Auf den Weg zu einer atomfreien Welt?
Kaplan Franz Sieder – Kirche soll die Ungerechtigkeit des Wirtschaftssystems aufzeigen!
Am Sonntag, 17. Februar 2013 gab es in der Donaucitykirche einen Friedensgottesdienst von Pax Christi Wien mit Kaplan Franz Sieder.
Kaplan Sieder betonte in seiner Predigt in der modernen Kirche neben der Wiener UNO-City die „universale Verantwortung der Christinnen und Christen“: „Es gibt nichts in der Welt, das uns nichts anginge.“
Das zentrale Anliegen von Jesus Christus – sagte Kaplan Sieder – ist das „Werden des Reiches Gottes in dieser Welt“, und hier muss wie schon in der Bibel ein Zusammenhang von Friede und Gerechtigkeit gesehen werden: „Friede ist die fortschreitende Realisierung der demokratischen und sozialen Grundrechte aller Menschen.“
Auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt?
Weltweit gibt es noch mehr als 19.000 Atomwaffen. Jede einzelne von diesen stellt eine unmittelbare Bedrohung für unseren Planeten dar. Vor allem Berichte aus Konfliktregionen wie dem Nahen Osten, Indien, Pakistan oder Nordkorea tauchen in den Medien immer häufiger auf. 68 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki und deren fatalen Folgen scheint die Menschheit diesbezüglich noch nicht genug gelernt zu haben. Darum möchten wir uns mit diesem zentralen Thema im Rahmen einer Veranstaltung auseinandersetzen und Möglichkeiten des Einsatzes für eine Welt ohne Atomwaffen aufzeigen.
Romaball in Innsbruck
Über 600 Leute kamen am 19.1. zum Ball im Haus der Begegnung, mehr als 80 Roma (Sinti, Lovara, Jenische u.a.) waren dabei. Pax Christi Österreich mobilisierte mit anderen an die 100 ehrenamtliche MitarbeiterInnen. Die Balkan Fratelli Band (Serbien), Misi band (Slowakei/Ungarn) Flamenco und diverse Sessions bewegten die Menschen auf dem Parkett. Es war nicht nur eine tanzende Begegnung von Roma und Nicht Roma, Jugendlichen und Senioren, Professoren und Arbeitslosen, sondern auch von serbisch orthodoxen, katholischen und konfessionslosen Menschen, ein großes gemeinsames Willkommen an die Roma und eine Absage an das eigentliche Problem: dem Antiziganismus und Rassismus. PCÖ steht hinter Unterdrückten, manchmal auch vertriebenen Minderheiten.
Fortschreibung Vaticanum II
Beim letzten Pax Christi Österreich Präsidium (Innsbruck 21/22.9.2012) belebte Prof. Roman Siebenrock in seinen Ausführungen das Konzil, das Konzil für Pax Christi, das Konzil in uns. Wir sollten die Zeichen der Zeit sehen. Klaus Heidegger spannte den Bogen zum Thema „Vaticanum II und Friede heute“. Auf Grund des allgemeinen Referates und der Aktualität der Bundesheer Volksbefragungsdiskussion konnten wir noch nicht konkreter auf die „Fortschreibung des Konzils“ eingehen.
Im Heidegger Manuskript „Die Friedenslehre des Zweiten Vatikanischen Konzils“ (siehe Anhang) sind Vorschläge aufgelistet. Diese stellen wir nochmals zur Diskussion, an ihnen könnten wir bei der Generalversammlung (Linz 8./9.3.2013) weiterarbeiten. Eingangs (vgl. S 14-21) weist Klaus Heidegger auf die Ezyklika Pacem in terris (Johannes XXIII 1963): in ihr wird u.a. (z.b. 138) noch die Hoffnung auf eine Weltregierung angesprochen. Friede kann nur das Werk der Gerechtigkeit sein. „Gaudium et spes“ erinnert uns an einen Perspektivenwechsel. So heißt es: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi“(GS1)
Für Pax Christi Österreich ergeben sich Fragestellungen, die diskutiert werden können, die uns auch zu einer konkreten Fortschreibung veranlassen könnten. „Fortschreibung Vaticanum II“ weiterlesen
Pax Christi International fordert die Beendigung der Siedlungspolitik in Palästina
Pax Christi International fordert die Beendigung der Siedlungspolitik in Palästina –
Auf dem Wege zu einem aktiven Bann auf israelische Siedlungsprodukte
Gründend auf einer ungewissen politischen Landschaft in Israel nach der Wahl ruft Pax Christi International zur Aufmerksamkeit auf ein Thema, welches bei der israelischen Wahlkampagne weithin vernachlässigt wurde, und keine Priorität bei den Verhandlungen zur Bildung einer neuen israelischen Regierung hat oder allem Anschein nach haben wird: die Ungesetzlichkeit der israelischen Besatzung und die Fortführung der Siedlungspolitik.
Pax Christi International wird daher neue Initiativen durch die internationale Zivil-
gesellschaft im Blick auf die Beendigung der israelischen Siedlungspolitik und einen aktiven Bann auf israelische Siedlungsprodukte unterstützen. „Pax Christi International fordert die Beendigung der Siedlungspolitik in Palästina“ weiterlesen
Flüchtlingsprotest in der Wiener Votivkirche
Pax Christi Österreich solidarisiert sich mit Flüchtlingsprotest
in der Wiener Votivkirche
Die kirchliche Friedens- und Menschenrechtsorganisation Pax Christi erklärt sich solidarisch mit den seit zwei Monaten protestierenden Flüchtlingen in der Wiener Votivkirche. Die Protestaktionen seien Ausdruck der Verzweiflung dieser Menschen, wiesen aber auch auf Defizite im österreichischen Asylsystem hin, stellte der Vorstand von Pax Christi Österreich bei seiner Sitzung am 30. Jänner in Salzburg fest. Die zuständigen öffentlichen Stellen, aber auch die politischen Parteien müssten den Hilfeschrei ernst nehmen und sich rasch um Lösungen der aufgezeigten Probleme bemühen. Darüber hinaus müsse eine Eskalation des Konflikts sowie dessen politische Instrumentalisierung verhindert werden.
Nach der Volksbefragung
Nach der Volksbefragung:
Gewaltfreiheit und Neutralitätspolitik stärken,
Zivil- und Wehrdienste reformieren und
Alternativen einer nicht-militärischen Friedenspolitik entwickeln
(Kommission Pazifismus/Antimilitarismus von Pax Christi Österreich
24.1.2013)
Die Kommission Pazifismus/Antimilitarismus von Pax Christi Österreich will die breite öffentliche Diskussion über eine Neugestaltung der Zivil- und Wehrdienste sowie der Weichenstellungen für eine sicherheits- und friedenspolitische Zukunft nützen und dabei die gewaltfreie und pazifistische Option einbringen.
Nach der Volksbefragung und erfolgtem Volksentscheid ergeben sich drei Handlungsfelder. Die ersten zwei liegen im Bereich des Fortbestehens von Wehr- und Zivildienst, das dritte Handlungsfeld liegt außerhalb des Systems der Pflichtdienste und des Heeres und bietet die größten Chancen für wirklich friedenspolitisches Handeln. Pax Christi hat dazu mit dem Konzept von Freiwilligendiensten bereits wichtige Vorarbeiten geleistet.
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