{"id":5529,"date":"2013-11-01T14:18:56","date_gmt":"2013-11-01T13:18:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=5529"},"modified":"2013-11-01T14:18:56","modified_gmt":"2013-11-01T13:18:56","slug":"pax-christi-kaernten-begegnung-mit-kontaktpersonen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=5529","title":{"rendered":"Pax Christi K\u00e4rnten \u2013 Begegnung mit Kontaktpersonen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<em><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Was tut sich alles in K&auml;rnten? Was liegt Besonderes an der K&auml;rntner Realit&auml;t?<\/span><\/span><\/em>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Eingeladen wurden wir (Jussuf und Vroni Windischer) am 27.10.2013 zu&nbsp; einer sogenannten &bdquo;Thomasmesse&ldquo; in Klagenfurt. Ein derartiger Gottesdienst&nbsp; dauert l&auml;nger, MitarbeiterInnen sind eingebunden, es wird den TeilnehmerInnen Raum und Zeit geboten. Man ist auch willkommen, wenn man ungl&auml;ubig ist (Thomas).&nbsp; Auffallend war&nbsp; die Bereitschaft&nbsp; der TeilnehmerInnen Kontakt aufzunehmen: freundliche, manchmal interessierte Blicke, Begr&uuml;&szlig;ungen, herzhafte Musik, man betet, aber man schaut sich auch in die Augen. Jedesmal begleitet jemand anders die Vorbereitung und Durchf&uuml;hrung. Pfarrer Johannes Staudacher war diesmal treibende Kraft und hat&nbsp; moderiert. Wir wurden eingeladen, &uuml;ber den Friedenseinsatz in Israel und Pal&auml;stina zu berichten. W&auml;hrend des Gottesdienstes gab es einen Gespr&auml;chskreis, daneben gab es aber auch Leute, die die Stille oder die Klagemauer aufsuchten oder auch einen Segen brauchten. In der Thomasmesse werden Themen er&ouml;rtert und bedacht, die Pax Christi zutiefst zueigen sind. Diesmal ging es um den Friedensdienst in Pal&auml;stina\/ Israel;&nbsp; das n&auml;chste Mal geht es um &bdquo;K&auml;rnten\/ Koroska &ndash; unser Land&ldquo; aus der Sicht von zwei Ch&ouml;ren, einer in der slowenischen, der andere in der deutschen Sprache verwurzelt, sie m&ouml;chten &uuml;ber Jahre ein gemeinsames Projekt des &bdquo;Miteinanders&ldquo; verwirklichen.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Am darauffolgenden Tag, am 28.10.2013 trafen sich im Kloster Wernberg&nbsp; sechs namhafte Pers&ouml;nlichkeiten der engagierten K&auml;rntner Kirche, um das Engagement f&uuml;r Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Sch&ouml;pfung und &uuml;ber Pax Christi zur reden.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Es handelte sich um die K&auml;rntner Realit&auml;t. Ingrid Zablatnik, eine geborene Ober&ouml;sterreicherin, die in eine slowenische Familie eingeheiratet hat, engagiert sich mit der slowenisch sprachigen Volksgruppe, ihr Herzensanliegen ist die Bewahrung, Wiederherstellung, Respektierung der Zwei- und Mehrsprachigkeit. Die gleiche Augenh&ouml;he muss und soll bewahrt werden, das w&auml;re die Zukunft K&auml;rntens. Pax Christi vor Ort &ndash; es ist noch ein brennendes Problem, aber auch eine Chance. Zablatnik erinnerte auch an den Engel von Auschwitz, Maria Stromberger, geb&uuml;rtige K&auml;rntnerin. Mit Zlabatnik arbeitet Monika Pirker. Sie kommt aus der Sozialarbeit, engagiert sich zudem als Ornitologin nicht nur um den Vogelschutz, es geht um die Bewahrung der Sch&ouml;pfung: ein Herzensanliegen von Pax Christi.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Der Reichtum der Gruppenteilnehmerinnen bekam immer mehr Konturen:&nbsp; Luisemarie H&ouml;hndorf arbeitet beim Integrationsleitbild der Stadt Villach mit, m&ouml;chte, dass auch die Realit&auml;t von Religion und Religionsaus&uuml;bung wahrgenommen und gew&uuml;rdigt wird, dass Religion nicht unter Kultur subsummiert wird. Religion ist mehr, Religion kann und muss ein Beitrag im gedeihlichen Zusammenleben bleiben.&nbsp; Luisemarie ist auch in Pfarre und Di&ouml;zese verankert.