{"id":8867,"date":"2020-02-11T15:19:28","date_gmt":"2020-02-11T14:19:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paxchristi.at\/?p=8867"},"modified":"2020-02-11T15:19:28","modified_gmt":"2020-02-11T14:19:28","slug":"ein-verborgenes-leben-nachlese-zum-jaegerstaetter-film-v-terrence-malick-verliebte-liebe-als-kraftquelle-zum-widerstand-v-klaus-heidegger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paxchristi.at\/?p=8867","title":{"rendered":"\u201eEin verborgenes Leben\u201c &#8211; Nachlese zum J\u00e4gerst\u00e4tter-Film v Terrence Malick  &#8211; Verliebte Liebe als Kraftquelle zum Widerstand (v. Klaus Heidegger)"},"content":{"rendered":"<p><img src=http:\/\/www.paxchristi.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/hidden-life.jpg style=float:right;margin-left:4px;><br \/>\nWie ein fundamentalontologischer Liebesfilm<br \/>\n\u201eRemember the day, when we first met?\u201c Mit dieser Frage von Franziska beginnt ein Film, der mich drei Stunden lang fesselt, ber\u00fchrt, anspricht, zu Tr\u00e4nen r\u00fchrt \u2013 oder, um es philosophisch zu formulieren, in der Existenz betrifft. <!--more--><br \/>\nMenschen, die verliebt sind, stellen sich oftmals solche Fragen an den Anfang ihrer Liebe und wahrscheinlich k\u00f6nnen sie die Details von einem solchen Anfang auch Jahrzehnte danach noch nacherz\u00e4hlen, nachempfinden, wie das Wetter war, welche Ger\u00fcche es gab, wie die Umgebung war, vor allem aber, wie man sich in die Augen schaute, um sich ganz in der Tiefe wahrzunehmen.<br \/>\nDer als \u201eEinzelg\u00e4nger\u201c in Hollywood bekannte Regisseur Terrence Malick ist mit der Existenzphilosophie von Martin Heidegger vertraut. Auch das Drehbuch und die cineastische Umsetzung \u00fcber das Leben von Franz und Franziska J\u00e4gerst\u00e4tter ist fundamentalontologisch gepr\u00e4gt. Wer mit Heideggers Philosophie vertraut ist, erkennt die zugrundeliegende Frage nach dem Sinn vom Sein in der Welt. \u201eSein und Zeit von J\u00e4gerst\u00e4tter\u201c \u2013 so k\u00f6nnte man diesen Film in Heideggerscher Diktion nennen. \u201eDas allt\u00e4gliche Sein zum Tode ist als verfallendes eine st\u00e4ndige Flucht vor ihm \u2026\u201c, so hatte es Heidegger formuliert. Der Mensch ist das Subjekt, das in freiem Willen sich entscheiden kann, wie es seine Existenz in dieser Welt gestaltet, eine Entscheidung f\u00fcr das B\u00f6se oder das Gute. In diesem Vorhandensein in der Welt durchlebt der Mensch die tiefsten Erfahrungen von Liebe und Hass, Geborgenheit und Heimatlosigkeit, Vertrauen und Angst. Gott \u2013 sofern es \u00fcberhaupt noch einen Namen f\u00fcr ihn gibt \u2013 wird stets erfahrbar in diesem Vorhandensein. Dort, wo Paradies vorgefunden wird, lebt Gott, dort, wo Menschen die H\u00f6lle auf Erden machen, wird versucht, Gott zu vertreiben. Nicht Gott vertreibt die Menschen aus dem Paradies, sondern die Menschen zerst\u00f6ren es.<br \/>\nEs ist, als h\u00e4tte Terrence Malick die existenzphilosophischen Grundgedanken von Heidegger \u00fcber die Vita von J\u00e4gerst\u00e4tter gelegt. Dabei wird im Epos \u201eA Hidden Life\u201c vor allem eine Sinnfrage beantwortet: Der tiefste Sinn im Leben, so k\u00f6nnten wir nach drei Stunden Film festhalten, ist die konkrete Liebe mit all dem, was zu ihr z\u00e4hlt: Eine geistig-seelische sowie k\u00f6rperliche Einheitserfahrung, ein sich Aufeinander-Verlassen-K\u00f6nnen, eine vorwurfsfreie gegenseitige Annahme, ein verliebtes Verspieltsein-K\u00f6nnen und in all dem eine Erfahrung von Paradies. Malick hat die