{"id":3836,"date":"2012-12-31T17:36:58","date_gmt":"2012-12-31T17:36:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=3836"},"modified":"2013-09-01T17:43:37","modified_gmt":"2013-09-01T15:43:37","slug":"volksbefragung-bundesheerberufsheer-mein-argument-meine-stimme-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=3836","title":{"rendered":"Volksbefragung Bundesheer\/Berufsheer: Mein Argument &#8211; Meine Stimme"},"content":{"rendered":"<p>\n\t<span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif\"><span style=\"font-size: 14px\">Sicherheit!?<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\tSicherheit ist wichtig. Sie muss aber im Dienst unserer Freiheit stehen, sonst wird sie totalit&auml;r. F&uuml;r den Konfliktfall haben wir Sicherungs- und Schlichtungsstellen organisiert, angefangen von famili&auml;ren Schlichtungsstellen bis hin zu Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz. Dies zeugt von Flexibilit&auml;t und Einfallsreichtum. Ist es aber einfallsreich, wenn wir uns bei kriegerischen Konflikten fast nur auf milit&auml;rische Systeme verlassen? Ganz sicher nicht. Denn auch hier gilt es angesichts der Vielfalt der Konfliktm&ouml;glichkeiten m&ouml;glichst differenziert zu reagieren und vor allem differenziert vorzusorgen. Gegen&uuml;ber Cyberkriminalit&auml;t ist anders vorzugehen als gegen&uuml;ber milit&auml;rischer Aggression.\n<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\n\tAngesichts der Energie-, Klima-, Hunger- und Finanzkrise ben&ouml;tigen wir andere Strategien als milit&auml;rische.<br \/>\n\tMilit&auml;rische Verteidigung ist vermutlich in manchen F&auml;llen unverzichtbar. Aber h&auml;ufig ist sie ein inad&auml;quates Mittel, das nicht zum Ziel der Konfliktl&ouml;sung f&uuml;hrt. Die aktuelle sicherheitspolitische Debatte &ndash; allgemeine Wehrpflicht oder Berufsheer &ndash; ist eine eindimensionale Antwort auf die Vielfalt m&ouml;glicher Bedrohungen. Es ist verr&auml;terisch, wenn das Bundesheer seine Sinnhaftigkeit mit dem Katastrophenschutz zu begr&uuml;nden sucht, den andere Organisationen gleich gut oder gar noch besser abdecken k&ouml;nnen. Tats&auml;chlich wird von der Friedensforschung und unterschiedlichen Gruppierungen der Zivilgesellschaft seit Jahrzehnten an alternativen L&ouml;sungsans&auml;tzen gearbeitet. Die Masse der Menschen und die herrschende Politik nimmt davon kaum Notiz. Aber genau diese Angebote alternativer Sicherheitskonzepte gilt es gegen&uuml;ber der monomanen milit&auml;rischen Verteidigungsstrategie aufzuwerten und auszubauen.\n<\/p>\n<p>\n\tIm Rahmen eines Sozialdienstes sollten jungen Menschen &ndash; Frauen wie M&auml;nner &ndash; in diese &bdquo;umfassenden&ldquo; M&ouml;glichkeiten der Konfliktpr&auml;vention und Verteidigung eingef&uuml;hrt und &ndash; je nach Neigung &ndash; auch eingeschult werden. Immer im Blick auf m&ouml;gliche nationale und internationale Herausforderungen k&ouml;nnten neben Vortr&auml;gen und &Uuml;bungen der milit&auml;rischen Verteidigung auch prinzipiell gewaltverzichtende Befriedungsstrategien einge&uuml;bt werden. In einer Grundausbildungszeit w&uuml;rde man also nicht nur von Milit&auml;rs eingeschult, sondern in gleicher Weise auch von Tr&auml;gern &ouml;sterreichischer und internationaler Friedensdienste (Vers&ouml;hnungsbund, &Ouml;sterreichischen Auslandsdienst\/&Ouml;AD etc.).<br \/>\n\tWenn ich also w&auml;hlen muss, dann weder die allgemeine Wehrpflicht noch ein Berufsheer. Stattdessen unterschreibe ich die parlamentarische B&uuml;rgerinitiative von Amnesty International, die in einem 10-Punkte-Programm eine umfassende und aktive Friedenspolitik anstrebt.\n<\/p>\n<p>\n\tDr. Alois Wolkinger, Steiermark, Mitglied von Pax Christi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sicherheit!? Sicherheit ist wichtig. 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