{"id":6756,"date":"2015-06-22T10:38:28","date_gmt":"2015-06-22T08:38:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=6756"},"modified":"2015-06-24T10:24:33","modified_gmt":"2015-06-24T08:24:33","slug":"die-enzyklika-laudato-si-von-papst-franziskus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=6756","title":{"rendered":"Die Enzyklika \u201eLAUDATO SI\u201c von Papst Franziskus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">In der Enzyklika &quot;Laudato si&quot;, ver&ouml;ffentlicht am 19. Juni 2015,&nbsp;geht es um eine der Priorit&auml;ten von Pax Christi &Ouml;sterreich: neben Gerechtigkeit und&nbsp;Frieden um die Bewahrung (besser Verteidigung) der Sch&ouml;pfung.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<!--more-->\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">Die Enzyklika benennt die Katastrophe und ermutigt zum Handeln. Letztendlich strahlt sie Mut aus, Freude am Widerstand und am Handeln.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">Pax Christi &Ouml;sterreich wird sich auch in der Herbstversammlung (18. und 19. September 2015 in Innsbruck) unter dem Motto&nbsp;&bdquo;Diese Wirtschaft t&ouml;tet &#8211; (Papst Franziskus)&ldquo; diesem Thema widmen. Eine solche Wirtschaft&nbsp;f&uuml;hrt nicht nur die von ihr Ausgeschlossenen ins Verderben, sondern auch unsere Mutter Erde. Wie k&ouml;nnen wir das gemeinsame Haus, den gemeinsamen Lebensraum verteidigen, weltweit und lokal?<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size:14px;\"><strong>&Ouml;kologie und &Ouml;kumene<\/strong><\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">Es geht in der Enzyklika um unser gemeinsames Haus, die Erde. In der &uuml;blichen Erinnerung an die Tradition erinnert Papst Franziskus an die Enzyklika &quot;Pacem in Terris&quot; von Johannes XXIII. (1963), welche schon vor der r&uuml;cksichtslosen Ausbeutung warnt und einen radikalen Wandel der Menschheit fordert. Er erinnert an Papst Johannes Paul II. und die Human&ouml;kologie und an Papst Benedikt XVI., der auf die Ungerechtigkeiten der Weltwirtschaft und Wachstumsmodelle hinweist, welche Situationen nur verschlimmern.&nbsp;<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size:14px;\">In &ouml;kumenischer Gemeinsamkeit w&uuml;rdigt Papst Franziskus die &Auml;u&szlig;erungen des Patriarchen Bartholom&auml;us.&nbsp;Als Bischof von Rom erinnert er an die Armut und Einfachheit des hl. Franziskus. In einer lebendigen und zeitgem&auml;&szlig;en Sprache bezieht er auch diesmal viele Schl&uuml;sse aus &Auml;u&szlig;erungen von verschiedensten Bischofskonferenzen (Lateinamerika, USA, Asien, Neuseeland u.a.m.) ein.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><strong>&Ouml;kologie und die Armen<\/strong><\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">Die ganze Enzyklika ist durchzogen vom engen Zusammenhang der sozialen und der &ouml;kologischen Frage. In etlichen Kapiteln wird das kapitalistische Wirtschaftssystem, &bdquo;ein strukturell perverses System&ldquo;(52), welches Arme und Ausgegrenzte schafft, als die Ursache der Umweltzerst&ouml;rung benannt. Dieses weltweite&nbsp;System schafft Ausgeschlossene. Die Konsequenz: &nbsp;&bdquo;Wir kommen jedoch heute nicht mehr umhin anzuerkennen, dass ein wirklich &ouml;kologischer Ansatz sich immer in einen sozialen Ansatz verwandelt, der die Gerechtigkeit in die Umweltdiskussion aufnehmen muss, um die Klage der Armen ebenso zu h&ouml;ren, wie die Klage der Erde&ldquo;(49). Bezahlt wird die Rechnung von den &Auml;rmsten: &bdquo;Tats&auml;chlich sch&auml;digen der Verfall der Umwelt und&nbsp;der Gesellschaft in besonderer Weise die Schw&auml;chsten des Planeten&ldquo;(48).<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">Die Probleme werden benannt, egal ob es sich um die Katastrophe durch Schadstoffe, die Klimaerw&auml;rmung, die Wegwerfgesellschaft handelt. Es fehlt auch nicht an beinharten Formulierungen im Aufzeigen der Probleme: &bdquo;Unsere Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche M&uuml;lldeponie zu verwandeln.&ldquo;(21). Der Papst protestiert gegen die Privatisierung des Wassers, denn &bdquo;In Wirklichkeit ist der Zugang zu sicherem Trinkwasser ein grundlegendes, fundamentales und allgemeines Menschenrecht&ldquo;(30).<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><strong>Die Zerst&ouml;rung von &Ouml;kologie und Vielfalt<\/strong><\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">Die biologische Vielfalt ist ein Lob der Sch&ouml;pfung: Amazonasgebiet, Kongobecken und auch die Gletscher als Problemgebiete werden benannt. Arten sterben, werden vernichtet, Technologie und Konsumangebote steigern sich. Als menschliche Wurzeln der &Ouml;kokrise sind der Missbrauch der Macht der Technologie, das technokratische Paradigma und&nbsp;ein selbstherrlicher Anthropozentrismus anzusehen, dann, wenn sich Menschen als Herren des Universums verstehen und nicht mehr als verantwortliche Verwalter.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">Empfohlen werden kleinb&auml;uerliche Systeme, diversifizierte Produktionsformen. Immer wieder wird an das Gemeinwohl erinnert (156 ff). Gemeinwohl muss sich an Solidarit&auml;t und der vorrangigen Option f&uuml;r die &Auml;rmsten orientieren (vgl.123).<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><strong>Freude und Hoffnung f&uuml;r alle, insbesondere die Armen<\/strong><\/span><\/span>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n\t<span style=\"font-size:14px;\"><span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\">Der Papst&nbsp;fordert eine ehrliche Debatte, ohne den Anspruch wissenschaftliche Fragen zu l&ouml;sen oder Politik zu ersetzen (188). Neben einer radikalen strukturellen &Auml;nderung erhofft er sich&nbsp;in der Enzyklika eine &Auml;nderung des Lebensstiles. Genau das k&ouml;nne wieder Freude und Frieden bringen, die Lebensqualit&auml;t verbessern und vermenschlichen (222). Die Enzyklika schlie&szlig;t mit Gebeten zum allm&auml;chtigen Gott und zum Gott der Armen (246).<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span style=\"font-family:verdana,geneva,sans-serif;\"><span style=\"font-size:14px;\">Sonntag, 21.6.2015<br \/>\n\t<span style=\"line-height: 20.7999992370605px;\">J. Windischer<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Enzyklika &quot;Laudato si&quot;, ver&ouml;ffentlicht am 19. Juni 2015,&nbsp;geht es um eine der Priorit&auml;ten von Pax Christi &Ouml;sterreich: neben Gerechtigkeit und&nbsp;Frieden um die Bewahrung (besser Verteidigung) der Sch&ouml;pfung.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6756"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6756"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6756\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6771,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6756\/revisions\/6771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6756"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6756"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6756"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}