J\u00e4gerst\u00e4tter-Geschichte wie einen Liebesfilm konstruiert. Die Plakate zu seinem Film zeigen das Liebespaar Franz und Franziska verspielt und kuschelnd auf einer Wiese. \u00c4hnlich ist auch im offiziellen Trailer die Aufmerksamkeit auf die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptcharakteren hin orientiert. Eine romantische Stilisierung offenbart die wichtigste Botschaft aus diesem Opus, wichtiger als eine Szene, die den Hauptprotagonisten bei der Eidverweigerung in Enns charakterisiert, wichtiger als Bilder aus seinem Gef\u00e4ngnisaufenthalt, selbst wichtiger als ein J\u00e4gerst\u00e4tter betend vor dem Kreuz. Der US-Starregisseur hat in der k\u00fcnstlerischen Rekonstruktion des Lebens von J\u00e4gerst\u00e4tter meisterhaft die Kraft und Sch\u00f6nheit der Liebe aufgezeigt, die st\u00e4rker ist als jede noch so brutale Gewalt.<br \/>\nDie Liebe der beiden geh\u00f6rt zur paradiesischen Welt, der die h\u00f6llische Welt diametral entgegengestellt wird. Auch die H\u00f6lle auf Erden ist von Menschen gemacht. Selbst die gr\u00f6\u00dften teuflischen Erfahrungen faschistischer Einsch\u00fcchterungen, sublimer Beeinflussungen, hintert\u00fcckischer Versprechungen verm\u00f6gen diese Liebe nicht zu brechen.<br \/>\n\u201e\u2026 you looked at me and I knew how simple life was then\u2026\u201c Franziska gibt sich selbst die Antwort auf ihre Frage, wie es war, als sie ihrem Franz zum ersten Mal begegnet ist. Und am Ende wird sie sagen: \u201e\u2026 whatever I do, I\u2019m always with you, always!\u201c Selbst ohne die fast kitschig wirkenden Bilder b\u00e4uerlichen Lebens und ohne sanfte Geigenmusik im Hintergrund sind solche Worte wirkm\u00e4chtig.<br \/>\nMehr als ein historisches Biopic<br \/>\nDer Film \u201eA Hidden Life\u201c ist nicht ein klassisches Biopic \u00fcber eine Person, nicht ein Historienfilm, dessen Anliegen es w\u00e4re, historisch m\u00f6glichst exakt und dokumentarisch orientiert die Geschichte zu verfilmen. Das zeigt schon die Art und Weise der Auswahl der Schaupl\u00e4tze. Die Filmorte wurden in pittoreske Berglandschaften S\u00fcdtirols verlegt. Gedreht wurde vorwiegend nicht an den Heimatpl\u00e4tzen des historischen J\u00e4gerst\u00e4tters. Nur kurz diente das eigentliche J\u00e4gerst\u00e4tterhaus in St. Radegund als Drehort. Dieses Drama von Liebe und Geliebtwerden und Verlust ebendieser durch hinterlistige Machenschaften, durch heimt\u00fcckische Betr\u00fcger und Einseitigkeiten kann sich in tausendfacher Form an verschiedenen Orten abspielen, wo zwei Menschen sich lieben. Zu Beginn des Filmes hei\u00dft es folgerichtig \u201einspired by true events\u201c.<br \/>\nKein \u201eEinzelk\u00e4mpfer\u201c<br \/>\nLetztlich war J\u00e4gerst\u00e4tter nicht, wie es so gerne dargestellt wird, ein \u201eunbeugsamer Einzelk\u00e4mpfer\u201c[1], sondern er hatte eine Person an seiner Seite, die ihm aus tiefster \u00dcberzeugung signalisierte \u201eIch verstehe dich!\u201c und ihm sagte \u201eIch liebe dich!\u201c[2] Dieser kurze Dialog, den Franz und Franziska im Gef\u00e4ngnis in Berlin nach der Verk\u00fcndigung des Todesurteils und in Gegenwart eines Nazi-Anwalts und des Pfarrers aus St. Radegund halten, hat mich besonders ber\u00fchrt. Historisch mag es als unrichtig gewertet werden, dass dem Verurteilten noch ein Angebot unterbreitet worden sei, er m\u00fcsste sich ja nur zur Sanit\u00e4t melden, um freizukommen.