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Schwester Andreas (Missionsschwester von Wernberg) ist schon seit langem bei und mit Pax Christi: vor Jahren fand eine Generalversammlung im gastlichen Kloster statt. Schwester Andreas hat ihr Herz bei Fl&uuml;chtlingen und der Asylpoltitik. In Fl&uuml;chtlingsheimen von der alten Politik zur persona non grata erkl&auml;rt, blieb sie hart am Ball. Im Gedenken an Lampedusa erwartet sich nicht nur die Schwester, sondern auch Pax Christi einen Wandel in der europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingspolitik. Falls Bundeskanzler Faymann und Au&szlig;enpolitik einen neuen Ansatz innerhalb der EU, genauer einen anderen Ansatz pflegen wird, so m&uuml;sste Pax Christi dies unterst&uuml;tzen. Es kann nicht sein, dass die Aufstockung der FRONTEX und die Reduktion der Mittel f&uuml;r Entwicklungszusammenarbeit die Konsequenzen der Katastrophen rund um Lampedusa werden.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Ausf&uuml;hrlich besch&auml;ftigt sich dann die Gruppe mit einem schwierigen Erbe, Pavel Zablatnik, Pastoralassistent in Zell\/Sele ist dahinter: &bdquo;Ein schwieriges Erbe. Zell Pfarre\/Sele . Zwischen Verst&ouml;rung und Vers&ouml;hnung. Die Gestapo &ndash; Verh&ouml;rprotokolle&ldquo;. 13 junge M&auml;nner verweigerten in der Nazizeit den Kriegsdienst, sie versteckten sich im Hlipovcnik Bunker. Sie wurden alle hingerichtet. Der Bunker wurde seitens der Familie auf Basis vorgefundener Fundamente und &Uuml;berreste baulich rekonstruiert, ein Friedensweg wird geplant. Wehrdienstverweigerer und der Fall J&auml;gerst&auml;tter: Verbindungen dr&auml;ngen sich auf. Dieser Ort dr&auml;ngt sich f&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere Pax Christi Versammlung auf. Zablatnik geht es nicht nur um Geschichtsaufarbeitung und Gedenkkultur, sondern um viel mehr, um Zivilcourage. Pax Christi braucht Zivilcourage und MitarbeiterInnen die es wagen f&uuml;r die Ideale und wenn n&ouml;tig, auch&nbsp; Wehrdienstverweigerung&nbsp; einzustehen.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Gernot Haupt aus K&auml;rnten, vielen Pax Christi Leuten bekannt, engagiert sich in der Arbeitsgruppe: Roma, Sinti und andere&#8230;&ldquo;Nicht die Roma sind das Problem, nein, der Antiziganismus der Mehrheitsgesellschaft&#8230; darin liegt das Problem.&ldquo;&nbsp; so Gernot auf dem&nbsp; Pr&auml;sidium (Sept. 2013 in Pinkafeld).&nbsp;<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">F&uuml;r die Mitarbeit der Gedenkwanderung von Pax Christi &Ouml;sterreich (14.-17.Juli 2014) am Karnischen H&ouml;henweg, anl&auml;sslich des Gedenkens des I. Weltkrieges wurde zugesagt. &bdquo;Den Karnischen H&ouml;henweg ohne die K&auml;rntner, das geht nicht&#8230;&ldquo; so Johannes Staudacher.&nbsp; Die Di&ouml;zese Gurk arbeitet mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen an einer Aufarbeitung der Zeit von 1910 bis 1972. Durch die K&auml;rntner Volksabstimmung 1920 wurde der erste Weltkrieg aus dem Ged&auml;chtnis verbannt, es gab nie den Versuch einer Aufarbeitung. 1972 fand die K&auml;rntner Di&ouml;zesansynode statt. Damals bekannte sich die kath. Kirche zur Zweisprachigkeit des Landes und wurde damit zum Vorbild f&uuml;r die &uuml;brigen gesellschaftlichen Gruppen.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Zusammenfassend: die Begegnung mit den K&auml;rntnern er&ouml;ffnete neue Perspektiven. Pax Christi &Ouml;sterreich&nbsp; wird von K&auml;rntens&nbsp; Realit&auml;ten und dem Engagement berichten. Die Vernetzung mit den Einzelpersonen ist wesentlich. Pax Christi &Ouml;sterreich ist dankbar, wenn man an den Entt&auml;uschungen, Erfahrungen&nbsp; und auch Errungenschaften der K&auml;rntner teilnehmen kann. Gut , dass es diese Kontaktpersonen in K&auml;rnten gibt.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Innsbruck, am29.10.2013<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Jussuf Windischer<\/span><\/span><br \/>\n\t<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Generalsekret&auml;r Pax Christi &Ouml;sterreich<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was tut sich alles in K&auml;rnten? Was liegt Besonderes an der K&auml;rntner Realit&auml;t? 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