Vor dem Hintergrund unermesslichen Leidens haben sich einander Palästinenser*innen und Israelis in einer Gedenkfeier am 20. April 2026 die Hände für eine gemeinsame Zukunft gereicht. Gleichzeitig versammelten sich vergangene Woche an vielen Orten weltweit Menschen in Solidarität mit ihrem Leiden, aber auch mit ihrer festen Entschlossenheit, an einer gemeinsamen Zukunft zu arbeiten. So wurden unter anderem auch am Afro-Asiatischen Institut in Salzburg und in der Chapel for Europe in Brüssel Live-Übertragungen der Zeremonie organisiert.
Organisiert vom Parents’ Circle Families Forum und von Combatants for Peace, bot die Veranstaltung die Gelegenheit, durch bewegende Geschichten und Zeugnisse die Perspektiven von Menschen kennenzulernen, die auf zwei unterschiedlichen Seiten um ihre in den Schrecken des Krieges verlorenen Angehörigen trauern und mit einer gemeinsamen Stimme zu Frieden und einem Ende des Leidens aufrufen.
So zum Beispiel von Liora, deren Sohn Tal am 7. Oktober in Kfar Aza von Hamas-Terroristen getötet wurde, bis zu Kholoud, die ihren Sohn Muhammad verlor, der im Januar 2024 in Jenin von den IDF getötet wurde und deren anderer Sohn noch immer als Geisel festgehalten wird, bis hin zu Ayala, deren Schwiegereltern nach Gaza entführt wurden und deren Schwiegervater getötet wurde, sowie Mohamed, der nach der Tötung seines Neffen Muhammad beschloss, nicht länger zu schweigen – der gemeinsame Ruf nach Gewaltfreiheit wird weiterhin als der einzig gangbare Weg anerkannt, damit ein so tiefes Leid nie wieder erfahren werden muss.
Die Lieder, geschrieben mit Versen auf Arabisch und Hebräisch, trugen dazu bei, ein Gefühl der Einheit zu vermitteln sowie auf ein Ziel zu verweisen, das täglich durch Dialog und Versöhnung verfolgt werden muss.
Fotos und Videos von der Übertragung der Zeremonie in der Chapel for Europe in Brüssel finden Sie hier.

