Die Friedensbewegung Pax Christi hat dem verstorbenen Bischof Maximilian Aichern viel zu verdanken. Ohne ihn hätte es Pax Christi in Oberösterreich vielleicht so nicht gegeben. Als Sozialbischof war er Friedensthemen und auch dem ökumenischen Gedanken gegenüber sehr aufgeschlossen. Als sich Ende der 1980er Jahre im Rahmen der KA eine Gruppe um Maria Madlener verstärkt Friedensthemen annahm, wurde die Idee einer ökumenischen Pax Christi-Gruppe in Linz geboren. Zu dieser Zeit lief auf gesamtkirchlicher Ebene der ‚Konziliare Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung‘.
Die Gründung der ökumenischen Landesgruppe passierte schließlich Ende 1989 in der Kapelle des KZ-Mauthausen. Die Wahl dieses Ortes sollte die eigene Schuld in Zeiten des 3. Reiches sichtbar machen und zum ‚Nie wieder!‘ aufrufen. Neben Bischof Maximilian Aichern waren auch die Superintendenten der evangelischen Kirche Herwig Karzel und der Bischof der Methodistenkirche Helmut Nausner beim Gründungsakt dabei. Große Verdienste hat sich Bischof Aichern auch für die kirchliche Anerkennung des Gedenkens an den Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstätter erworben. Dieser wurde 1943 in Berlin wegen Wehrkraftzersetzung hingerichtet.

