UNO beschließt Vertrag zur Beschränkung des Waffenhandels

Am 2. April hat die UNO-Vollversammlung mit großer Mehrheit den internationalen Vertrag zur Beschränkung des Waffenhandels (Arms Trade Treaty – ATT), für den sich viele FriedensaktivistInnen und Friedens-NGOs, auch Pax Christi International, seit mehr als 20 Jahren eingesetzt haben, beschlossen. Näheres dazu in der nächsten pax-Zeitung.

http://www.youtube.com/watch?v=v2EHNfvJOLc

Mit Kindern und Jugendlichen im Flüchtlingslager (Tulkarm Camp)

In Tulkarm gibt es zwei Flüchtlingslager. Eines, das sogenannte Tulkarm Camp hat 20.000 Einwohner, ca 10.000 Angehörige befinden sich auswärts, es liegt fast im heutigen Zentrum von Tulkarm. Dort wo damals die Zelte der Flüchtlinge standen, stehen heute eng aneinandergebaute Häuser, es gibt nur sehr enge Gassen oder Durchgänge. Alles ist hier extrem beengt, die meisten Wohnungen extrem klein, viele Gebäude sind feucht. In diesem Camp besucht unser EAPPI Team wöchentlich einen Jugendtreff. Wir sollten ein neues Spiel zeigen, dann ein palästinensisches Spiel machen, zwischendurch zählen auf Englisch. Wir spielten mit und brachten die Kinder sehr zum Lachen. Vielleicht ist das ein kleiner Beitrag, um den tristen Alltag im sogenannten Flüchtlingscamp ein bisschen aufzuheitern. Ob ich das nächste Mal die Gitarre mitnehme, weiß ich noch nicht, das gäbe zu viel zum Lachen.

J.Windischer (EAPPI)

Weltwoche für Frieden in Palästina/Israel

Weltwoche für Frieden in Palästina/Israel
22.- 28. September 2013

Gebet, Information und Anwaltschaft für Gerechtigkeit in Palästina

2013 – und in den kommenden Jahren – wird die Weltwoche für Frieden, eine Initiative des Palestine Israel Ecumenical Forums (PIEF) des Weltkirchenrates (WCC) im Herbst und in zeitlicher Nähe zum Weltfriedenstag stattfinden, und nicht, wie bisher, in der Pfingstzeit.

Während dieser Woche – aber natürlich auch darüber hinaus – sind wir aufgefordert, auf die Situation der Menschen in den besetzten palästinensischen Gebieten hinzuweisen – Jerusalem, Westbank, Gaza usw. Das kann geschehen durch Gottesdienste oder besondere Einlagen in Gottesdiensten und Andachten, durch Mahnwachen oder durch Vorträge und andere Informationsveranstaltungen.

„Jerusalem, Stadt der Gerechtigkeit und des Friedens“ ist der Schwerpunkt in diesem Jahr. Inzwischen wurde von „Kairos Palestine“ das „Jerusalemgebet“ vorbereitet und ist im Anhang in deutscher Sprache zu finden. Die ganze Gottesdienstliturgie (in deutscher Sprache) ist zu finden unter http://worldweekforpeace.org

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Schulkinder in Hebron festgenommen

Am Mittwoch, dem 20. März 2013 erschienen um 7.30 22 israelische Soldaten in der Hebron Public Elementary School und zwangen die Schulkinder, zum Checkpoint 29 zu gehen und dann in Militärfahrzeuge einzusteigen. Insgesamt nahmen sie während dieses Vorfalles 27 Kinder im Alter von 7 – 15 mit.

Zwei der Kinder wurden kurz nach der Festnahme am Straßenrand ausgelassen. Die übrigen 25 Kinder wurden zur Polizeistation nahe der Ibrahim Moschee gebracht; dort wurden sie fotografiert und ihnen Fingerabdrücke abgenommen.

