Flüchtlingsfrage: Was sagen BürgermeisterInnen?

Ein Kommentar: In Wieselburg (NÖ) trafen sich am 18.1.2016 BürgermeisterInnen, um ihre praktischen Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit auszutauschen. Zwei Bürgermeister berichteten in der ZIB 2 über ihre Erfahrungen mit Flüchtlingen.

Johannes Pressl aus Andagger (NÖ) und Dieter Posch aus Neudörfel (B). Faktum: In Gemeinden, in denen es schon seit längerem Flüchtlinge gibt, gibt es weniger Ängste. In Gemeinden, in denen es keine Flüchtlinge gibt, werden imaginäre Ängste aufgebaut. Diese Stimmungen fördern keineswegs die erforderliche, gemeinsame Solidarität.

In der Praxis: Man müsse die Menschen bei der Hand nehmen, es geht um den direkten Kontakt, die direkte Hilfe. Menschen müssen gefördert und gefordert werden. Das Serviceangebot eines Deutschunterrichtes, Pünktlichkeit und Verlässlichkeit wird gefordert, ansonsten gibt es das Service der Ehrenamtlichen eben nicht. Eine klare Ansage. Beklagt wurde der mediale Umgang mit dem Thema, was nicht gerade Hoffnung fördere. Wenn die Flüchtlingsfrage nur mehr als Last und Bedrohung empfunden wird – statt als gemeinsame Verantwortung – kommt ein negativer Beigeschmack. Vielleicht täten PolitikerInnen gut daran sich bei KommunalpolitikerInnen umzuhören, welche lösungsorientiert arbeiten, weil sie AsylwerberInnen aufnehmen und kennen und auch mit der Bevölkerung auf Augenhöhe reden und Akzeptanz finden.

Pax Christi Österreich hat unter den MitarbeiterInnen eine Umfrage gestartet, um die konkreten Erfahrungen und Berührungspunkte mit AsylwerberInnen zu sammeln, um dann die konkreten Herausforderungen für Pax Christi zu eruieren, um dann die politischen Maßnahmen zu artikulieren und auch bei Entscheidungsträgern einzufordern.  

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