{"id":8149,"date":"2018-05-14T16:54:25","date_gmt":"2018-05-14T14:54:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=8149"},"modified":"2018-05-14T16:54:25","modified_gmt":"2018-05-14T14:54:25","slug":"70-jahre-staat-israel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=8149","title":{"rendered":"\u201e70 Jahre Staat Israel\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\n\tErkl&auml;rung des Evangelischen Oberkirchenrates A. und H.B. in &Ouml;sterreich<br \/>\n\tVor 70 Jahren, am 14. Mai 1948, wurde der Staat Israel gegr&uuml;ndet. Die<br \/>\n\tEvangelischen Kirchen in &Ouml;sterreich gratulieren seinen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern zu<br \/>\n\tdiesem Jubil&auml;um.\n<\/p>\n<p>\n\t<!--more-->\n<\/p>\n<p>\n\tNach jahrhundertelanger Heimatlosigkeit, Diskriminierung,<br \/>\n\tVertreibung und Verfolgung, die schlie&szlig;lich in der Shoah gipfelten, fanden J&uuml;dinnen<br \/>\n\tund Juden eine Zufluchtsst&auml;tte in dem neu errichteten Staat.<br \/>\n\tAufgrund der bis in die j&uuml;ngste Geschichte andauernden christlichen<br \/>\n\tJudenfeindschaft sind auch die Evangelischen Kirchen in &Ouml;sterreich am<br \/>\n\tunermesslichen Leid des j&uuml;dischen Volkes mitschuldig geworden. In der Einsicht der<br \/>\n\teigenen Schuld wissen wir uns heute verpflichtet, jeder Form des Antisemitismus<br \/>\n\tentschieden entgegenzutreten.<br \/>\n\tDass J&uuml;dinnen und Juden im Staat Israel in Selbstbestimmung und politischer<br \/>\n\tSouver&auml;nit&auml;t leben k&ouml;nnen, ist auch f&uuml;r uns Christinnen und Christen ein Grund, uns<br \/>\n\tmit ihnen zu freuen. Die Mitfreude &uuml;ber die Staatsgr&uuml;ndung ist aber nicht ungetr&uuml;bt.<br \/>\n\tDenn was f&uuml;r die einen eine sichere Zuflucht brachte, f&uuml;hrte f&uuml;r andere zu<br \/>\n\tEntwurzelung und Vertreibung. F&uuml;r sie bedeutet das Jahr 1948 die &bdquo;Naqba&ldquo;, die<br \/>\n\tKatastrophe.<br \/>\n\tDer erhoffte Friede f&uuml;r alle Menschen in der Region konnte bis heute nicht erreicht<br \/>\n\twerden und wird durch immer neue Gewalt, durch Abschottung voneinander und<br \/>\n\treligi&ouml;se &Uuml;berh&ouml;hung der eigenen Position noch schwieriger. Dennoch d&uuml;rfen die<br \/>\n\tBem&uuml;hungen um Frieden nicht aufgegeben werden. Die Voraussetzungen daf&uuml;r sind<br \/>\n\tdie Anerkennung der Existenz des Staates Israel in gesicherten Grenzen und die<br \/>\n\tuneingeschr&auml;nkte Geltung der Menschenrechte. Ohne sie kann es keinen Frieden<br \/>\n\tund Ausgleich mit den pal&auml;stinensischen und arabischen Nachbarn geben.<br \/>\n\tAls Evangelische Kirchen unterst&uuml;tzen wir besonders unsere christlichen<br \/>\n\tGeschwister in Israel und in Pal&auml;stina, die sich seit Jahren als Vork&auml;mpfer f&uuml;r einen<br \/>\n\tgerechten Frieden einsetzen und sich gemeinsam mit j&uuml;dischen Friedensgruppen<br \/>\n\tals Br&uuml;ckenbauer zwischen den V&ouml;lkern und Religionen bet&auml;tigen.<br \/>\n\tWir hoffen und beten, dass der Staat Israel mit seinen Nachbarn, insbesondere mit<br \/>\n\tdem pal&auml;stinensischen Volk, in gegenseitiger Achtung des Heimatrechtes einen<br \/>\n\tsicheren und gerechten Frieden findet, sodass Israelis und Pal&auml;stinenser, Juden,<br \/>\n\tChristen und Muslime miteinander in fruchtbringender Gemeinschaft und guter<br \/>\n\tNachbarschaft in Zukunft leben k&ouml;nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erkl&auml;rung des Evangelischen Oberkirchenrates A. und H.B. in &Ouml;sterreich Vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948, wurde der Staat Israel gegr&uuml;ndet. 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