{"id":3834,"date":"2012-12-31T17:34:51","date_gmt":"2012-12-31T17:34:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=3834"},"modified":"2013-09-01T17:41:44","modified_gmt":"2013-09-01T15:41:44","slug":"volksbefragung-bundesheerberufsheer-mein-argument-meine-stimme-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=3834","title":{"rendered":"Volksbefragung Bundesheer\/Berufsheer: Mein Argument &#8211; Meine Stimme"},"content":{"rendered":"<p>\n\tWarum nicht ein &Ouml;sterreich ohne Heer?\n<\/p>\n<p>\n\tSicherheit ist ein Grundbed&uuml;rfnis. Sie ist aber auch zweischneidig. In sich tr&auml;gt sie zwei Gefahren: Die Sucht nach immer noch mehr von ihr und die Versuchung unsere Friedensf&auml;higkeit verk&uuml;mmern zu lassen. Die USA, die h&ouml;chstger&uuml;stete Macht der Welt und zugleich ein friedenspolitischer Zwerg ist daf&uuml;r ein anschauliches Beispiel.<br \/>\n\tAngesichts wachsender sozialen Spannungen in der EU darf man auch in Europa an einer dauerhaften Binnenbefriedung zweifeln. Klar sichtbar ist die Tendenz zum Aufbau eines EU-Imperiums mit wirtschaftspolitisch neokolonialen Zielen. Eine kriegsf&auml;hige Milit&auml;rmacht soll diese Interessen in Asien und Afrika absichern. Die herrschenden Eliten unseres Landes wollen bei dieser Entwicklung dabei sein. Der Ruf nach einem effizienten Berufsheer f&uuml;gt sich in diese Logik.\n<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\n\t<br \/>\n\tDie bei der kommenden Volksbefragung vom 20. J&auml;nner ausschlie&szlig;lich zur Wahl stehenden Alternativen &bdquo;Wehrpflicht oder Berufsheer&ldquo; charakterisieren die Flachheit der aktuellen Sicherheitspolitik. Unsere besondere geopolitische Situation und der neutrale Status b&ouml;te uns einen weit dar&uuml;ber hinausgehende Spielraum. Anstatt ihn entschlossen zu nutzen, f&uuml;hrt die gegenw&auml;rtige Debatte zur weiteren friedenspolitischen Inaktivit&auml;t.<br \/>\n\tSchon in den letzten 20 Jahren war das sichtbar. Wo etwa blieben die mutigen au&szlig;enpolitischen Initiativen der Nahostpolitik Kreiskys? Wo die n&ouml;tigen Anstrengungen zu einer Reform der UNO, der wir dann als glaubw&uuml;rdiger &bdquo;Weltordnungsmacht&ldquo;, auch Soldaten zur Verf&uuml;gung stellen k&ouml;nnten? Wo der Aufbau international einsetzbarer ziviler Friedensdienste? Wo die Bem&uuml;hung, unseren Beitrag zur Entwicklungspolitik auf die von der OECD geforderten 0,7 % BIP anzuheben? Usw.<br \/>\n\tWas ein Land ohne Armee zum Frieden beitragen kann, zeigte Costa Rica im Mittelamerika-Friedensprozess der 1980er Jahre. 1949 schaffte der Kleinstaat die Armee ab und investierte stattdessen in das Bildungs- und Gesundheitswesen. Dies f&uuml;hrte mit zu einem relativen Wohlstand, der sich auch im Pr&auml;dikat ausdr&uuml;ckt &bdquo;die Schweiz Lateinamerikas&ldquo; zu sein. Und eben weil es nicht militarisiert war, unternahm das Land gro&szlig;e politische Anstrengungen um seine Nachbarschaft nach dem Sturz der Somoza-Diktatur in Nicaragua (1979) zu befrieden. Zu Recht wurde dieses erfolgreiche Unternehmen nach dem Pr&auml;sidenten von Costa Rica, &bdquo;Arias-Sanchez-Plan&ldquo; genannt.<br \/>\n\tDie erw&uuml;nschte Binnenpazifizierung Europas darf nicht mit einer zunehmenden Aussenaggression erkauft werden! Beim neokolonialen Projekt eines militarisierten Europ&auml;ischen Imperiums sollen wir weder mit einem Berufsheer noch mit einer Wehrpflichtarmee dabei sein.\n<\/p>\n<p>\n\tFranz S&ouml;lkner, Steiermark, Mitglied von Pax Christi<br \/>\n\t&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum nicht ein &Ouml;sterreich ohne Heer? Sicherheit ist ein Grundbed&uuml;rfnis. Sie ist aber auch zweischneidig. In sich tr&auml;gt sie zwei Gefahren: Die Sucht nach immer noch mehr von ihr und die Versuchung unsere Friedensf&auml;higkeit verk&uuml;mmern zu lassen. Die USA, die h&ouml;chstger&uuml;stete Macht der Welt und zugleich ein friedenspolitischer Zwerg ist daf&uuml;r ein anschauliches Beispiel. 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