[3] Malick wollte bewusst keinen exakten Historienfilm drehen, sondern fungiert als K\u00fcnstler und bringt durch sein Kunstwerk noch st\u00e4rker das zum Ausdruck, was \u00fcber J\u00e4gerst\u00e4tter hinaus eine existenzielle Grunderfahrung von un\u00fcberbietbarer Kraft ist. In der besagten Szene sitzen sich die beiden Liebenden an einem Tisch gegen\u00fcber. Der Tisch ist zum einen wie eine Grenze zwischen ihnen \u2013 unmittelbar davor verbot ein Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter eine liebevolle Umarmung, zum anderen wird er aber nun zur Br\u00fccke, auf dem die Unterarme von Franz und Franziska liegen, w\u00e4hrend ihre vier H\u00e4nde zu einem Ganzen werden. Er m\u00fcsse nur unterschreiben, sagt der Nazi-Anwalt, der wie eine satanische Versuchergestalt erscheint. Doch Franz schaut in die Augen seiner Frau und fragt sie: \u201eVerstehst du mich \u2026?\u201c Was w\u00e4re gewesen, wenn Franziska in diesem so entscheidenden Augenblick gesagt h\u00e4tte: \u201eNein, Franz, das geht mir zu weit!\u201c Was w\u00e4re gewesen, wenn sie ihn als \u201eSturkopf\u201c getadelt h\u00e4tte, wie es all die anderen auch taten, die Leute vom Dorf, der Pfarrer und selbst der Bischof? H\u00e4tte dann Franz so \u00fcberzeugt an seiner Verweigerung festhalten k\u00f6nnen, an seinem Grundsatz, man k\u00f6nne nicht Gott lieben und die Menschen t\u00f6ten? Von Franziska wird jener Satz gerne zitiert \u2013 und ich h\u00f6rte ihn selbst aus ihrem Mund in ihrer einfachen und zugleich so \u00fcberzeugenden Art: \u201eWenn ich nicht zu ihm gehalten h\u00e4tte, h\u00e4tte er gar niemanden gehabt.\u201c[4]<br \/>\nEin verliebter Heiliger<br \/>\nViele Hagiographien von Heiligen und Seligen sind durchzogen von Askese und Selbstaufopferung. Malick zeichnet einen Heiligen, der voller Lust mit seiner Geliebten bl\u00f6delt. Historisch gesehen dauerte die Liebe zwischen beiden von 1935 bis zu J\u00e4gerst\u00e4tters Hinrichtung im August 1943, also rund acht Jahre. Doch Liebeszeit hat eine andere Relation. Da kann sich in einem Augenblick eine ganze Weltgeschichte verbergen. Ber\u00fchrend ist die Szene, als Franz nach einigen Monaten Wehrdienst wieder heimkommt. Fani l\u00e4uft ihm entgegen, Franz l\u00e4uft ihr entgegen, und sie umarmen und k\u00fcssen sich. Intensive Umarmungsszenen durchziehen diesen Film. Franz wird als Mann dargestellt, der liebevoll mit verbundenen Augen mit Fani und ihren drei T\u00f6chtern auf den Feldern Versteckerlix spielt. Die Liebe, die ihm seine Frau schenkt, ist wie g\u00f6ttliche Gnade. Die liebevolle Grundhaltung von Franz h\u00f6rt jedoch nicht auf bei seiner Frau und seinen Kindern. Im Gef\u00e4ngnis wird er gezeigt als jemand, der verbotenerweise noch ein St\u00fcckchen Brot einem Mitgefangenen zuschiebt, der einem Mith\u00e4ftling Mut zuspricht und auf dem Weg zur letzten Gerichtsverhandlung mit gefesselten H\u00e4nden sich b\u00fcckt, um achtsam einen Regenschirm gerade zu richten, der im Weg liegt. Franz l\u00e4sst sich nicht anstecken vom Hass seiner Peiniger. Als ihn der Nazirichter beim Verh\u00f6r fragt, ob er von J\u00e4gerst\u00e4tter verurteilt w\u00fcrde, sagte Franz \u201enein\u201c. Seine Verurteilung gilt nicht der Person, sondern dem Menschen. Damit steigt Franz aus den mimetischen Zirkeln, aus Gewalt-Gegengewalt-Reaktionen, aus Feind-Freund-Schemata aus.