{"id":4171,"date":"2013-03-17T22:33:16","date_gmt":"2013-03-17T22:33:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=4171"},"modified":"2013-07-11T08:07:00","modified_gmt":"2013-07-11T08:07:00","slug":"danke-franziska-jagerstatter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=4171","title":{"rendered":"Danke, Franziska J\u00e4gerst\u00e4tter!"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]&gt;--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Franziska J&auml;gerst&auml;tter, Witwe des Seligen Franz J&auml;gerst&auml;tter (1907-1943), ist am 16. M&auml;rz 2013 um 23:00 Uhr im Kreise ihrer Familie in ihrer Wohnung in St. Radegund friedlich entschlafen.<\/strong> Zu ihrem 100. Geburtstag am 4. M&auml;rz erfreute sich noch an den Gratulationen und Besuchern aus Kirche und Politik.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"http:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Franziska-J\u00e4gerst\u00e4tter-Franz-Reliquie1.jpg\"><!--[if gte mso 9]&gt;--><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"http:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Franziska-J\u00e4gerst\u00e4tter-Franz-Reliquie3.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" alt=\"\" class=\"alignleft size-full wp-image-4188\" height=\"201\" src=\"http:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Franziska-J\u00e4gerst\u00e4tter-Franz-Reliquie3.jpg\" width=\"251\" \/><\/a>Franziska J&auml;gerst&auml;tter war ihrem Mann &uuml;ber die Jahrzehnte sehr eng verbunden und &uuml;bersetzte mit ihrem Leben die Botschaft des Seligen in die heutige Zeit hinein. Es war zeitlebens ihr Wunsch, ihren geliebten Gatten wieder zu sehen. Wenn Franziska auf ihr gro&szlig;es Leid angesprochen wurde, das sie zu tragen hatte, gab sie mitunter zur Antwort: &bdquo;Es war ein langer Karfreitag. Aber ich denke, dass ich jetzt schon n&auml;her an Ostern bin.&ldquo; Das Wiedersehen im Himmel wird f&uuml;r die Ehepartner ein Osterfest sein.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Das Begr&auml;bnis von Franziska J&auml;gerst&auml;tter ist am Samstag, 23. M&auml;rz 2013 um 14.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Radegund. Franziska J&auml;gerst&auml;tter wird in der Grabst&auml;tte von Franz J&auml;gerst&auml;tter vor der Pfarrkirche beigesetzt. Im Linzer Mariendom wird am Freitag, 22. M&auml;rz 2013 um 18.15 Uhr ein Requiem gefeiert.<\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Di&ouml;zesanbischof Dr. Ludwig Schwarz<\/b> sagte in einer ersten Stellungnahme: &bdquo;Franziska J&auml;gerst&auml;tter war eine gro&szlig;e Christin und ein gro&szlig;es Vorbild im Glauben. F&uuml;r ihr Lebens- und Glaubenszeugnis sage ich ein herzliches Dankesch&ouml;n und Vergelt&rsquo;s Gott! Ich bete f&uuml;r sie, dass sie im ewigen Leben ihrem geliebten Franz wieder begegnet und die lang ersehnte Erf&uuml;llung bei Gott findet. Der Familie J&auml;gerst&auml;tter m&ouml;chte ich mein herzliches Beileid aussprechen. Die Liebe Gottes, das Vertrauen zu Gott und das Handeln im Sinne Jesu sind Franz und Franziska im Gleichschritt gegangen, darum wird Franziska J&auml;gerst&auml;tter f&uuml;r unsere Di&ouml;zese ein wichtiges Vorbild im Glauben bleiben. Es ist einzigartig, dass wir vom seligen Franz J&auml;gerst&auml;tter die Gattin, T&ouml;chter und Familie dazu geschenkt bekamen und dadurch sein Zeugnis weiterlebt.