ALLES GUTE, JUSSUF UND VRONI WINDISCHER! Zum Abschied vom Pax-Christi-Generalsekretariat

Mit 31. Juli 2016 gehen Jussuf & Vroni Windischer in die von ihnen sogenannte Zweitpension und Meinrad Schneckenleithner übernimmt die Agenden des Generalsekretärs. Das Team von Pax Christi Österreich dankt für all ihr Engagement und wünscht Vroni und Jussuf alles, alles Gute!

Mit September 2011 ist Jussuf Windischer zum Generalsekretär von Pax Christi Österreich bestellt worden – und seine Frau Vroni übernahm die Sekretariatsagenden. Beide hatten von Anfang an klar gesagt, dass ihr intensives, ehrenamtliches Engagement zeitlich befristet ist – für 5 Jahre. Dennoch kam es für uns überraschend, dass Jussuf und Vroni nun ihre Aufgaben beenden. Wir haben uns nämlich inzwischen an sie gewöhnt – ja, mehr als das: sie sind für uns zum Synonym für das „Innsbrucker Büro“ geworden.

Jussuf hatte gerade das gesetzliche Pensionsantrittsalter erreicht, als er den unbezahlten Job als Generalsekretär übernahm, wobei die zeitliche Belastung wesentlich mehr als die zugesagte „Halbtagsarbeit“ ausmachte. Für Vroni gilt Ähnliches. Sie haben unsere Arbeit durch ihre inhaltliche Kompetenz und menschliche Herzlichkeit nicht nur bereichert, sondern auch geprägt. Während ihrer „Amtsperiode“ haben Jussuf und Vroni auch eine mehrmonatige „Auszeit“ genommen – allerdings nicht zu Erholungszwecken, sondern für einen Friedenseinsatz im Rahmen des Ökumenischen Begleitprogramms in Israel und Palästina (EAPPI).

CIMG0604Friede und Gerechtigkeit für die Dritte Welt gehörte zu den Schwerpunkten im beruflichen und gesellschaftlichen Leben der „Windischers“ – mehrere Jahre waren sie als Entwicklungsarbeiter in Brasilien tätig und über Jahrzehnte in der Dritte-Welt-Solidaritätsbewegung in Tirol. Parallel dazu engagierten sie sich aber auch immer für sozial Benachteiligte und „Randgruppen“ in Österreich. Jussuf war u. a. Leiter eines Jugendzentrums, der Gefängnisseelsorge sowie des Integrationshauses in Innsbruck. In den letzten Jahren ist für die Beiden die Arbeit mit Roma immer mehr ins Zentrum gerückt. Stellvertretend dafür stehen die „Romabälle“ sowie vor allem das Projekt „Waldhüttl“, das sie federführend initiierten und aufbauten. Diesem Projekt, das zudem eine landwirtschaftliche, kulturelle und ökologische Komponente hat, werden sich Jussuf und Vroni auch weiterhin widmen, in der Arbeitsgruppe "Roma, Sinti u.a." aktiv bleiben und mit Pax Christi verbunden sein.

Im Namen des Vorstandes von Pax Christi Österreich sowie aller MitarbeiterInnen und Mitglieder danke ich Jussuf und Vroni für ihr Engagement und für ihre Freundschaft. Ihr Ideenreichtum und ihr praktischer Einsatz in so vielen Bereichen werden uns fehlen. Aber wir werden sicher auch weiterhin in guter Verbindung bleiben. Jedenfalls wünschen wir Jussuf und Vroni alles Gute für ihre Zukunft, die hoffentlich neben dem Engagement auch mehr Platz für Muße bringen wird.

Viel Glück und viel Segen auf all Euren Wegen!

Adalbert Krims
Vizepräsident, Pax Christi Österreich

 

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