<br \/>\nExistenzielle Anfragen f\u00fcr das eigene Leben im heutigen Sein und Zeit<br \/>\nJ\u00e4gerst\u00e4tter entspricht so gar nicht dem postmodernen Menschentyp mit einer Anything-goes-Mentalit\u00e4t. Eine erste Lektion aus diesem Film lautet. Alles ist zwar m\u00f6glich, doch nicht alles darf sein. Es braucht die Grundentscheidungen f\u00fcr das Gute und gegen das B\u00f6se. In einer Welt, die zerst\u00f6rt wird von den Mechanismen des Todes, braucht es ein klares Nein. Der Schrecken der Naziherrschaft ist unvergleichlich. Die realen Dystopien unserer Zeit verlangen von uns aber auch heute oftmals unbequeme Grundentscheidungen. So wie Greta Thunberg und mit ihr die Fridays-for-Future-Bewegung gegen die Zerst\u00f6rung des Planeten durch Erderhitzung auftreten, so wie die Extinction-Rebellion-Gruppen Sand im Getriebe der Zerst\u00f6rungsr\u00e4der sind. In unserem Vorhandensein in unserer Welt ist es scheinbar m\u00f6glich, \u201edas Beste aus beiden Welten\u201c zu vereinen, und Menschenrechte werden mit Sicherungshaft-Phantasien au\u00dfer Kraft gesetzt, internationale Regelungen und Ma\u00dfnahmen zur L\u00f6sung der Migrationsfragen werden boykottiert. J\u00e4gerst\u00e4tter h\u00e4tte gesagt: Man kann nicht Gott und dem Mammon dienen. Es gilt die Frage: Auf welcher Seite stehen wir? Letztlich ist auch jede noch so kleine Kaufentscheidung eine Frage, auf welcher Seite des Systems jemand steht. Vor allem aber ist die Inspiration von J\u00e4gerst\u00e4tter hilfreich, sich mit Kriegen und Kriegsdienstvorbereitungen der Gegenwart kritisch auseinander zu setzen. Unter diesem Blickwinkel habe ich in den letzten beiden Jahrzehnten das Leben von Franz J\u00e4gerst\u00e4tter gelesen. Dabei ist mir seine Entwicklung zu einer tendenziell pazifistischen Grundhaltung wichtig geworden.[5]<br \/>\nDas freilich f\u00fchrt zur zweiten Lektion: Die Kraft zu einem politischen Einsatz kann aus dem Geschenk einer liebenden Beziehung kommen. Filmisch umgesetzt hat es Malick in einer Szene, als Franz in der Gef\u00e4ngniszelle brutal gepeinigt wird. Da sieht er das innere Bild, wie er mit Franziska zusammen ist. Es erinnert an die Geschichte der Steinigung des Stephanus, wo es in der Apostelgeschichte hei\u00dft \u201eund er sah den Himmel offen\u201c. \u201eI\u2019m always with you \u2026\u201c, solche Grunderfahrung l\u00e4sst J\u00e4gerst\u00e4tter nicht verzweifeln. Wenn Dietrich Bonhoeffer zwei Jahre sp\u00e4ter vor seiner Hinrichtung schreibt \u201evon wunderbaren M\u00e4chten tief geborgen \u2026 und Gott ist mit uns am Abend und am Morgen\u201c so ist es auch das, was J\u00e4gerst\u00e4tter selbst ganz konkret erfahren hat in der Gegenw\u00e4rtigkeit von Liebe und Getragenwerden. Wenn heute noch die Z\u00f6libatsbef\u00fcrworter behaupten, dass Ehelosigkeit ein besserer Garant daf\u00fcr w\u00e4re, sich ganz auf die Sache Jesu einzulassen und kompromisslos die Botschaft Jesu leben zu k\u00f6nnen, und so gegen ein nicht-z\u00f6libat\u00e4res Leben ausspielen, so zeigt uns der Film eine andere Wahrheit: Franz konnte nicht trotz, sondern gerade wegen seiner Lebensform eine konsequente Jesusnachfolge w\u00e4hlen.<br \/>\nDie dritte Lektion ist die L\u00f6sung der Frage nach der Existenz Gottes. Malick hat keinen fr\u00f6mmlerischen Film gemacht, in dem J\u00e4gerst\u00e4tter einen transzendenten Gott um Hilfe bittet. Es greift viel zu kurz, wenn in Filmkritiken gar geschrieben wird, als h\u00e4tte Malick einen \u201eent-theologisierten\u201c[6] J\u00e4gerst\u00e4tter gemacht. Wer solches schreibt, f\u00e4llt nur in die Falle, Gott dort zu verorten, wo er nicht zu finden ist, beziehungsweise Gott nicht dort wahrzunehmen, wo G\u00f6ttliches sicher ereignet. Gott ist ganz gegenw\u00e4rtig in der Liebe. F\u00fcr diese Botschaft ben\u00fctzt der Regisseur das ganze Instrumentarium, das ihm in einem Film zur Verf\u00fcgung steht. Die Kraft der Bilder und der Musik. Selbst in den Gef\u00e4ngnishof mit den brutalen W\u00e4chtern und der Schrift im Hintergrund an eine Wand geschrieben \u201eSPRECHEN VERBOTEN\u201c scheinen die Strahlen der Sonne und J\u00e4gerst\u00e4tter kennt das Evangelium und die Worte \u201eGott l\u00e4sst seine Sonne scheinen \u00fcber Gute wie \u00fcber B\u00f6se\u201c.