&ldquo;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der <b>Innsbrucker Di&ouml;zesanbischof Dr. Manfred Scheuer<\/b> beschrieb in einer fr&uuml;heren Predigt Franziska J&auml;gerst&auml;tter:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&bdquo;Auch und gerade seine Frau Franziska hat der Brief Christi erreicht. Wir verdanken ihr in gewisser Weise Franz J&auml;gerst&auml;tter. Sicher war es sein ureigener Weg in der Einsamkeit seiner Gewissensentscheidung. Und doch: Sie war zun&auml;chst religi&ouml;s die Aktivere; Sie hat die Melodie Gottes in sich aufgenommen. So ist f&uuml;r Franz der Wille Gottes auch durch Franziska vermittelt worden. Wenn sie nicht zu ihm gehalten h&auml;tte, dann h&auml;tte er niemanden gehabt. Sie war wichtig f&uuml;r ihn, dass er so geworden ist.&ldquo;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Franziska J&auml;gerst&auml;tter: Lebenslauf<\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Franziska J&auml;gerst&auml;tter wurde am 4. M&auml;rz 1913 in Hochburg\/Ober&ouml;sterreich (am gegen&uuml;berliegenden Salzachufer liegt Burghausen) in eine gro&szlig;e Bauernfamilie mit Vater Lorenz Schwanninger und Mutter Maria, geb. Zeitelmeier, geboren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Franziska war eine gute Sch&uuml;lerin. Gebet und Glaube spielten in der Familie eine wichtige Rolle, auch das Interesse am Zeitgeschehen. Sie arbeitete am elterlichen Bauernhof, in der K&uuml;che eines Gasthofes und verdiente sich ein paar Groschen im Aufstellen der Kegeln in der Kegelbahn. Hier begegnete sie Franz J&auml;gerst&auml;tter.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Franz und Franziska J&auml;gerst&auml;tter heirateten<\/b> am Gr&uuml;ndonnerstag, 9. April 1936 und fuhren anschlie&szlig;end auf Hochzeitsreise nach Rom. 1937,1938 und 1940 wurden die <b>T&ouml;chter Rosalia, Maria und Aloisia<\/b> geboren. Franziska J&auml;gerst&auml;tter lud ihren Mann zum Bibellesen und Beten ein, das er auch in der Zeit mit den kleinen Kindern weiterpraktizierte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Als Franz J&auml;gerst&auml;tter an der Volksbefragung &uuml;ber den &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs nicht teilnehmen wollte, dr&auml;ngte ihn Franziska dazu. Sie erkannte damals, dass es Bereiche gab, in denen sie ihren Mann nicht unter Druck setzen durfte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Als Franz J&auml;gerst&auml;tter ein zweites Mal zur Wehrmacht einr&uuml;cken sollte und er diesem nicht folgen wollte, erkl&auml;rte Franziska auf die Frage, warum ihr Mann nicht wieder in den Krieg gezogen sei: &bdquo;Weil sie (die Nationalsozialisten) die Kirche so verfolgt haben.&quot; Der Preis der Entscheidung war dem Ehepaar klar. Anfangs versuchte Franziska ihren Mann umzustimmen. Doch als es zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Verwandtschaft kam, trat sie an seine Seite: &bdquo;Er h&auml;tte ja sonst niemanden gehabt, wenn ich nicht zu ihm gehalten h&auml;tte<b>.&ldquo; Am 2. M&auml;rz 1943 verweigerte Franz J&auml;gerst&auml;tter in der Kaserne Enns den Dienst mit der Waffe f&uuml;r das Hitlerregime <\/b>aus dem Glauben heraus.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Franziska J&auml;gerst&auml;tter stellte sich nicht gegen die Gewissensentscheidung von Franz, auch wenn deren t&ouml;dlicher Ausgang absehbar war. Die Briefe an ihren inhaftierten Mann bewegen in dem, was sie enthalten, und dadurch, was sie nicht enthalten. Sie sorgte sich um seine seelische Verfassung, respektierte aber seine Entscheidung. Nicht einmal Passagen wie: &bdquo;Denk doch an mich und unsere Kinder&ldquo; finden sich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nach dem Todesurteil wurde eine Begegnung in Berlin durch den Pflichtverteidiger erm&ouml;glicht. Dort konnten die Eheleute sich kurz verabschieden. Am <b>9. August 1943<\/b>, zum Zeitpunkt des Todes ihres Mannes, sp&uuml;rte Franziska eine starke Verbindung zu ihm, sie merkte sich die Uhrzeit.