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Presseaussendung: Pax Christi Österreich zur Wahl von Papst Franziskus

Die kirchliche Friedens- und Menschenrechtsorganisation Pax Christi Österreich freut sich über die Wahl von Papst Franziskus und wünscht ihm den Segen Gottes für seine verantwortungsvolle und schwierige Aufgabe. Pax Christi Österreich deutet die Wahl des Namens Franziskus als Zeichen dafür, dass für den neuen Papst das Engagement für die Armen besondere Bedeutung hat und er die Kirche auf einen Weg der Bescheidenheit, der Hinwendung zu den Menschen und des deutlichen Eintretens für soziale Gerechtigkeit führen möchte.

Jorge Mario Bergoglio hat als Erzbischof von Buenos Aires selbst ein Beispiel bescheidener Lebensführung gegeben und sich für die Armen und arm Gemachten nicht nur caritativ, sondern auch mit Kritik am herrschenden politischen System eingesetzt.

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Brief an Präsident Obama

Brief an Präsident Obama von den Mitgliedsorganisationen von Pax Christi International (11.März 2013)
 
President Barack Obama
The White House
1600 Pennsylvania Avenue, NW
Washington DC 20500
 
Sehr geehrter Herr Präsident!
 
Da Sie sich gerade für Ihren Besuch in Israel und Palästina im Laufe dieses Monats vorbereiten, schreiben wir an Sie, um mit Ihnen zwei unserer tiefsten Sorgen zu teilen, die Hindernisse für einen Frieden im Mittleren Osten sein können: die Ausdehnung der israelischen Siedlungen,  die eine Zweistaatenlösung ev. unmöglich machen kann, und die schon bald fertig gestellte Trennungsmauer. 
 
Wir schreiben als glaubende Menschen mit der Verpflichtung, für einen gerechten und anhaltenden Frieden zu arbeiten, von dem die Israeli und die Palästinenser gleichermaßen profitieren würden. „Brief an Präsident Obama“ weiterlesen

Folter in israelischen Gefängnissen

Gemeinsam mit anderen Menschenrechtsorganisationen ist auch Pax Christi empört über den Umgang der israelischen Armee und Militärgerichtsbarkeit mit ihren palästinensischen Gefangenen.
Wie auch in den österreichischen Medien berichtet wurde, starb der junge Familienvater Arafat Jaradat am 6. Tag nach der Entführung aus seinem Haus (24. Februar 2013) in Folge illegaler, schwerer inhumaner Folter durch den israelischen Geheimdienst (Mossad). Tausende Palästinenser werden oft ohne Verhandlungen für lange Zeit ohne Gerichtsverfahren festgehalten und aus dem zivilen Leben ausgeschaltet.
Er ist nicht der einzige, der zu Tode gefoltert wurde. Mindestens 207 Menschen sind auf diese Weise ermordet worden.
 
In den Artikeln 3 und 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (10. Dezember 1948) heißt es: (3) Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person; und (5) Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterzogen werden.
 
Die derzeitige Regierung und Administration Israels hält sich in ihrer Praxis nicht an die Allgemeine Erklärung. Menschenrechte wurden und werden verletzt.


Auf den Spuren der Roma – Kurzbericht

Eine Gruppe von 10 Leuten, MitarbeiterInnen und SympatisantInnen von Pax Christi und vom Projekt „Waldhüttl“ Innsbruck besuchten Roma in Tornala (Slowakei). Motivierend: in Pax Christi gibt es seit kurzem eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Frage der Roma und des Antiziganismus auseinandersetzt. Der Gruppe gehören u.a. Gernot Haupt (Kärnten), Monika Scheweck (Burgenland) und Jussuf Windischer (Tirol) an. Anlass: das Waldhüttl ist ein Wohnprojekt der Vinzenzgemeinschaft, welches ca 15 Roma, welche in Innsbruck eine Straßenzeitung verkaufen, eine Herberge bietet. Wir wollten unsere Freunde daheim besuchen.

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