlig; (religion.orf.atf)<!--more--><\/p>\n<blockquote>\n<p>ORF-Journalist Werner Ertel unerwartet gestorben<br \/>\n\t\tV&ouml;llig unerwartet ist der langj&auml;hrige ORF-Journalist Werner Ertel am Mittwoch an einem Lungeninfarkt gestorben. Er war 69 Jahre alt.<\/p>\n<p>\t\tWerner Ertel, der noch vor zwei Jahren mit dem Rad &ndash; im Rahmen einer von ihm mitorganisierten &bdquo;Friedensradwallfahrt&ldquo; &ndash; knapp 4.000 Kilometer von Wien nach Jerusalem gefahren ist, erlitt am Mittwoch nach einer Radtour von Melk nach Willersdorf einen Lungeninfarkt. Die Rettungskr&auml;fte, die sofort gerufen wurden, konnten nichts mehr f&uuml;r ihn tun. Er starb in den Armen eines Freundes. Werner Ertel war 69 Jahre alt. Er hinterl&auml;sst eine Frau und eine erwachsene Tochter.<\/p>\n<p>\t\tViele Jahre lang hat Ertel Beitr&auml;ge f&uuml;r die Sendungen der ORF-Abteilung Religion, f&uuml;r &bdquo;Thema&ldquo; und f&uuml;r den &bdquo;Report&ldquo; gestaltet, in den vergangenen Jahren meist als Redakteur und Kameramann in einer Person. Seine Themen waren die Reformbewegungen in der katholischen Kirche, Asylwerber und sozial Benachteiligte. &bdquo;Werner Ertel war ein Journalist mit Leidenschaft und Mission. Ihm ging es nicht nur darum, zu berichten. Er wollte immer auch ver&auml;ndern &ndash; die Welt ein St&uuml;ck besser machen. Wir trauern um einen treuen Freund&ldquo;, sagt der &bdquo;Orientierung&ldquo;-Sendungsverantwortliche Norbert Steidl &uuml;ber den langj&auml;hrigen Mitarbeiter.<br \/>\n\t\tAsylwerber, Kirchenreform<\/p>\n<p>\t\tImmer wieder hat Werner Ertel sich in seiner journalistischen Arbeit mit Themen auseinandergesetzt, die ihm auch ein pers&ouml;nliches Anliegen waren. Die oftmals schwierige Situation von Asylwerbern in &Ouml;sterreich war eines dieser Themen. Im J&auml;nner 2009 war Ertel mit der Kamera dabei, als die vier Geschwister von Arigona Zogaj nach ihrer Abschiebung illegal nach &Ouml;sterreich einreisten und die Familie erstmals seit 2007 wieder vereint war.<\/p>\n<p>\t\tAuch f&uuml;r die Reformanliegen innerhalb der katholischen Kirche hatte Ertel stets ein offenes Ohr. 2002 berichtete er f&uuml;r &bdquo;Thema&ldquo; &uuml;ber die umstrittene Weihe von mehreren &Ouml;sterreicherinnen und Deutschen zu &bdquo;katholischen Priesterinnen&ldquo;. Sp&auml;ter schrieb er zusammen mit einer von ihnen, der Deutschen Gisela Forster, das Buch &bdquo;Wir sind Priesterinnen&ldquo;. Auch f&uuml;r das amtskirchenkritische Magazin &bdquo;Kirche In&ldquo; verfasste Ertel regelm&auml;&szlig;ig Beitr&auml;ge.<br \/>\n\t\t&bdquo;Franziskusgemeinschaft&ldquo; mitgegr&uuml;ndet<\/p>\n<p>\t\t1981 war Werner Ertel eines der Gr&uuml;ndungsmitglieder der &bdquo;Franziskusgemeinschaft Pinkafeld&ldquo;, in der er danach auch einige Jahre seines Lebens verbrachte. Die Franziskusgemeinschaft sieht sich als eine &bdquo;Lebens-, Gebets-, G&uuml;ter- und Arbeitsgemeinschaft&ldquo;, die &bdquo;Verherrlichung Gottes und Dienst am N&auml;chsten&ldquo; als ihre Hauptziele sieht. Sp&auml;ter bewohnte Ertel einen Bauernhof nahe Melk. Naturverbundenheit und &ouml;kologische Nachhaltigkeit waren ebenfalls gro&szlig;e Anliegen, die ihn bis zu seinem Lebensende begleiteten. Beispielsweise fungierte er als Moderator eines Arbeitskreises unter dem Titel &bdquo;Kirche und Sonnenenergie&ldquo;. &bdquo;Ich m&ouml;chte daf&uuml;r eintreten, dass jede Pfarre in &Ouml;sterreich eine Solarstrom-Tankstelle wird&ldquo;, schrieb er erst vergangene Woche an die Orientierung-Redaktion. Schon vor Jahren hatte er beschlossen, ohne Auto auskommen zu wollen.<br \/>\n\t\t&bdquo;Friedensradwallfahrten&ldquo;<\/p>\n<p>\t\tDass eines seiner letzten gro&szlig;en Projekte eine gro&szlig;e &bdquo;Friedensradwallfahrt&ldquo; von Wien nach Jerusalem war, passt also durchaus ins Gesamtbild seines Lebens. Zusammen mit 20 christlich motivierten Mitstreitern absolvierte er die 3.712 Kilometer weite Fahrt von 13. April bis 20. Mai 2009. In Belgrad hatte die Gruppe an den orthodoxen Osterfeiern teilgenommen, in Istanbul wurden die Radler vom &Ouml;kumenischen Patriarchen Bartholomaios I. empfangen und in Jerusalem und Bethlehem standen zahlreiche Begegnungen mit j&uuml;dischen und pal&auml;stinensischen Friedens- und Menschenrechtsgruppen auf dem Programm. An der Planung zweier weiterer &bdquo;Friedensradwallfahrten&ldquo; &ndash; von Wien nach Sarajewo im Herbst 2011 und von Br&uuml;ssel nach Jerusalem 2012 &ndash; war Ertel bis zu seinem Tod entscheidend beteiligt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><em><br \/>\n\t<strong>Quelle: <\/strong>Michael Wei&szlig;, religion.ORF.at (<a href=\"http:\/\/religion.orf.at\/projekt03\/news\/1107\/ne110707_ertel_fr.htm\" target=\"_blank\">http:\/\/religion.orf.at\/projekt03\/news\/1107\/ne110707_ertel_fr.htm<\/a>)<br \/>\n\t<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werner Ertel, langj&auml;hriger Journalist beim ORF, und Mitorganisator der Friedensradfahrt von Wien nach Jerusalem ist am Mittwoch den 07.07.2011 im Alter von 69 Jahren v&ouml;llig unerwartet verstorben. In den vergangenen zwei Jahren ergab sich zwischen Pax Christi und dem in Friedensthemen und Menschenrechtsfragen interessierten und engagierten Nieder&ouml;sterreicher ein positiver Austausch. 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