Schöpfungsverantwortung wahrnehmen als Friedensziel

„Wir wissen, dass das Verhalten derer, die mehr und mehr konsumieren und zerstören, während andere noch nicht entsprechend ihrer Menschenwürde leben können, unvertretbar ist.“, schreibt Papst Franziskus in seiner Sozialenzyklika „Laudato si“. Frieden bedeutet, dass alle Menschen in Würde miteinander leben können. Dieses Friedensziel wird jedoch zunehmend schwieriger zu erreichen, da sich, bedingt durch den Klimawandel, Hungersnöte und Umweltkatastrophen mehren und die Lebensgrundlagen von Menschen unwiederbringlich zerstört werden.
Die ökumenische Landesgruppe Pax Christi Oberösterreich hat sich im Rahmen ihrer Vollversammlung am 15. Oktober in Enns St.Laurenz mit genau diesem Thema beschäftigt und dabei besonders mit der Frage: Wie können Pfarren einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Der Referent Georg Spiekermann betonte insbesondere die Relevanz der Vorbildwirkung und Bewusstseinsbildung, die Pfarren wahrnehmen sollen und dürfen. Spiekermann ist Mitarbeiter des Klimabündnis OÖ, das Betriebe, Organisationen und auch Pfarren in Klima- und Umweltfragen berät. Jede Pfarre kann dieses Angebot in Anspruch nehmen und Partnerin des Klimabündnisses OÖ werden. Mitarbeiter*innen des Bündnisses helfen dann den Pfarrgemeinden Schritte in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft zu setzen. Die Maßnahmen können beispielsweise den Energiehaushalt, die ökologische Gestaltung der Gartenflächen oder den Umstieg beim Pfarrcafé von herkömmlichem Kaffee auf Fairtrade Kaffee sein. Einfache Maßnahmen können hierbei große Erfolge erzielen, da sie das Bewusstsein der Pfarrbevölkerung für das Thema des Klimaschutzes sensibilisieren.
Auch als Friedensbewegung ist und muss es uns ein Anliegen sein uns für Klimagerechtigkeit zu engagieren. Frieden wird bei zunehmender Umweltzerstörung zunächst regional und letztlich global bedroht. Konflikte, Migrationsströme und Kriege um intakte Ressourcen – Wasser, Land und Luft/Klima betreffend – sind sonst zu erwarten. Die Erde und damit unsere Umwelt nehmen wir Christen als ein Geschenk Gottes und damit als Schöpfung wahr. Es steht uns nicht zu dieses Geschenk abzulehnen, sondern nur es zu bebauen und zu bewahren.

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