{"id":6445,"date":"2015-03-18T12:13:57","date_gmt":"2015-03-18T11:13:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=6445"},"modified":"2015-03-18T12:22:51","modified_gmt":"2015-03-18T11:22:51","slug":"kampagne-gegen-konfliktmineralien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=6445","title":{"rendered":"Kampagne gegen \u201eKonfliktmineralien\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size:14px;\">&bdquo;Unternehmen verkaufen Produkte aus Rohstoffen, mit denen Gewalt und Leiden gesch&uuml;rt werden&ldquo;. Bischof Manfred Scheuer, Pr&auml;sident von Pax Christi &Ouml;sterreich, ruft mit weiteren Verantwortlichen der Kirchen weltweit die EU dazu auf, entschieden gegen Gewalt rund um den Abbau seltener Rohstoffe einzutreten.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<!--more-->\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size:14px;\">&bdquo;F&uuml;r eine Sorgfaltspflicht in der Lieferkette, um die Finanzierung von Konflikten zu beenden&ldquo;, nennt sich der Aufruf an das EU-Parlament, der von der internationalen Allianz katholischer Entwicklungsorganisationen CIDSE unterst&uuml;tzt wird. Bischof Manfred Scheuer ist einer der 125 Bisch&ouml;fe aus aller Welt, die gemeinsam Stellung beziehen:<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size:14px;\">&bdquo;Tagt&auml;glich erreichen uns Bilder und Schreckensnachrichten &uuml;ber Verbrechen, die an unschuldigen Kindern, Frauen und M&auml;nnern in Konfliktgebieten ver&uuml;bt werden. Die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger erwarten Garantien, dass sie hierbei nicht mitschuldig werden. Die Gleichg&uuml;ltigkeit einiger weniger, die ihren Anteil an der Verantwortung f&uuml;r das Leiden anderer Menschen au&szlig;er Acht lassen, bedroht die gemeinsame W&uuml;rde aller Menschen. Um hier Einhalt zu gebieten, sind dringend neue Regeln erforderlich, die gew&auml;hrleisten, dass die F&uuml;lle der g&ouml;ttlichen Sch&ouml;pfung nicht einem unbedachten Konsum geopfert wird der letztlich Leben zerst&ouml;rt. Die Ressourcen der Erde m&uuml;ssen vom Menschen verantwortungsvoll bewirtschaftet werden; es bedarf daf&uuml;r Garantien f&uuml;r die Menschen an beiden Enden der globalen Lieferketten, dass unser Handelssystem moralische Aspekte einschlie&szlig;t.&ldquo;<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size:14px;\">Im M&auml;rz 2014 startete die Europ&auml;ische Kommission eine Gesetzesinitiative zur Sicherstellung von verantwortungsvollem&nbsp;Abbau von Rohstoffen. Jetzt wird in einer Abstimmung der Mitglieder des Au&szlig;enhandelsausschusses des EU-Parlaments entschieden, wie wirkungsvoll die neue EU-Verordnung sein wird.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size:14px;\">In der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) t&auml;tige katholische Organisationen haben eine Kampagne gestartet, mit der sie eine wirksame Gesetzgebung einfordern. Von Seiten der Bisch&ouml;fe hei&szlig;t es:<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">&bdquo;Die Zeit ist reif, nun mit anspruchsvollen, verbindlichen Regeln in dieser positiven Richtung fort zu fahren, um mehr Sorgfaltspflicht in der Lieferkette der Unternehmen zu erreichen, die ihre Rohstoffe aus Hochrisiko- oder Konfliktgebieten beziehen&ldquo;. Denn: Als einer der weltweit gr&ouml;&szlig;ten Handelspartner importiert die EU betr&auml;chtliche Mengen Rohstoffe aus Konfliktgebieten. Eine Reihe europ&auml;ischer Unternehmen werden &uuml;ber ihre Lieferketten bei diesem Missbrauch zu Mitt&auml;tern. Diese Situation ist unannehmbar. Staaten m&uuml;ssen alles Erdenkliche unternehmen, um nicht nur in ihren eigenen Hoheitsgebieten, sondern weltweit die Vorbedingungen f&uuml;r Frieden sicher zu stellen. Dies ist auch im Sinne der Katholischen Soziallehre der Kirche. Somit m&uuml;ssen Regierungen, B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sowie Gesch&auml;ftsleute aus der Europ&auml;ischen Union sich daf&uuml;r einsetzen, dass ihre Unternehmen Rohstoffe auf verantwortungsvolle Weise beschaffen.&ldquo;<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">Die Allianz katholischer Entwicklungsorganisationen fordert, diese europ&auml;ische Verordnung in folgenden Punkten weiter zu verst&auml;rken, damit sie zu &bdquo;greifbaren Verbesserungen f&uuml;r betroffene Bev&ouml;lkerungen f&uuml;hren kann&ldquo;:<\/span><\/span>\n<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">\n\t\t<span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size:14px;\">Mehr Konsequenz in der Auswahl der unter die Verordnung fallenden Rohstoffe<\/span><\/span>\n\t<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\n\t\t<span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size:14px;\">Alle Unternehmen in der gesamten Wertsch&ouml;pfungskette zur Verantwortung ziehen<\/span><\/span>\n\t<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\n\t\t<span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size:14px;\">Verpflichtende Regeln, die sich an bew&auml;hrten Praktiken des entsprechenden OECD-Leitfadens orientieren<\/span><\/span>\n\t<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-left:18.0pt;\">\n\t<span style=\"font-size:12px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">Aufruf und weitere Informationen:&nbsp;<a href=\"http:\/\/Aufruf und weitere Informationen: http:\/\/www.cidse.org\/publication\/item\/646-catholic-leaders-statement-on-conflict-minerals.html\">http:\/\/www.cidse.org\/publication\/item\/646-catholic-leaders-statement-on-conflict-minerals.html<\/a><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Unternehmen verkaufen Produkte aus Rohstoffen, mit denen Gewalt und Leiden gesch&uuml;rt werden&ldquo;. 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