Weltfriedenstag 1. 1. 2022 – Bericht v. Sr. Notburga Maringele

Die Teilnehmenden, Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, sind von den verschiedenen Ausgangspunkten – vom Landesmuseum, von der Triumphpforte, vom Dom, vom Marktplatz oder direkt zur Annasäule in der Marien-Theresien-Straße gekommen.
Die Initiative zum Weltfriedenstag wird in Innsbruck schon seit vielen Jahren von der Gemeinschaft Sant‘Egidio, von Pax Christi, von der Fokolarbewegung, von verschiedenen Ordensgemeinschaften, der Diözese Innsbruck und der Evangelischen Kirche in Salzburg und Tirol getragen.
„Dauerhafter Friede durch Arbeit, Bildung und Dialog zwischen den Generationen“, das ist das Anliegen von Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2022.
Spätestens mit dem Dokument von Abu Dhabi im Feber 2019 hat Papst Franziskus klargemacht, dass die Anstrengungen für eine geschwisterliche Welt Christen und Christinnen, Muslimas und Muslime, aber auch Jüdinnen und Juden und alle weiteren Religionsgemeinschaften vereint.
Die Suche nach Bedingungen für Geschwisterlichkeit, das Bemühen um den Aufbau einer friedlichen Welt vereint Christentum, Judentum und den Islam mit vielen weiteren Religionsgemeinschaften, aber auch engagierten Politikern und Politikerinnen, Friedensbewegungen und allen Menschen guten Willens.
Es eint uns auch die Betroffenheit, dass heute, an der Schwelle zum Jahr 2022, mehr Menschen denn je Opfer von Krieg, Gewalt, Hunger, ungerechten Strukturen, Ausbeutung werden.
Papst Franziskus fordert uns auf, den Nöten unserer Zeit nicht auszuweichen, sondern den Leidenden nahezukommen. Nur selten gelingt uns das physisch. Wir laden alle, die hier versammelt sind, zu einer innerlichen Verbundenheit mit den von Krieg betroffenen Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern weltweit ein, und wollen unsere Kundgebung hier mit einer Minute in Stille und im Schweigen beginnen.
Alle Ebenen der Gesellschaft sind aufgerufen, im Einsatz für eine geschwisterliche, friedliche Welt ihre Kräfte zu bündeln.
In diesem Sinn wollten wir auch heuer wieder religionsverbindend das gemeinsame Ringen um Frieden bezeugen.
Wir haben uns darüber ausgetauscht, was unsere gemeinsame Hoffnung, unsere Vision und unser Bemühen für einen dauerhaften Frieden ausmacht.
Als Vertreter der verschiedenen Religionen sprachen
• der evangelische Superintendent Olivier Dantine,
• der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Günter Lieder
• Univ. Prof. Abdullah Takim für das Islamischen Forum
• Diözesanbischof Hermann Glettler

Weiters erläuterten Sr. Notburga Maringele und Dr. Klaus Heidegger ihre Sichtweisen auf die Botschaft von Papst Franziskus.

Abschließend berichtete Maresi Benedik von ihrem 3 monatigen Einsatz im Flüchtlingslager auf Lespos. Sie erzählte von ihren Eindrücken und dem Projekt von Doro Blanke, das wir durch eine anschließende Spendensammlung mit 1000€ unterstützen konnten.
https://www.dibk.at/Meldungen/Bischof-Glettler-Es-braucht-den-Schritt-aufeinander-zu!

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