Aufruf an uns Katholiken: Beenden wir unsere Mittäterschaft im Krieg!

Bischof Thomas Gumbleton, Erzdiözese Detroit

Wieder einmal sind Informationen über Versuche der US-Regierung aufgetaucht, Menschen über schändliche und grausame Zerstörungen zu täuschen und falsch zu informieren, die durch einen Krieg der Vereinigten Staaten gegen unschuldige Menschen, die den USA keinen Schaden zufügen wollten, verursacht wurden. In den Afghanistan-Papieren räumten die Regierungsbeamten der Vereinigten Staaten privat ihre eigene Unsicherheit darüber ein, warum sie 2001 gegen Afghanistan in den Krieg zogen. Die Fundgrube neu veröffentlichter Dokumente zum 18 Jahre dauernden Krieg entlarvte Jahre der Täuschung auf hoher Ebene und bewusste Bemühungen, die Realitäten vor Ort in Afghanistan zu verschleiern.

Der Krieg der Vereinigten Staaten gegen den Terrorismus (‚war on terror‘) begann im Jahr 2001. Ein Jahrzehnt zuvor marschierten die USA in den Irak ein und bombardierten ihn mit Luftangriffen und mit einem Wirtschaftskrieg, der durch die Sanktionen das Leben von Hunderttausenden von Kindern kostete. Im Jahr 2002 drangen die USA unter falschen Vorwänden in den Irak ein, entfachten einen bösartigen Bürgerkrieg, zerstörten die Infrastruktur des Landes, bereiteten den Boden für Al-Qaida im Irak und den Aufstieg von ISIS und verwandelten das Land in ein Blutbad, das bis heute anhält.

Die Kriege der Vereinigten Staaten haben den Mittleren Osten buchstäblich in Brand gesteckt. Mehrere Millionen Menschen im Nahen Osten und in Nordafrika wurden getötet, Zehnmillionen verstümmelt, traumatisiert und zu Flüchtlingen gemacht. In den letzten 19 Jahren haben die Streitkräfte der Vereinigten Staaten Zehntausende von Menschen in Dutzenden von Ländern festgehalten. Die Gefangenen haben grausame Folterungen erlitten, und einige bleiben ohne Prozess in Guantanamo Bay, bis sie sterben. Die USA haben unzählige Zivilisten durch unbemannte Flugdrohnen, Bombenangriffe, Marschflugkörperangriffe und Sondereinsätze in Pakistan, Afghanistan, Irak und Somalia – auch in Syrien und im Jemen – getötet. Die USA stürzten die libysche Regierung, was zu jahrelangem gewaltsamen Chaos führte. An all diesen Orten hat die Kriegsführung der USA zu humanitären Katastrophen beigetragen.

Anstatt dem Beispiel des Vatikans und anderer Staaten zu folgen, die den Vertrag über das Verbot von Kernwaffen unterzeichnet und ratifiziert haben, verschärfen die USA nun ein neues nukleares Wettrüsten, indem sie jeden Sprengkopf und jedes Trägersystem sowie jede Produktions- und Kommando- und Kontrollstätte im Kernwaffenkomplex aufrüsten. Dieses tragische Muster des Tötens und Zerstörens wirft die Frage nach unserer Verantwortung als katholische Nachfolger Christi auf. Der endlose Krieg gegen den Terrorismus ist an mehreren Fronten hinter den Forderungen der Kirche nach einem gerechten Krieg zurückgeblieben. Ebenso bleibt die Atomwaffenpolitik der Vereinigten Staaten, die auf die Kinder der Welt abzielt, hinter den Forderungen des gerechten Krieges zurück.

Ich rufe die Katholiken im Militär, einschließlich der Kapläne, sowie alle, die für das Militär oder einen Zweig der Rüstungsindustrie arbeiten, auf, dem Aufruf von Papst Franziskus zu folgen und die Sinnlosigkeit des Krieges aufzugeben. Alle Katholiken sollten sich weigern zu töten und sollten auch die Zusammenarbeit mit den Kriegen der Vereinigten Staaten verweigern. Die katholischen Steuerzahler sollten alle Anstrengungen unternehmen, um nicht für Krieg und Waffen zu bezahlen. Vielmehr sollten wir Jesus umarmen, der uns aufruft, unsere Feinde zu lieben, das Schwert zu erheben und das Kreuz auf sich zu nehmen.

Bischof Thomas Gumbleton
Erzdiözese Detroit

https://www.indcatholicnews.com/news/38694
Quelle: Pax Christi USA

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