Bewegenden Erfahrungen: Bildungsreise nach Krakau und zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau mit Pax Christi Österreich

Von 12. bis 16. September 2015 machten sich elf Interessierte aus verschiedenen Bundesländern mit dem Zug auf den Weg nach Krakau. Unter der fachkundigen und leidenschaftlichen Leitung von Richard Hussl, dem an dieser Stelle unser Dank gilt, bekamen wir einerseits einen näheren Einblick in dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte und andererseits bot sich uns auch die Gelegenheit einige kulturelle Highlights Krakaus kennenzulernen. Ein Bericht von Franz Schneckenleithner

Im Vorfeld der Reise hielt der Politikwissenschaftler Reinhold Gärtner, der schon zahlreiche Studienreisen nach Auschwitz leitete einen sehr informativen Vortrag im Haus der Begegnung in Innsbruck, der uns inhaltlich auf das Thema Holocaust mit dem speziellen Fokus „Auschwitz“ vorbereitete. Das von ihm herausgegebene Buch „Doch der Hund will nicht krepieren – Tagebuchnotizen aus Auschwitz“, das Tagebuchnotizen des Wiener Juden Gustav Kleinmann enthält, der selbst als Häftling Auschwitz überlebte, begleitete mich/uns in Gedanken beim Besuch von Auschwitz. Der Anblick der noch immer erhaltenen Baracken und die tausenden Habseligkeiten und besonders furchtbar, die Berge von Haare, der Ermordeten Häftlinge, weckten in uns ein Gefühl von Entsetzen und Sprachlosigkeit. Gleichzeitig bestärkte uns der Besuch von Auschwitz und des hervorragenden Museums „Schindlers Fabrik“, in der Überzeugung, dass aktive Friedensarbeit auch in Zeiten des lokalen Friedens enorm wichtig ist.

Zu den kulturellen Highlights, die den auflockernden Gegenpol zur Auseinandersetzung mit Auschwitz darstellten, zählte das Klezmer-Konzert im jüdischen Viertel Krakaus und der Besuch der „Kirche der Mutter Gottes“ in der kommunistischen Planstadt Nowa Huta samt anschließendem Mitagessen in einer typischen Milchbar.

Zum Schluss ein Dank allen Teilnehmenden und der Wunsch, dass es bald wieder zu einer Reise in dieser Form kommt.

Franz Schneckenleithner

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