{"id":5893,"date":"2014-05-17T11:16:24","date_gmt":"2014-05-17T09:16:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=5893"},"modified":"2014-05-17T11:16:24","modified_gmt":"2014-05-17T09:16:24","slug":"nachlese-zum-vortrag-von-johannes-zang-gaza-so-nah-so-fern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=5893","title":{"rendered":"Nachlese zum Vortrag  von Johannes Zang  &#8222;Gaza &#8211; so nah, so fern&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><strong>Nachlese: Artikel von Markus P&uuml;hringer und Gerhilde Merz zu Johannes Zang, Vortrag am 7.5.14<\/strong><\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Ein Streifen am Mittelmeer, nicht gr&ouml;&szlig;er als das Stadtgebiet von Wien, an manchen Stellen nur acht Kilometer breit. 1,8 Millionen Menschen leben in diesem Gebiet, weitgehend abgeschnitten von der restlichen Welt.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Der deutsche Journalist und Reisef&uuml;hrer in Pal&auml;stina\/Israel, Johannes Zang,&nbsp; stellt sein neues Buch &bdquo;Gaza &ndash; So nahe, so fern&ldquo;&nbsp; vor und erz&auml;hlt mit Bildern noch viel mehr von seinen acht Reisen nach Gaza, die nicht immer ohne Zwischenfall abgegangen sind: So wurde ihm am Grenz&uuml;bertritt ein S&auml;ckchen Erdbeeren, ein Geschenk von Gazaer Freunden, von israelischen Soldaten abgenommen: sie k&ouml;nnten mit Drogen oder Sprengstoff kontaminiert sein? Da ist es besser, sie zu stehlen!<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Ein Besuch in Gaza ist kein Spaziergang: Zang zeigt Schutthaufen &ndash; fr&uuml;her der Palast der Gewerkschaft, das pal&auml;stinensische Planungsministerium, Schulen, Krankenh&auml;user, Kl&auml;rwerke und&nbsp; das einzige Umspannwerk. Die Geb&auml;ude k&ouml;nnen nicht wiederaufgebaut werden, denn Israel verhindert die Einfuhr von ausreichend Baumaterialien. Daf&uuml;r suchen Kinder in den Schutthaufen nach Metallteilen &ndash; vielleicht die einzige M&ouml;glichkeit, f&uuml;r die Familie etwas Geld durch deren Verkauf zu verdienen. Denn: die Arbeitslosigkeit liegt bei mehr als 33 %. Eine Frau zapft Wasser an einer intakten Wasserleitung &ndash; ob allerdings das Wasser trinkbar ist, kann bezweifelt werden. 90 % des Wassers sind es nicht, Abw&auml;sser k&ouml;nnen (siehe oben) nicht gekl&auml;rt werden!<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Fr&uuml;her, erz&auml;hlt Zang, waren die Stromabschaltungen wenigstens geregelt, jetzt kann man jederzeit ohne Strom bleiben &ndash; und ohne vorsorglich eingeschmuggelte Aggregate k&ouml;nnten nicht einmal Krankenh&auml;user&nbsp; versorgt werden. Vier Stunden Strom t&auml;glich ist ein guter Schnitt. Die von Israel ausgestellten Rechnungen allerdings w&uuml;rden viel h&ouml;here Lieferungen vermuten lassen! &nbsp;<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Die israelische Regierung hat den Warenverkehr von und nach Gaza weitgehend unterbunden: Wurden 2007 noch ca. 5.000 LKW-Ladungen im Jahr exportiert, so waren es im Jahr 2013 nur noch 181. Fischfang fr&uuml;her f&uuml;r Verbrauch und Export ganz wichtig, spielt kaum mehr eine Rolle; Von den 20 Seemeilen pal&auml;stinensischem Hoheitsgebiet vor dem Gazastreifen k&ouml;nnen die Fischer nur 3 Seemeilen befahren &ndash; und sind nicht gefeit davor, von der israelischen Marine bel&auml;stigt zu werden. &nbsp;Die Folge dieser und anderer gezielter Erwerbseinschr&auml;nkungen &nbsp;ist eine desastr&ouml;se Wirtschaftssituation mit hoher Arbeitslosigkeit. Folglich sehen die Menschen in Gaza &ndash; nach einer Umfrage der Ebert-Stiftung &#8211; auch die Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit als das vordringlichste Thema (wichtiger als die L&ouml;sung des Konflikts mit Israel).<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Die weitere Entwicklung in Gaza scheint ziemlich aussichtslos. Positiv wertet Zang die Einigung von Hamas und Fatah; das k&ouml;nnte den weiteren Friedensprozess beleben. Was die Staatlichkeit Pal&auml;stinas angeht, so mehren sich kritische Stimmen in der Friedensbewegung, ob die Zwei-Staaten-L&ouml;sung wirklich die L&ouml;sung bringen k&ouml;nnte (vor allem angesichts der zerst&uuml;ckelten Lage im Westjordanland); die Alternative dazu w&auml;re eine Ein-Staat-L&ouml;sung, also ein gemeinsamer Staat von Israel und Pal&auml;stina. Aber damit g&auml;be es aufgrund der demografischen Verh&auml;ltnisse &nbsp;keinen &bdquo;j&uuml;dischen&ldquo; Staat mehr!<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">AutorIn:Markus P&uuml;hringer und Gerhilde Merz<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachlese: Artikel von Markus P&uuml;hringer und Gerhilde Merz zu Johannes Zang, Vortrag am 7.5.14 Ein Streifen am Mittelmeer, nicht gr&ouml;&szlig;er als das Stadtgebiet von Wien, an manchen Stellen nur acht Kilometer breit. 1,8 Millionen Menschen leben in diesem Gebiet, weitgehend abgeschnitten von der restlichen Welt. 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