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nach der Ermordung J&auml;gerst&auml;tters warfen manche Menschen ihr vor, durch ihre Religiosit&auml;t mit Schuld an der Verweigerung des Wehrdienstes ihres Mannes aus religi&ouml;sen Gr&uuml;nden zu sein.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Nach dem Krieg<\/b> setzte Franziska J&auml;gerst&auml;tter die Arbeit am Bauernhof mit Hilfe ihres Vaters und ihrer Schwester fort. Sie war &uuml;ber 30 Jahre lang Mesnerin an der Pfarrkirche St. Radegund, Lektorin, Kommunionspenderin sowie Leiterin der pfarrlichen Katholischen Frauenbewegung.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Seit dem Tod von Franz J&auml;gerst&auml;tter war Franziska mit hunderten Menschen in <b>Briefkontakt<\/b>. Pfarrer Heinrich Kreutzberg, der geistliche Begleiter J&auml;gerst&auml;tters in Berlin, nahm gleich nach dessen Tod Kontakt mit Franziska auf. 1964 kam vom US-amerikanischen Soziologen Gordon Zahn die erste Biografie heraus: &bdquo;In Solitary Witness. The Life and Death of Franz J&auml;gerst&auml;tter&ldquo; (dt: &quot;Erfolgte seinem Gewissen&quot;). Eine F&uuml;lle an Reaktionen aus den USA und England war die Folge.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In &Ouml;sterreich und Deutschland weckten das Buch und der Film von Axel Corti 1971 das Interesse an Franz J&auml;gerst&auml;tter.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Seit dem Amtsantritt von Bischof Maximilian Aichern in Linz (1982) werden Franz und Franziska J&auml;gerst&auml;tter auch von Seiten der Di&ouml;zese gew&uuml;rdigt. Bischof Aichern begann das Seligsprechungsverfahren von Franz J&auml;gerst&auml;tter.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am 7. Mai 1997, 54 Jahre nach seiner Hinrichtung, wurde vom Landgericht Berlin das Todesurteil gegen J&auml;gerst&auml;tter aufgehoben. Die Aufhebung kommt einem Freispruch gleich und bedeutet moralische und juristische Rechtfertigung seiner Handlung.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Im Aufhebungsbeschluss hei&szlig;t es w&ouml;rtlich: Franz J&auml;gerst&auml;tter &hellip;wird auf die Antr&auml;ge von Franziska J&auml;gerst&auml;tter, &hellip; sowie auf Antrag der Staatsanwaltschaft I bei dem Landesgericht Berlin das Feldurteil des Reichskriegsgerichtes vom 6. Juli 1943 aufgehoben&ldquo;.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">1997 wird der Seligsprechungsprozess f&uuml;r Franz J&auml;gerst&auml;tter offiziell er&ouml;ffnet und am 21. Juni 2001 auf di&ouml;zesaner Ebene abgeschlossen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der Vatikan best&auml;tigt am 1.Juni 2007 offiziell das Martyrium.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Am 26. Oktober 2007 wurde Franz J&auml;gerst&auml;tter im Linzer Mariendom selig gesprochen.<\/b> Franziska J&auml;gerst&auml;tter trug in ber&uuml;hrender Weise eine Reliquie ihres geliebten Mannes w&auml;hrend des Festgottesdienstes zum Altar.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Franziska J&auml;gerst&auml;tter hatte 14 Enkel und 17 Urenkel. Mutter, T&ouml;chter und Enkel sind verbunden in der hohen Wertsch&auml;tzung des Glaubenszeugnisses Franz J&auml;gerst&auml;tters.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>&nbsp;<\/span>(Quelle: Biografische Hinf&uuml;hrung zu Franziska J&auml;gerst&auml;tter von Dr.in Erna Putz, und einer Predigt von Bischof Dr. Manfred Scheuer in: Wir haben einander gest&auml;rkt. Briefe an Franziska J&auml;gerst&auml;tter zum 90. Geburtstag, 2003)<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Auszeichnungen:<\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am 16. April 2007 verlieh Landeshauptmann Dr. Josef P&uuml;hringer das <b>Goldene Verdienstzeichen des Landes Ober&ouml;sterreich<\/b> an Franziska J&auml;gerst&auml;tter.