Es war der 13. März 1945, als in einem vom Zweiten Weltkrieg verwüsteten Europa die französische Lehrerin Marthe Dortel-Claudot, tief geprägt von den Erfahrungen des Krieges, und der Bischof von Montauban, Pierre-Marie Théas, bekannt für seinen Mut im Widerstand gegen die Verfolgungen und Ungerechtigkeiten des NS-Regimes, erstmals die prophetische Einsicht hatten, dass Frieden nicht aus Rache oder einfach aus dem Ende der Feindseligkeiten entstehen könne. Er müsse vielmehr vor allem durch einen Prozess der Versöhnung mit jenen aufgebaut werden, die bis zum Tag zuvor noch als Feinde galten.
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