Veranstaltung: Medien im Krieg – Krieg in den Medien

Gemeinsam mit dem Haus der Begegnung lädt Pax Christi Österreich am 16.6.2016 um 19.30 Uhr zu Vortrag und Diskussion über gesellschaftliche Bedingungen und Gesetzmäßigkeiten der Kriegsberichterstattung mit dem Referenten Jörg Becker ein. Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck.​

Die Bilder, die wir uns von "Krieg" machen, sind geprägt und vermittelt von Medien – und damit auch von deren Absichten und deren Interesse. Nachrichten sind ein Konstrukt. Wir halten sie aber oft für die ungeschminkte Realität. Zahlreiche Bilder, Karikaturen, Zeitungsseiten usw. aus der Zeit unterschiedlichster Kriege machen darauf aufmerksam, wie Feindbilder entstehen, und weisen auf Fälschungen und Verzerrungen hin. Beispielhaft dafür steht der aktuelle krieg in Syrien, es werden aber auch die Kriege in Afghanistan, Jugoslawien, Irak, Georgien und Südsudan berücksichtigt.
Im zweiten Teil liegt der Scherpunkt auf den gesellschaftlichen Bedingungen der Kriegsberichterstattung: Die Homogenisierung von Berichten, gegenseitige Propagandakriegsspiralen, das Wirken von PR-Agenturen und sozialen Netzwerken aus Politikern und Journalisten – sie alle sind an er Nachrichtenkonstruktion beteiligt. Eine Addition aller Einzelaspekte läuft auf eine Theorie des Militärisch-Industriellen Komplexes hinaus, der über Kommunikation und gezielte Informationspolitik operiert. Der Abend ist eine Aufforderung zu einer kritischen Mediennutzung und eigenverantwortlichen Meinungsbildung.

Referent: Dr. Jörg BECKER, Kommunikations-, Medien- und Kulturforscher, Hochschullehrer an den Instituten für Politikwissenschaft der Universität Marburg und der Universität Innsbruck (i.R.), Solingen

Beitrag: EUR 7,- oder 0,7 Talente / EUR 5,- ermäßigt; mit Familienpass EUR 3,50; mit Kulturpass kein Beitrag

 

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