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am 20. Mai 2007 &uuml;berreichte Landeshauptmann Dr. Josef P&uuml;hringer in Vertretung von Bundespr&auml;sident Dr. Heinz Fischer das <b>Goldene Verdienstzeichen der Republik &Ouml;sterreich<\/b> an Franziska J&auml;gerst&auml;tter im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Franz J&auml;gerst&auml;tter in St. Radegund.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am 30. Juni 2010 bekam Franziska J&auml;gerst&auml;tter das <b>P&auml;pstliche Ehrenzeichen &bdquo;Pro Ecclesia et Pontifice&ldquo;<\/b> durch Di&ouml;zesanbischof Dr. Ludwig Schwarz verliehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Bischof Schwarz hob bei der &Uuml;berreichung hervor, dass Franziska J&auml;gerst&auml;tter in ihrem Leben viel Gro&szlig;es, aber auch Schweres und Bitteres erlebt und mitgemacht habe. Ihr Stehen zur Kirche und zu den Menschen trotz mancher Angriffe, ihre Geduld und Freundlichkeit und ihre Gespr&auml;chsbereitschaft seien zu bewundern. &bdquo;Auch in ihrem hohen Alter ist sie bereit, mit Besuchern &uuml;ber ihren Glauben und ihre Lebenserfahrungen zu sprechen und immer wieder auch an der Grabstelle ihres Gatten zu beten&ldquo;, so der Bischof weiter: &bdquo;Daher war es mir ein echtes Bed&uuml;rfnis, diese tiefgl&auml;ubige und gro&szlig;artige Frau und Mutter f&uuml;r eine P&auml;pstliche Auszeichnung vorzuschlagen. Ich freue mich, dass diesem Wunsch entsprochen wurde und das P&auml;pstliche Ehrenkreuz &sbquo;Pro Ecclesia et Pontifice&rsquo; (F&uuml;r Kirche und Papst) &uuml;bermittelt wurde.&ldquo;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Theaterst&uuml;cke, Film, R&auml;ume, Papstbesuch<\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Theaterst&uuml;ck &bdquo;Franziska J&auml;gerst&auml;tter erz&auml;hlt&ldquo;<\/b> &#8211; f&uuml;r alle ab 9 Jahre.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das &bdquo;Theater des Kindes&ldquo; hat sich in Kooperation mit Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas und des Sch&auml;xpir-Festivals mit dem Leben von Franziska J&auml;gerst&auml;tter besch&auml;ftigt und ein Theaterst&uuml;ck initiiert. Die Urauff&uuml;hrung war am 26. Juni 2009. Die Schauspielerin Eike Baum erhielt f&uuml;r die Rolle der Franziska J&auml;gerst&auml;tter am 16. Februar 2011 den B&uuml;hnenkunstpreis des Landes Ober&ouml;sterreich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Franziska J&auml;gerst&auml;tter besuchte den Papst<\/b> anl&auml;sslich der Pr&auml;sentation einer italienischen J&auml;gerst&auml;tterbiografie. Bei der Generalaudienz am 10. Dezember 2008 ist Franziska J&auml;gerst&auml;tter mit Papst Benedikt XVI. zusammengetroffen. Die 95-J&auml;hrige nahm gemeinsam mit Kardinal Christoph Sch&ouml;nborn an der Generalaudienz teil.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Film &uuml;ber Franziska J&auml;gerst&auml;tter<\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der Film &bdquo;Die Witwe des Helden &ndash; Das Leben der Franziska J&auml;gerst&auml;tter&quot; zeichnet das Portr&auml;t der damals 93-j&auml;hrigen Franziska J&auml;gerst&auml;tter. Sie hat das Schicksal angenommen und ist dabei ein lebensfroher Mensch geblieben &#8211; mit einer starken Ausstrahlung.