{"id":6299,"date":"2015-01-28T09:56:53","date_gmt":"2015-01-28T08:56:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=6299"},"modified":"2015-01-28T09:56:53","modified_gmt":"2015-01-28T08:56:53","slug":"kirchen-im-westjordanland-um-frieden-bemueht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=6299","title":{"rendered":"Kirchen im Westjordanland um Frieden bem\u00fcht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0); line-height: normal;\">Menschenrechtsbeobachter Zucali im &quot;Kathpress&quot;-Gespr&auml;ch: &quot;Fronten k&ouml;nnen nur durch friedliche Beharrlichkeit aufgebrochen werden&quot; &#8211; &Ouml;kumenisches Friedensprojekt EAPPI hat seit 2002 rund 1.400 Freiwillige zum Einsatz ins Westjordanland gebracht.<\/span><\/span><\/span>\n<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"margin: 0px; color: rgb(0, 0, 0); font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 12px; line-height: normal;\">\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">Wien, 26.01.2015 (KAP)&nbsp;Realistische Aussichten auf ein Ende des Konflikts zwischen Israelis und Pal&auml;stinensern gibt es nicht, zu weiteren Friedensbem&uuml;hungen gibt es aber auch keine Alternative. Dieses Res&uuml;mee hat der EAPPI-Menschenrechtsbeobachter Johann Zucali im &quot;Kathpress&quot;-Gespr&auml;ch gezogen. &quot;Friedliche Beharrlichkeit&quot; sei demnach der einzige Weg, um die verh&auml;rteten Fronten im Westjordanland aufzubrechen, so der 62-j&auml;hrige Linzer, der vor Kurzem von einem dreimonatigen Einsatz vor Ort im Rahmen des &quot;&Ouml;kumenischen Begleitprogramms in Pal&auml;stina und Israel&quot; (EAPPI) zur&uuml;ckgekehrt ist.<\/p>\n<p>\tDas &Ouml;kumenische Begleitprogramm in Pal&auml;stina und Israel (EAPPI) ist eine Organisation des Weltkirchenrates mit Sitz in Genf. Es setzt sich vor Ort f&uuml;r ein friedliches Zusammenleben zwischen Pal&auml;stinensern und Israelis ein. Seit seiner Gr&uuml;ndung im Jahr 2002 haben sich bereits &uuml;ber 1.400 Mitarbeiter von EAPPI an verschiedenen Orten in Israel f&uuml;r den Frieden eingesetzt. Zu den Aufgaben der Helfer z&auml;hlen Eins&auml;tze an den Checkpoints, die Begleitung von Kindern auf ihrem Schulweg, Rundg&auml;nge in betroffenen D&ouml;rfern sowie Notfalleins&auml;tze, beispielsweise nach &Uuml;berf&auml;llen und Schusswechseln. Auch aus &Ouml;sterreich nahmen bereits einige Personen an dem Programm teil.<\/p>\n<p>\tZucali war in der Stadt Jatta in den Bergen s&uuml;dlich von Hebron im Westjordanland stationiert. Mittelfristig werde es wohl keinen Frieden geben, daf&uuml;r habe sich der Konflikt schon viel zu sehr in die K&ouml;pfe beider Volksgruppen eingebrannt, res&uuml;mierte der Friedensaktivist. Das einzige was bleibe, sei die Hoffnung. Er habe mit Menschen gesprochen, denen schlimmste Dinge widerfahren seien und die trotzdem keinen Hass hegten. Diese Geschichten stimmten ihn hoffnungsvoll, &quot;dass der Wille zum Frieden vorhanden ist&quot;. Alleine k&ouml;nnten die beiden Volksgruppen ihren Konflikt aber nicht l&ouml;sen, so Zucali. Die internationale Gemeinschaft m&uuml;sse deswegen viel offensiver auf das dortige Unrecht hinweisen und sich nicht nur von Eigeninteressen leiten lassen.<\/p>\n<p>\tDas Gebiet im Westjordanland, in dem Zucali stationiert war, liegt in der sogenannten Area C, und ist vollst&auml;ndig unter israelischer Kontrolle. &quot;Hier gibt es eine Zweiklassengesellschaft, w&auml;hrend die Pal&auml;stinenser quasi keine Rechte haben, werden die j&uuml;dischen Siedler in vielen Dingen bevorzugt&quot;, so Zucali. Dies fange mit der Wasser- und Energieversorgung an, von der ein Gro&szlig;teil der pal&auml;stinensischen D&ouml;rfer ausgeschlossen sei. Aber auch die m&uuml;hsamen Kontrollen an Checkpoints, denen sich Arbeiter, aber auch Kinder auf dem Weg zur Schule tagt&auml;glich unterziehen m&uuml;ssen, machen den Alltag beschwerlich. Dazu k&auml;men Konflikte um Acker- und Weideland.<\/p>\n<p>\tDas Milit&auml;r w&uuml;rde vor allem die israelischen Siedler sch&uuml;tzen, so Zucali: &quot;Es ist nat&uuml;rlich schwierig, neutral zu bleiben, wenn man tagt&auml;gliche Schikanen mitbekommt.&quot; Er versuche sich aber auch in die Israelis hineinzuversetzen. &quot;Der Wunsch nach einer Heimat ist nat&uuml;rlich auch bei ihnen enorm ausgepr&auml;gt.&quot; Er habe aber selbst miterlebt wie bei sogenannten &quot;house demolitions&quot; die H&auml;user der ans&auml;ssigen Pal&auml;stinenser ohne ersichtlichen Grund zerst&ouml;rt wurden. Auch die Enteignung von Agrarland oder die Zerst&ouml;rung von Ernten sei eine g&auml;ngige Praxis. &quot;Das ist einfach Unrecht, das dort geschieht&quot;, so Zucali.<\/p>\n<p>\tJohann Zucali hat seine Erfahrungen als Menschenrechtsbeobachter in seinem Blog unter www.eappi.zucali.at ver&ouml;ffentlicht. Informationen zu EAPPI im Internet unter www.oekumene.at bzw. www.eappi.org.<\/p>\n<p>\tDieser Text stammt von der Webseite&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.kathpress.co.at\/site\/nachrichten\/database\/67516.html\">http:\/\/www.kathpress.co.at\/site\/nachrichten\/database\/67516.html<\/a>&nbsp;des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur &Ouml;sterreich.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Menschenrechtsbeobachter Zucali im &quot;Kathpress&quot;-Gespr&auml;ch: &quot;Fronten k&ouml;nnen nur durch friedliche Beharrlichkeit aufgebrochen werden&quot; &#8211; &Ouml;kumenisches Friedensprojekt EAPPI hat seit 2002 rund 1.400 Freiwillige zum Einsatz ins Westjordanland gebracht.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[419,42],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6299"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6299"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6299\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6306,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6299\/revisions\/6306"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6299"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6299"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6299"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}