Linz, Ausstellung der Friedensbibliothek Berlin im Linzer Mariendom

Linz, Ausstellung der Friedensbibliothek Berlin im Linzer Mariendom

ganztägig
23. April 2026 10. Juni 2026

„Dennoch Rosen“
Leben und Werk der Dichterin Rose Ausländer
Ausstellung der Friedensbibliothek Berlin im Linzer Mariendom

Die Dichterin wird als Rosalie Scherzer 1901 im damaligen Czernowitz/Österreich-Ungarn geboren. Heute heißt der Ort Tscherniwzi und liegt im Westen der Ukraine. Sie wächst in einer vielsprachigen Umwelt auf. Nach dem 1. Weltkrieg wird 1919 die Bukowina mit der Hauptstadt Czernowitz ru
mänisch und heißt ab jetzt Cernauti. Sie nimmt ein Studium auf und heiratet 1921 Ignaz Ausländer. Beide entschließen sich zur Auswanderung in die USA. Nach ihrer Scheidung kehrt sie 1931 nach Czernowitz zurück. 1939 erscheint ihr erster Gedichtband. Nach der deutschen Besetzung 1941 wird sie mit ihrer Mutter zwangsumgesiedelt in das dortige Ghetto. Sie entgeht jedoch Zwangsarbeit und Deportation und überlebte in einem Kellerversteck – unter schrecklichen Umständen. Nur mit Hilfe von Freunden verhungert sie nicht. 1944 wird das Ghetto befreit und sie geht wieder in die USA. Sie schreibt weiter Gedichte, zuerst auf englisch, dann später auf deutsch – in der Sprache der Mörder. Ab 1965 lebt sie bis zu ihrem Tod 1988 in Düsseldorf.
Sie veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände, die hohe Auflagen erreichen, und ist wohl die meist verlegte Nachkriegsdichterin in der Bundesrepublik.

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