<br \/>\nNach drei Stunden \u201eA Hidden Life\u201c bleiben zur\u00fcck die Sehnsucht und der Wille, im eigenen Leben jene Erfahrungen zu leben, die Malick in seinem Film poetisch gemalt hat und die August Diehl und Valerie Pachner als Franz und Franziska so glaubhaft dargestellt haben: Die Kraft zum Widerst\u00e4ndischen aus g\u00f6ttlichen Erfahrungen von Liebe.<br \/>\nKlaus Heidegger, 10.2.2020<br \/>\n[1] Friedrich Otto (2020): Ein Lebensweg wie Hochgebirge und Tal, in: Die Furche, 23.1.2020, 9.<br \/>\n[2] In zahlreichen Ver\u00f6ffentlichungen wird immer wieder davon geschrieben, wie Franz durch Franziska unterst\u00fctzt wurde. Vgl. dazu z.B.: https:\/\/www.dioezese-linz.at\/site\/jaegerstaetter\/home\/news\/article\/123105.html, online 10.2.2020.<br \/>\n[3] In der Begr\u00fcndung des Reichkriegsgerichtsurteils vom 6. Juli 1943 hei\u00dft es, dass J\u00e4gerst\u00e4tter erkl\u00e4rt habe, \u201eda\u00df er auf Grund seiner religi\u00f6sen Einstellung den Wehrdienst mit der Waffe ablehne, \u2026 da\u00df er gegen sein religi\u00f6ses Gewissen handeln w\u00fcrde, wenn er f\u00fcr den nationalsozialistischen Staat k\u00e4mpfen w\u00fcrde; \u2026 er k\u00f6nne nicht gleichzeitig Nationalsozialist und Katholik sein; \u2026 es gebe Dinge, wo man Gott mehr gehorchen m\u00fcsse als den Mensche; auf Grund es Gebotes \u201adu sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst\u2018 d\u00fcrfe er nicht mit der Waffe k\u00e4mpfe. Er sei jedoch bereit als Sanit\u00e4tssoldat Dienst zu leisten.\u201c Zit. in: Scheuer Manfred (2007): Selig die keine Gewalt anwenden. Das Zeugnis des Franz J\u00e4gerst\u00e4tter, Innsbruck: Tyrolia Verlag, 10.<br \/>\n[4] Zit.in: Scheuer Manfred (2007): Selig die keine Gewalt anwenden. Das Zeungis des Franz J\u00e4gerst\u00e4tter, 10.<br \/>\n[5] Vgl.: http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=4631 , online: 10.2.2020.<br \/>\n[6] Vgl.: The Hollywoodreporter (2019): A Hidden Life\u2018: Film Review | Cannes 2019, in:\u00a0https:\/\/www.hollywoodreporter.com\/review\/a-hidden-life-review-1212083, online 10.2.2020<br \/>\nFrieden, Uncategorized and tagged a hidden life, Franz J\u00e4gerst\u00e4tter. Bookmark the permalink. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ein fundamentalontologischer Liebesfilm \u201eRemember the day, when we first met?\u201c Mit dieser Frage von Franziska beginnt ein Film, der mich drei Stunden lang fesselt, ber\u00fchrt, anspricht, zu Tr\u00e4nen r\u00fchrt \u2013 oder, um es philosophisch zu formulieren, in der Existenz betrifft.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8867"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8867"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8867\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8869,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8867\/revisions\/8869"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8867"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8867"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.paxchristi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8867"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}