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">(Buch&amp;Regie: Irene Kl&uuml;nder; Sprecherin: Senta Berger)<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ausstrahlung am 9. September 2007 in ARD<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Theaterst&uuml;ck &uuml;ber Franz J&auml;gerst&auml;tter<\/b> von Felix Mitterer im Theatersommer Haag und im Theater in der Josefstadt 2013<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Theater in der Josefstadt bringt in Zusammenarbeit mit dem Theatersommer Haag ein neues St&uuml;ck des &ouml;sterreichischen Dramatikers und Autors Felix Mitterer &bdquo;J&Auml;GERST&Auml;TTER&ldquo; im Juni 2013 zur Urauff&uuml;hrung. Felix Mitterer beschreibt in &bdquo;J&Auml;GERST&Auml;TTER&ldquo; die Not des &ouml;sterreichischen Kriegsdienstverweigerers Franz J&auml;gerst&auml;tter, der 1943 von den Nazis hingerichtet wurde und erkl&auml;rte in der Pressekonferenz am 12.10.2012 in Haag, dass Gespr&auml;che mit der Familie J&auml;gerst&auml;tter und die Forschungen der J&auml;gerst&auml;tterbiographin Dr.in Erna Putz und der Di&ouml;zese Linz Grundlage f&uuml;r seine Arbeit waren. Gregor Blo&eacute;b, Intendant des Theatersommers Haag, wird Franz J&auml;gerst&auml;tter spielen. Premiere ist am 20. Juni 2013 im Theater in der Josefstadt und am 3. Juli 2013, Theatersommer Haag.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"https:\/\/3c.gmx.net\/mail\/client\/dereferrer?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.dioezese-linz.at%2Fredaktion%2Findex.php%3Faction_new%3DLesen%26Article_ID%3D64136&amp;selection=tfol11c550e86ae61326\" target=\"_blank\">http:\/\/www.dioezese-linz.at\/redaktion\/index.php?action_new=Lesen&amp;Article_ID=64136<\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Neuer Franz und Franziska J&auml;gerst&auml;tter-Raum im Kardinal K&ouml;nig Haus in Wien<\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Bibliothek des Kardinal K&ouml;nig Hauses ist nach Franz und Franziska J&auml;gerst&auml;tter benannt worden. Aus diesem Anlass fand am 29. Juni 2011 ein Studien-Nachmittag statt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Verehrung Franz J&auml;gerst&auml;tters ist, besonders in den USA, von einigen Jesuiten stark gef&ouml;rdert worden &ndash; vor allem in der Zeit des Vietnam-Kriegs. Schon zuvor hat auf dem II. Vatikanischen Konzil ein Jesuit, Erzbischof em. Roberts SJ aus Bombay, den &bdquo;Fall J&auml;gerst&auml;tter&ldquo; vorgetragen und damit zu einem klaren Votum des Konzils f&uuml;r staatliche Regelungen f&uuml;r Wehrdienstverweigerer beigetragen (vgl. Gaudium et Spes 79).<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Alle Berichte &uuml;ber Franz J&auml;gerst&auml;tter weisen darauf hin, dass seine Ehe mit Franziska J&auml;gerst&auml;tter eine wesentliche St&uuml;tze f&uuml;r seine Gewissensentscheidung gewesen ist. Franziska J&auml;gerst&auml;tter stand zur Entscheidung ihres Mannes und hat daf&uuml;r selbst viele Opfer gebracht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In den Kursen und Lehrg&auml;ngen im Kardinal K&ouml;nig Haus geht es oft um die Bildung des Gewissens, um schwierige Entscheidungen, um das Zur&uuml;ckstellen von Eigeninteressen &ndash; und daf&uuml;r stehen Franz und Franziska J&auml;gerst&auml;tter.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In der Kapelle des Kardinal K&ouml;nig Hauses befindet sich eine Reliquie des Seligen Franz J&auml;gerst&auml;tter.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"https:\/\/3c.gmx.net\/mail\/client\/dereferrer?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.dioezese-linz.at%2Fredaktion%2Findex.php%3Faction_new%3DLesen%26Article_ID%3D59824&amp;selection=tfol11c550e86ae61326\" target=\"_blank\">http:\/\/www.dioezese-linz.at\/redaktion\/index.php?action_new=Lesen&amp;Article_ID=59824<\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Sch&uuml;lerInnen-Wettbewerb 2013: Selig, die Frieden stiften &#8211; die treibende Kraft der J&auml;gerst&auml;tters.<\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ausgehend von der P&auml;dagogischen Hochschule der Di&ouml;zese Linz sind alle Schulen zu einem Wettbewerb eingeladen, sich mit Leben und Denken von Franz und Franziska J&auml;gerst&auml;tter zu befassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Schicksale von Franz und Franziska J&auml;gerst&auml;tter und deren Kinder bewegen immer wieder. Franz, ein junger, gl&auml;ubiger Bauer hat offene Augen und Ohren f&uuml;r die Ereignisse w&auml;hrend der NS-Zeit. Das gro&szlig;e Verbrechen ist f&uuml;r ihn der Krieg; er sieht es als Schuld an, zu k&auml;mpfen und andere Menschen zu t&ouml;ten, damit Hitler die ganze Welt beherrschen k&ouml;nne. Er wei&szlig;, dass diese Entscheidung sein Leben kosten wird und ist im Zweifel, ob er dies seiner Familie zumuten d&uuml;rfe. Seine Frau Franziska versteht die Motive ihres Mannes und h&auml;lt zu ihm.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Aus diesem Grund wurden unter dem Ehrenschutz von Landeshauptmann Dr. Josef P&uuml;hringer, Bischof Dr. Ludwig Schwarz und Superintendent Dr. Gerold Lehner Sch&uuml;ler aller Altersgruppen eingeladen, sich mit dem Leben und Denken dieser beiden Menschen auseinander zu setzen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Literatur:<\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Franz J&auml;gerst&auml;tter. Der gesamte Briefwechsel mit Franziska.<\/b> Aufzeichnungen 1941-1943. Herausgegeben von Erna Putz mit einem Geleitwort von Manfred Scheuer, Styria, Wien-Graz-Klagenfurt, 2007<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Wir haben einander gest&auml;rkt. Briefe an Franziska J&auml;gerst&auml;tter zum 90. Geburtstag,<\/b> Erna Putz, Manfred Scheuer (Hg.), Edition KirchenZeitung, Linz 2003<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b>Junge Briefe an die J&auml;gerst&auml;tters<\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am 25. Oktober 2008, einen Tag vor dem Jahrestag der Seligsprechung Franz J&auml;gerst&auml;tters (am 26. 10. 2007 im Linzer Mariendom) wurde in der P&auml;dagogischen Hochschule der Di&ouml;zese Linz das Buch &bdquo;Liebe Franziska, lieber Franz! Junge Briefe an die J&auml;gerst&auml;tters&ldquo; pr&auml;sentiert. Darin werden 90 Briefe eines Sch&uuml;lerwettbewerbes abgedruckt, wo sich 400 Sch&uuml;lerInnen auf beeindruckende Art und Weise mit dem Leben des ober&ouml;sterreichischen Kriegsdienstverweigerers auseinandersetzten und Briefe an die Familie J&auml;gerst&auml;tter schrieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Franziska J&auml;gerst&auml;tter, Witwe des Seligen Franz J&auml;gerst&auml;tter (1907-1943), ist am 16. M&auml;rz 2013 um 23:00 Uhr im Kreise ihrer Familie in ihrer Wohnung in St. Radegund friedlich entschlafen. Zu ihrem 100. Geburtstag am 4. M&auml;rz erfreute sich noch an den Gratulationen und Besuchern aus Kirche und Politik. Franziska J&auml;gerst&auml;tter war ihrem Mann &uuml;ber die Jahrzehnte &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=4171\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDanke, Franziska J\u00e4gerst\u00e4tter!\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,1],"tags":[165,654],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4171"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4171"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4171\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4805,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4171\/revisions\/4805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}